Richtig Stoppkurse setzen.

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neuester Beitrag:  11.02.10 16:08
eröffnet am: 02.08.06 11:50 von: Peddy78 Anzahl Beiträge: 76
neuester Beitrag: 11.02.10 16:08 von: Peddy1978 Leser gesamt: 48846
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02.08.06 11:50 #1 Richtig Stoppkurse setzen.
Leider kann ich euch da keine Tipps geben, denn:

Richtige Stoppkurse setzen ist gar nicht soo einfach und will gelernt sein.

WANN und WIE setzt ihr STOPPKURSE?
Orientiert ihr euch am Chart,
oder nur meinetwegen 10 % unter Einstandskurs?
Würde mich echt freuen wenn ihr dazu Tipps abgeben könntet.

Vielleicht kann dieser Thread ja ein "Erste Hilfe Thread" für alle werden,
die damit ebenfalls Probleme haben und immer wenn sie Stoppkurse setzen ausgestoppt werden,
und wenn Sie keine setzen rauschen die Werte in die Tiefe.

PS: Habe auch das Gefühl das bei Marktengen Aktien des öfteren Stoppkurse bewußt ausgelöst werden, um günstig in die Werte rein zu kommen.
Ist da was dran?
Kann man Stoppkurse genauso wie die Ask und bid Kurse im Orderbuch sehen?
Und wenn ja wie schützt ihr euch davor?

Hoffe ihr könnt mir und allen anderen helfen?

Schonmal Danke und mfg
Peddy78
 
02.08.06 11:58 #2 @Peddy
hier kannst du ganz schnell auf die " schnautze fallen,die emis warten förmlich auf sowas,ich setze sie in 90% aller fälle im kopf.ziel erreicht,über gewinnmitnahme nachdenken und handeln,was ich leider auch nicht immer tue,da kommt die "gier" durch,sollte aber nicht so sein,von gewinnmitnahmen ist noch keiner arm geworden.
gruss lackilu  
02.08.06 12:13 #3 Aus: Beherrsche den Markt von Michael Parness:
Zitat:"Die einzige ziemlich klare Regel für das setzen von Stopp-Verkaufsorders - der "wissenschaftliche" Teil davon - besagt, dass Sie weder genau auf einem Unterstützungsniveau noch knapp darüber setzen sollten. Setzen Sie Ihre Stopps vielmehr unter das Unterstützungsniveau, es sei denn, die Unterstützung liegt so tief, dass Sie einen großen Prozentsatz Ihres Kapitals verlieren würden, wenn die Aktie erst dort ausgestoppt würde."


Ich könnte noch übertriebene Vorsicht als Beispiel anführen.

Ein Beispiel:

Habe gegen 10:00 Uhr eine Position gekauft, bis 14:00 Uhr gewartet, nachdem der Kurs deutlich über den Kaufkurs gestiegen war. Ich habe meinen Stopp so platziert, dass ich mit plus-minus Null rausgehen würde. Naja und das war dann auch der Fall. Am Nachmittag sank der Wert kurz, wohlgemerkt KURZ unter den Stopp und ich war raus!!! Ärgerlich sag ich Dir!

Mein Fazit:

Nicht zu vorsichtig an die Sache rangehen!










Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln:
Erstens durch Nachdenken, das ist das Edelste,
zweitens durch Nachahmen, das ist das Leichteste,
und drittens durch Erfahrung, das ist das Bitterste.
(Konfuzius)  
02.08.06 12:28 #4 Schonmal vielen Dank an euch, sicher gibt es do.
noch mehr Leute die ihre Erfahrungen mit SL Limits gemacht haben,
und sicher noch eine Beeicherung für diesen Thread wären.  
02.08.06 12:28 #5 SL is wirklich ne sache für sich...
mal is man froh das man einen gesetzt hat, mal könnte man sich in die eier beißen, weils glei nach dem ausstoppen wieder 5% hoch geht...

ich tolerier meistens so 25-30% schwankungsbreite. mach aber auch gern mal käufe (wenn cash da sein sollte...) wo ich nur 5% drunter den SL setz, weil charttechnisch gesehen nur up gehen sollte. kommt halt wirklich drauf an. hab auch 4 werte ohne SL und kann trotzdem gut schlafen.

PROST!  
02.08.06 12:47 #6 Stoppkurs: never ever
ich setze niemals einen Stoppkurs, da ich niemals Werte aufgrund von technischer Analyse kaufe, sondern nur nach Fundamentaldaten.

