...mit gleichsam zittrigen Händen in der internationalen Presse herumzustöbern, um etwas für die Kanzlerin Nachteiliges herauszufingern, der schadet sich nur, zumal wenn er am entscheidenden Punkt auf die Springerpresse zurückfällt. Einmal sind es die rechtspopulistischen Schweizer Bazis von Bazon, ein andermal sind es die halblinken Republiccaner aus Italy, auf die rechthaberisch verwiesen wird, und irgendwann läuft man Gefahr, am Ende als Wirrkopf dazustehen.---
An dieser Stelle möchte ich zur Abwechslung einen liberalen Dänen erwähnen, freilich nicht, um ihn für mich in Anspruch zu nehmen, sondern um ihn einer kritischen Betrachtung auszusetzen. Die Option "schwarz-grüne Minderheitsregierung" scheint in der Diskussion etwas zu kurz zu kommen, obwohl ihre Umsetzung so ganz unwahrscheinlich dann doch nicht ist.
Worauf der wackere Däne nicht ganz zu Unrecht verweist : Die Demokratie "lebt... von den politischen Auseinandersetzungen und das kann sehr gut funktionieren, wenn man das will". Er ist auch der Meinung, dass besonders die Frau Merkel durch ihren Pragmatismus sehr gut von Minderheitsregierungen profitieren könnte." Das ist doch gewiss keine nicht überlegenswerte Perspektive,auch wenn der Gute den guten Eindruck, den er auf die deutschen Radiohörer machen möchte, später mit der Behauptung, Christian Lindner sei ein "sehr, sehr guter und sehr pragmatischer Politiker" ein bisschen ins Wackeln bringt.Fast alle dänischen Regierungen der Nachkriegszeit hatten keine eigene Mehrheit. Die Minderheitsregierungen funktionierten dort gut, sagte der dänische Europapolitiker Jens Rohde im Dlf. In Deutschland habe er dagegen gespürt, dass viele Menschen unzufrieden seien, dass es zwischen den Wahlen kaum po ... |