Deutsche AM macht Fonds fit für die Investmentsteuerreform - Fondsnews


26.09.17 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Deutsche Asset Management (Deutsche AM) zieht bei zahlreichen ihrer Fonds stabile Mindestaktienquoten ein. Dies geht aus einer Mitteilung der Kapitalverwaltungsgesellschaft an die Vertriebspartner hervor, die "FONDS professionell ONLINE" vorliegt.

Damit möchte die Deutsche-Bank-Fondstochter Privatanlegern ermöglichen, steuerliche Teilfreistellungen zu nutzen, die das Investmentsteuerreformgesetz mit sich bringe.

Das Gesetz trete am 1. Januar 2018 in Kraft. Von diesem Datum an müssten deutsche Fonds auf in Deutschland erzielte Dividenden, Mieterträge und Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien 15 Prozent Steuern abführen. Damit würden sie hinsichtlich dieser Erträge steuerlich mit ausländischen Fonds gleichgestellt. Zudem könnten sich Anleger ab dem 1. Januar 2018 die im Ausland gezahlte Kapitalertragsteuer nicht mehr über ihre Steuererklärung erstatten lassen.

Die neuen Regelungen würden jedoch die Erträge der Privatanleger schmälern. Um einen Ausgleich zu schaffen, habe der Gesetzgeber steuerliche Teilfreistellungen eingeführt. Je nach Art des Portfolios würden sie unterschiedlich hoch ausfallen.

Bei Fonds mit einer Aktienquote von mindestens 25 Prozent würden Anleger eine Teilfreistellung in Höhe von 15 Prozent auf ihre zu versteuernden laufenden Erträge und Veräußerungsgewinne erhalten. Belaufe sich die Aktienquote eines Fonds auf mindestens 51 Prozent, so würden 30 Prozent der Gewinne abgeltungsteuerfrei bleiben.

Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die jeweiligen Kapitalbeteiligungsquoten in den Anlagebedingungen ausdrücklich festgeschrieben würden. Daher definiere die Deutsche AM bei elf Portfolios eine steuerliche Mindestaktienquote von 25 Prozent. Bei fünf Fonds werde eine stabile Aktienquote von 51 Prozent eingezogen.

Eine Mindestaktienquote von 25 Prozent sei für die folgenden Fonds vorgesehen: Deutsche Concept Kaldemorgen, Deutsche Multi Opportunities, Deutsche Invest I Multi Opportunities, Deutsche Invest I Multi Asset Income, Deutsche Invest II Multi Opportunities Total Return (ISIN LU1246175886 / WKN DWS2AY), DWS Vermögensmandat-Balance (ISIN LU0309483435 / WKN DWS0NL), Multi Opportunities (ISIN LU0989117667 / WKN DWS12A), DWS Balance (ISIN LU0309483435 / WKN DWS0NL), DWS Strategic Balance, DWS Sachwerte, Basler-International DWS.

Eine Quote von 51 Prozent definiere die Deutsche AM für die Fonds Multi Opportunities III (ISIN LU0198959040 / WKN A0B7UM), DWS Vermögensmandat-Dynamik (ISIN LU0309483781 / WKN DWS0NM), DWS Vorsorge AS (Flex) (ISIN DE0009769893 / WKN 976989), Multi Style - Mars und das DWS Top Portfolio Offensiv (ISIN DE0009848010 / WKN 984801).

"Trotz der Einführung von Mindestaktienquoten werden diese Fonds weiterhin nach den bewährten Strategien verwaltet", heiße es im Schreiben der Deutschen AM. Das Risikoprofil, der Investmentansatz und der Investmentprozess der Fonds sollten davon unberührt blieben.

Wie aus einer zweiten Mitteilung der Deutschen AM hervorgehe, sei geplant, auch zahlreiche weitere deutsche und luxemburgische Investmentfonds steuerlich als Aktien-oder Mischfonds zu kategorisieren. (26.09.2017/fc/n/s)






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