Gefahr des Stoppkurses: Short-Attack, Hedgefonds setzen den Kurs einer Aktie mit (Leer-)verkäufen so unter Druck, dass Stoplossmarken ausgelöst werden. Durch den Verkauf der mit Stoploss versehenen Positionen fällt der Kurs weiter, bis weitere Stoplossmarken ausgelöst werden. Die Papiere werden dann billig wieder eingesammelt.

die Gefahr ist bei Werten mit geringer Marktkapitalisierung um so größer.  
02.08.06 12:53 #7 maggusm
kann aber auch sein das du nach dem ausstoppen und ner weiteren abwärtswelle somit wieder günstiger zurückkaufen kannst... bin aber auch generell vorsichtig mit stopps setzen.  
02.08.06 12:59 #8 hier ein Beispiel
tatsächlich geordert,da ich heute Nachmittag nicht da bin um den Kurs zu beobachten

TB0GYG kk.2,15  SL 2,48  zZ,Kurs 2,70
hoffentlich geht es gut,dies gehört zu den 10% mach ich sonst nicht,ich gehe aber davon aus,das die Amis positiv eröffnen,so das ich " den SL später nachziehen kann."
würde jemand anders handeln?
gruss lacki  

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02.08.06 13:17 #9 gutes Thema !
also SLs setze ich auch, aber meist nur bei Posis
die bereits im Gewinn sind, da ich Gewinne eigentlich nicht wieder hergeben möchte...
Wichtig ist, das wenn du einen Stop setzt, dann auch konsequent diesen befolgst und
mit diesem Trade abschließt !
Egal was danach mit dem Schein passiert...
Der genaue Punkt für SLs ist natürlich so eine Sache...
Zu dicht gesetzt und der Kursmakler hat gerade nicht viel zu tun... dann ist die
Ausführung wohl vorprogrammiert.
Auf jeden Fall wichtig ist noch, wenn du nicht äusserst diszipliniert bist, dann
nicht mentale Stops wählen !
Wenn der Kurs erreicht wird gibt man dann nur immer noch ein wenig Spielraum !

 


...be happy and smile


Palme...

 
02.08.06 13:32 #10 Gibt wohl keine allgemeingültige Regel dazu

Aber insbesondere zu #8 meine Einschätzung, ich weiss dass einige andere Trader das auch so machen:

Liegt die Position schon gut vorne und man will auch weitere Gewinne zocken, sollte eine Hälfte bei 2,70 verkauft werden und die ander mit SL auf Einstand abgesichert werden. Gerade in volatilen Zeiten sind 20 Punkte nichts. Setzt natürlich eine gewisse Anzahl Scheine voraus, um die Position teilen zu können.


Beste Grüße vom Shortkiller
... cheers

 
02.08.06 14:05 #11 killer
hast recht habe es so geändert.
gruss lacki  

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02.08.06 14:18 #12 Aktuelles Beispiel: Singulus
Ein starker Support lag bisher bei knapp unter 10 Euro. Ich bin vor einer Woche für 10,0x Euro eingestiegen und hatte zunächst aus Unachtsamkeit keinen Stopkurs gesetzt. In dem Fall war es sogar gut, da der Kurs vor 3 Tagen intraday auf 9,65 fiel, jedoch fast auf Höchstkurs schloss. Gestern habe ich einen SL auf dieses Tief von vor 3 Tagen gesetzt. Und schon heute wurde meine Order abgeräumt. Aktueller Kurs: 9,40 Euro.

Mit diesem kleinen Beispiel möchte ich die oben aufgezeigte These, dass es keine allgemeingültige Regel gibt, unterstützen. Denn ob das SL-Limit richtig war, weiß ich erst in einigen Wochen. Und dann ärgere ich mich vielleicht (oder auch nicht). Allerdings halte das Setzen eines SL an sich zum Schutze des eigenen Kapitals für unumgänglich. Denn es wäre nicht das erste Mal, dass auch eine fundamental gut dastehende Firma an einem Tag 20% oder mehr abgibt.

MfG schibi  
02.08.06 14:58 #13 lacki deine Scheine wären jetzt zu 1,48 weg
alle. Mit 50/50 kommst du im schlimmsten Fall auf das gleiche Ergebnis, nur dass letztendlich der Spaß an der oben verkauften Position denn Ärger über den ausgestoppten Einstand übertrifft.
Beste Grüße vom Shortkiller
... cheers  
02.08.06 15:12 #14 @shortkiller
siehste,danke habe ich ja schwein gehabt.dachte eigentlich nicht,das es soweit im dax zurückgeht,es ist einiges aufzuholen,allein von gestern.ich hoffe es geht noch ein ganzes stückchen nach oben,ohne die 5600 nochmals zu testen...
lacki  

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02.08.06 15:20 #15 wenn er wieder hochläuft ...
... nicht leichtsinnig werden, die Position wird erst geschlossen bevor eine neue aufgemacht wird. Entweder du machst 50/50 im SL oder 50/50 mit Nachkauf im Plus.
Beste Grüße vom Shortkiller
... cheers  
02.08.06 15:21 #16 Über SL habe ich hier schon öfter
gepostet.
Was unbeachtet bleibt: Idee gegen Praxis!
Alle reden stets von Absicherung der Gewinne. Dies ist jedoch kein Problem. Doch was soll ein SL beim Absichern von Verlusten??

