UniOpti4-Fonds: 09/2013-Bericht, Papiere aus Irland und Russland gekauft


22.10.13 09:44
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - An den europäischen Rentenmärkten fiel die Kursentwicklung im September zweigeteilt aus, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniOpti4.

Bis zur Monatsmitte seien die Notierungen noch von der US-Notenbankpolitik belastet gewesen. Die Kommentare der FED-Mitglieder hätten dahingehend interpretiert werden können, dass die US-Währungshüter auf ihrer Sitzung im September die monatlichen Anleiheankäufe zurückfahren würden. Zur großen Überraschung aller Marktteilnehmer habe die FED entschieden, die Anleihekäufe aber vorerst nicht zu verringern. Das Tempo des konjunkturellen Aufschwungs sei dazu nicht nachhaltig genug, habe es später geheißen. Im Anschluss daran sei es zu einer spürbaren Gegenbewegung gekommen. Hiervon hätten sowohl Bundesanleihen als auch Papiere aus der Peripherie profitieren können. Die Experten hätten sich im September entschieden, Anleihen aus Spanien zu kaufen, da es dort eine Reihe an positiven Nachrichten gegeben habe.

Die Wirtschaft scheine wieder Fuß zu fassen und das Risiko einer weiteren Ratingherabstufung habe sich daher verringert. Darüber hinaus hätten die Experten noch Papiere aus Irland und aus Russland gekauft. Bei italienischen Schuldverschreibungen seien sie hingegen zurückhaltend gewesen. Ursache hierfür sei die Debatte um einen Ausschluss von Silvio Berlusconi aus der Parlamentskammer gewesen. Der ehemalige Ministerpräsident sei rechtskräftig verurteilt und dürfe daher kein politisches Amt ausüben. Ende September habe die Mehrheit der Abgeordneten seiner Partei mit Rücktrittsgedanken gespielt und somit eine neuerliche Regierungskrise ausgelöst. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign Index hätten europäische Staatsanleihen im September einen Zuwachs von 0,7 Prozent erzielt. Seit Jahresbeginn stehe damit ein Plus von 1,1 Prozent zu Buche.

Die Europäische Zentralbank habe noch einmal betont, dass sie grundsätzlich bereit sei, neue Geldspritzen zur Verfügung zu stellen. Viele Marktteilnehmer würden einen erneuten Langfristtender für möglich halten. Die Liquiditätslage sollte also komfortabel bleiben. Neuemissionen im Bereich der Unternehmensanleihen seien daher gefragt geblieben. Die Experten von Union Investment erwarben unter anderem neue Papiere von Volkswagen und der Export-Import Bank of Korea. Auf der Währungsseite würden sie das Britische Pfund und die Türkische Lira favorisieren. (Stand vom 30.09.2013) (22.10.2013/fc/a/f)




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