Saisonale Unterstützung für Gold- und Silberpreis
02.09.2009
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die kommenden Wochen versprechen vor allem an den Edelmetallmärkten höchste Spannung, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Sowohl Gold als auch Silber würden sich laut Charttechnik in so genannten Dreiecksformationen befinden, bei denen in Kürze ein Ausbruch bevorstehe. Solche Konstellationen würden im Anschluss nicht selten von relativ starken Bewegungen in die Ausbruchrichtung begleitet. Wie aber sehe in dieser Situation das fundamentale Umfeld aus?
Bei Gold würden weiterhin die niedrigen Realzinsen sowie der vergleichsweise schwache US-Dollar für einen neuen Angriff auf das Allzeithoch bei rund 1.000 US-Dollar sprechen. Hinzu komme der Faktor der Saisonalität. Insbesondere im September sei es in den vergangenen Jahren (mit den die Regel bestätigenden Ausnahmen) immer wieder zu starken Preisaufschlägen bei dem Edelmetall gekommen. Als Begründung dafür gelte die erhöhte Nachfrage der Schmuckhersteller im Vorfeld der indischen Hochzeits- und Feiertagssaison.
Skeptiker würden allerdings anmahnen, dass die Kauflaune der Inder aufgrund der wirtschaftlichen Eintrübung bei dem aktuellen Preisniveau deutlich geringer sein dürfte. Hier würden womöglich Enttäuschungen drohen, was aber nicht zwingend zu einem Einbruch des Goldpreises führen müsse. Der habe sich zuletzt nämlich auch bei eigentlich schlechten Nachrichten sehr gut gehalten.
So habe das World Gold Council gemeldet, dass die weltweite Goldnachfrage im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent auf den niedrigsten Stand seit sechs Jahren gefallen sei. Nicht einmal das deutlich gestiegene Interesse der Investoren habe den über 20-prozentigen Rückgang der Schmucknachfrage kompensieren können. Gleichzeitig seien die weltweiten Bestände an verfügbarem Gold gestiegen, so dass das Angebot mittlerweile sogar die Nachfrage übertreffe.
Silber orientiere sich trotz der stärkeren Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung weiterhin vornehmlich am Goldpreis. Wobei die Kursausschläge (in beide Richtungen) zumeist deutlich stärker ausfallen würden als bei dem "großen Bruder". Interessant sei vor diesem Hintergrund das Gold/Silber-Ratio, das nach einem Rückgang auf rund 60 zuletzt spürbar gestiegen sei.
Mit Blick auf die noch nicht erreichten Extremwerte der vergangenen Jahre könne diese Outperformance aber durchaus noch etwas anhalten, so dass bei einem Ausbruch der Edelmetalle nach oben Silber-Investments für risikofreudige Anleger durchaus eine Alternative zu Gold sein könnten. Zumal die gerne als Indiz für eine vermeintliche Überhitzung betrachteten Netto-Long-Positionen der Spekulanten bei Silber auf vergleichsweise niedrigem Niveau liegen würden.
Störfaktoren würden allerdings auch hier von den Fundamentaldaten kommen. Wegen der relativ starken Minenförderung und dem schwachen industriellen Verbrauch werde in diesem Jahr mit einem Angebotsüberschuss gerechnet. In diesem Zusammenhang könnte auch die drohende Anhebung der Importbesteuerung auf Silber in Indien ein Risiko darstellen.
Dem Ölpreis falle es derweil trotz anhaltend hoher Nachfrage aus China schwer, die jüngsten Höchststände zu überspringen. Hier belaste unter anderem die Angst vor einer stärkeren Regulierung der amerikanischen Energiemärkte. (Marktbeobachtung September 2009) (02.09.2009/ac/a/m)
Sowohl Gold als auch Silber würden sich laut Charttechnik in so genannten Dreiecksformationen befinden, bei denen in Kürze ein Ausbruch bevorstehe. Solche Konstellationen würden im Anschluss nicht selten von relativ starken Bewegungen in die Ausbruchrichtung begleitet. Wie aber sehe in dieser Situation das fundamentale Umfeld aus?
Bei Gold würden weiterhin die niedrigen Realzinsen sowie der vergleichsweise schwache US-Dollar für einen neuen Angriff auf das Allzeithoch bei rund 1.000 US-Dollar sprechen. Hinzu komme der Faktor der Saisonalität. Insbesondere im September sei es in den vergangenen Jahren (mit den die Regel bestätigenden Ausnahmen) immer wieder zu starken Preisaufschlägen bei dem Edelmetall gekommen. Als Begründung dafür gelte die erhöhte Nachfrage der Schmuckhersteller im Vorfeld der indischen Hochzeits- und Feiertagssaison.
Skeptiker würden allerdings anmahnen, dass die Kauflaune der Inder aufgrund der wirtschaftlichen Eintrübung bei dem aktuellen Preisniveau deutlich geringer sein dürfte. Hier würden womöglich Enttäuschungen drohen, was aber nicht zwingend zu einem Einbruch des Goldpreises führen müsse. Der habe sich zuletzt nämlich auch bei eigentlich schlechten Nachrichten sehr gut gehalten.
Silber orientiere sich trotz der stärkeren Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung weiterhin vornehmlich am Goldpreis. Wobei die Kursausschläge (in beide Richtungen) zumeist deutlich stärker ausfallen würden als bei dem "großen Bruder". Interessant sei vor diesem Hintergrund das Gold/Silber-Ratio, das nach einem Rückgang auf rund 60 zuletzt spürbar gestiegen sei.
Mit Blick auf die noch nicht erreichten Extremwerte der vergangenen Jahre könne diese Outperformance aber durchaus noch etwas anhalten, so dass bei einem Ausbruch der Edelmetalle nach oben Silber-Investments für risikofreudige Anleger durchaus eine Alternative zu Gold sein könnten. Zumal die gerne als Indiz für eine vermeintliche Überhitzung betrachteten Netto-Long-Positionen der Spekulanten bei Silber auf vergleichsweise niedrigem Niveau liegen würden.
Störfaktoren würden allerdings auch hier von den Fundamentaldaten kommen. Wegen der relativ starken Minenförderung und dem schwachen industriellen Verbrauch werde in diesem Jahr mit einem Angebotsüberschuss gerechnet. In diesem Zusammenhang könnte auch die drohende Anhebung der Importbesteuerung auf Silber in Indien ein Risiko darstellen.
Dem Ölpreis falle es derweil trotz anhaltend hoher Nachfrage aus China schwer, die jüngsten Höchststände zu überspringen. Hier belaste unter anderem die Angst vor einer stärkeren Regulierung der amerikanischen Energiemärkte. (Marktbeobachtung September 2009) (02.09.2009/ac/a/m)