Vorsicht bei Analysten-Empf. = kaufen bei 8,- , SL setzen bei 7,-!!?
Empf = Blödsinn!!
Denn, wenn ich günstig gekauft habe, warum darunter verkaufen?
Warum nicht warten auf Kurssenkung, wenn damit gerechnet wird.

Wichtig! Alle SL'S sind bekannt! - sonst könnten sie nicht bedient werden. Deshalb finden Insider schnell die SL's heraus.
Fast täglich werden irgendwo SL's abgefischt. Meist bevor pos. Zahlen bekannt werden.

Mein Rat: Wer nicht verkaufen will, sollte auf SL's verzichten. Wer verkaufen will, soll dies sofort (Limit) tun.

Fazit: SL setzen bei Gewinn, macht Sinn.
Doch meistens werden sie gesetzt im Verlustbereich - und darauf freuen sich die Insider - und grinsen Euch hämisch an.
MfG Kritiker.  
02.08.06 15:25 #17 stoploss ja/nein ?
Aus eigener Erfahrung heraus: Scheinbar schauen sich die Emmis die SL's vorher an. Warum sonst wird, wie vorher bereits geschildert, der SL um 1 cent unterschritten und dann geht es wieder hoch?
Habe die gesetzten SL des öfteren mal gecheckt bei den entsprechenden Börsen. Es trifft die bereits beschriebenen Ausführungen.
Ich persönlich setze keine SL mehr, entweder nehme ich die Gewinne kompl. mit oder ich verkaufe die Anzahl Scheine, die meinem Einsatz entsprechen. Cash extraction. Gewinne laufen ohne SL weiter. Ergibt übers Jahr zwar eine ordentliche Anzahl offener Positionen, kann aber dann nach Ablauf der Spekulationsfrist steuerfrei mitgenommen werden.

 

 

Gruß Lea

 
03.08.06 14:23 #18 Frage
Ist es bei anderen Banken auch so, dass SL-Aufträge nur bis zum Monatsletzten Gültigkeit haben. Bei der DIBA ist das nämlich so...

MfG schibi  
03.08.06 14:27 #19 Ultimo,
also zum Monatsletzten ist nur eine Option bei meinem Broker (Onlinebroker der Sparkasse Sboker). Soweit ich weiß, kann ich aber auch jedes X-Beliebige Datum einsetzen!









 
03.08.06 14:54 #20 is korrekt seb,
geht jedes Datum. Soll aber wirklich Hinterwäldler-Banken geben, wo max. bis Ultimo geht!  :)  
03.08.06 15:02 #21 "...DIBA DiBA DU..." o. T.
03.08.06 15:23 #22 Kein SL bei Derivaten, sonst schon
Also ich setze keine SL bei Derivaten und bin damit leider auch schon auf die Nase gefallen. Andererseits bemühe ich mich stets bei diesen Scheinen online zu bleiben und die Entwicklung zu verfolgen.

Bei meinem normalen Portfolio lege ich stets am Kauftag SL fest, da ich hier die Entwicklung nach reiflicher Überlegung langfristig plane. So einmal im Monat wird dann der SL aktualisiert, sofern nötig. SL lege ich hier also nur fest, weil ich die Werte nicht ständig kontrollieren will.

Ich würde meine Vorgehensweise niemanden weiter empfehlen, da man schnell viel Geld verlieren kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass je höher die Verluste einiges Tages sind, umso schwieriger ist der im Kopf geplante (aber eben nicht gesetzte) SL einzuhalten. Ich hoffe, dann halt mit weniger Verlust raus zu kommen...Klappt dann vielleicht doch nicht und der Verlust ist noch höher.

FAZIT: Finde Deinen zu Dir passenden Weg und höre nicht auf Empfehlungen Deiner Börsen-Kumpels  
04.08.06 16:54 #23  gutes Thema ! gute Antwort von Kritiker! o. .
 
04.08.06 17:08 #24 SL nur bei Derivaten im Plus
zur Absicherung bereits bestehender Gewinne wegen der hohen Volatilität dieser Instrumente.

Bei Aktien und Fonds: kein SL, denn das sind für mich Langfristanlagen mit fundamentalem Aspekt. Ein temporäres Minus wäre dann auszusitzen bzw. die ganze Position zu verkaufen, wenn sich Fundamentaldaten derart ändern daß das Investment in diesen Wert keinen Sinn mehr macht. Da wäre ein SL in meinen Augen eher kontraproduktiv.

Gruss - az

 
04.08.06 17:42 #25 stoppkurs setzen
ich habe da eine vielleicht untypische art, ich warte erst einmal einen monat nach kauf ab und schaue mir dabei die täglichen umsätze an und dann liegt mein stopp so im rahmen von 10-15%, abhängig wie hoch die umsätze waren um eventuelle kurszurechtdrücker aus dem wege zu gehen, klappt aber leider nicht immer  
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