der SIV`s in die bilanzen:
"Am Geldmarkt wurde zuletzt wieder die Liquidität knapp. Das Schlimmste dabei ist: Die Notenbanken scheinen dagegen machtlos zu sein. Die Situation des „Flaggschiffs der Hypothekenkrise“ Citigroup verdeutlicht das Ausmaß der Probleme: Lange sträubte sich die Bank dagegen, die in eigenständige Gesellschaften ausgelagerten Hedge Fonds, die so genannten SIVs, in ihre Bilanz aufzunehmen, um damit eine Zwangsauflösung von deren Positionen zu stoppen. Doch die Versuche des Vorstandes, die Verluste über einen Staatsfonds zu sozialisieren, schlugen fehl. Sieben Fonds mit einem Volumen von 49 Mrd. USD wurden daher jetzt doch übernommen. Die SIVs haben nach Angaben von Moody´s seit August ihre Positionen um 25 Prozent auf 298 Mrd. USD reduziert. Die Risiken für die Märkte, dass der Positionsabbau sich in diesem Tempo fortsetzt, sind nun gesunken. Manche feiern bereits, dass damit das SIV-Problem vor einer Lösung steht.
Banken in ernsten Schwierigkeiten
Tatsächlich liegen die Risiken nur woanders, und zwar in die Bilanzen der Unternehmen. Diese geraten in eine Schieflage und haben mit einer Unterdeckung an Kapital zu kämpfen. Im November hat die Citigroup Anteile im Wert von 7,5 Mrd. USD nach Abu Dhabi verkauft, um die Eigenkapitalquote wieder der eigenen Zielgröße anzupassen. Nach Schätzung der Citigroup-Kritikerin Meredith Whitney von CIBC World Markets benötigt die Bank aber weitere 30 Mrd. USD an Kapital und wird die Dividende kürzen müssen. Ob diese Zahlen zutreffen, wird sich noch herausstellen. Dass es massive Probleme gibt, zeigt die Liquiditätsknappheit am Geldmarkt. Die Geschäftsbanken sind derzeit äußerst zurückhaltend dabei, sich gegenseitig Geld zu leihen. Die Lage wird dadurch verschärft, dass es zum Jahresende hin ohnehin häufig zu Engpässen am Geldmarkt kommt." Quelle: http://www.devisen-trader.de |