27.01.2012 Lebensmittelsicherheit und -kontrolle in der Ukraine künftig gemäß EU-Vorgaben
Die Kontrolle und Sicherheit von Nahrungsmitteln in der Ukraine sollen künftig nach den Vorschriften der Europäischen Union praktiziert werden. Das hat der Vorsitzende des Staatlichen Veterinär- und Phytosanitärdienstes der Ukraine, Iwan Bisjuka, in Kiew mitgeteilt
Dieser Regelung liege ein Beschluss der Regierung zugrunde, wonach ein „Modell für die Lebensmittelkontrolle“ nach dem Beispiel der EU zu entwickeln und zu praktizieren sei, berichtete die Agentur Unian. Die Regierung habe in dem Zusammenhang darauf verwiesen, dass sich in der letzten Zeit die Fälle von „vergifteten“ sowie qualitativ minderwertigen oder verdorbenen Lebensmitteln im Handel gehäuft hätten. Nach dem Vorbild der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) soll laut Bisjuka der Staatliche Veterinär- und Phytosanitärdienst künftig landesweit umfassend die Qualität und Sicherheit von Nahrungsmitteln kontrollieren, so unter anderem deren organischen und mineralischen Inhaltsstoffe sowie mögliche Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Veterinärpräparaten. Auch solle die Behörde die Absatzwege und den Verkauf von Lebensmitteln auf den Verbrauchermärkten kontrollieren. Dazu sei der Aufbau eines eigenständigen Organs innerhalb des Veterinär- und Phytosanitärdienstes mit Fachleuten für Lebensmittelhygiene, für phytosanitäre Fragen sowie für Quarantäne und Pflanzenschutz vorgesehen, erklärte Bisjuka. Staatspräsident Viktor Jakunowitsch hatte bereits im November bekanntgegeben, dass die Regierung den Gesetzesvorschlag zur „Sicherheit von Lebensmitteln“ dahingehend ändern werde, dass die nationalen Anforderungen den betreffenden EU-Vorschriften sowie den Verpflichtungen entsprechen würden, die Kiew im Zusammenhang mit dem Beitritt der Ukraine zur Welthandelsorganisation (WTO) übernommen habe.
AgE
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