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Mischfonds: Multitalente für Marathonstrecke - Fondsanalyse
11.08.15 16:10
Euro Advisor Services GmbH
München (www.fondscheck.de) - Globale Mischfonds sind und bleiben beliebt. FundResearch nimmt den Markt genauer unter die Lupe und untersucht, wie sich die Fonds in den letzten 20 Jahren geschlagen haben, welche Produkte im laufenden Jahr die Nase vorn haben und wie sie im Vergleich zu Aktienfonds dastehen, so die Experten der Euro Advisor Services GmbH.
Die Nase vorn habe in der Kategorie Mischfonds "Aktien/ Anleihen global" des FINANZEN FundAnalyzers (FVBS) per Ende Juli der Crocodile Capital 1 Global Focus (ISIN LU0327738422 / WKN A0M57V): Er habe ein Plus von 38,2 Prozent erzielt. 40,8 Prozent des Portfolios seien in Aktien angelegt, 38,3 Prozent in Renten und fünf Prozent in Optionsscheinen. Insgesamt seien 55,3 Millionen Euro in den Fonds investiert.
Anleger sollten sich aber nicht von der kurzfristigen Performance eines Fonds blenden lassen, sondern "ihre Anlagehorizonte erweitern", sage Stephan Schrödl, Senior Analyst bei FondsConsult, bei der diesjährigen Investmentkonferenz am Tegernsee. Angenommen also, Anleger hätten vor 20 Jahren in einen Mischfonds der Kategorie "Aktien/Anleihen global" des FINANZEN FundAnalyzers (FVBS) investiert, wie stünden sie heute da? Hier drei Beispiele:
Der UBS (CH) S.F. Balanced erziele im laufenden Jahr bisher einen Zuwachs von 16 Prozent. Damit liege er zwar nicht unter den Top-20, über 20 Jahre kumuliert habe er jedoch 233,8 Prozent hinzugewinnen können. Pro Jahr also 6,2 Prozent. Die längste Verlustphase des Fonds über zehn Jahre hinweg betrage 33 Monate, bei einer Volatilität von 8,4 Prozent und einem maximalen Drawdown in 10 Jahren von 22,9 Prozent. Zu 50,2 Prozent investiere der UBS-Fonds in Renten und zu 49,8 Prozent in Aktien. Der größte Anteil des Fondsvolumens (683,7 Millionen Euro) liege in der Schweiz (37,1 Prozent) und in den USA (28,7 Prozent).
Einen Zuwachs von 245 Prozent in 20 Jahren habe der Schroder Strategy (BVV/LPP) (ISIN CH0002788518 / WKN 971835) erzielt. Pro Jahr sei es damit 6,4 Prozent rauf gegangen. Die längste Verlustphase in 10 Jahren habe 27 Monate betragen (Volatilität: 7,5 Prozent). Im laufenden Jahr erziele der Fonds bisher ein Plus von 13,9 Prozent. Insgesamt lägen 56,8 Millionen Euro im Fonds: 57,8 Prozent davon seien in Obligationen investiert, 32,8 Prozent in Aktien und 9,4 Prozent in Investmentfonds. Auch dieser Fonds lege zu einem großen Teil (42,5 Prozent) in der Schweiz an, 9,5 Prozent seien in Deutschland investiert.
Besonders deutlich werde der Unterschied zwischen lang- und kurzfristigem Horizont anhand des Carmignac Patrimoine A. 27,6 Milliarden Euro umfasse der Fonds, im laufenden Jahr sei es aber bisher nur 7,6 Prozent nach oben gegangen. Auch über vier Jahre könnten die Fondsmanager Edouard Carmignac und Rose Ouahba noch nicht wirklich überzeugen, der Fonds erhalte die FondsNote 3 - sie messe das Rendite/Risiko-Verhältnis.
Über 20 Jahre hinweg jedoch erziele der Fonds eine Wertentwicklung von 472,7 Prozent. Pro Jahr mache das 9,1 Prozent - mehr als die jährliche Performance über 20 Jahre der anderen Fonds im Vergleich. Die längste Verlustphase in zehn Jahren betrage 19 Monate und auch die zehn-Jahres-Volatilität sei mit sieben Prozent vergleichsweise die niedrigste.
Am schlechtesten habe der Riße Inflation Opportunities im laufenden Jahr abgeschnitten. 6,8 Millionen Euro lägen im Fonds, 2015 habe er per Ende Juli ein Minus von 29,7 Prozent hinnehmen müssen. Zu 77,4 Prozent investiere der Fonds in Renten, 12,9 Prozent lägen in Festgeld und 7,9 Prozent in Zertifikaten.
Im Schnitt erziele die gesamte Kategorie "Aktien/Anleihen global" im laufenden Jahr ein Plus von 6,9 Prozent. Damit liege sie über ihrem jährlichen Zuwachs über 20 Jahre von fünf Prozent. Zum Vergleich: Die Kategorie "Aktienfonds International" des FundAnalyzers gewinne im laufenden Jahr 13,3 Prozent hinzu, über 20 Jahre hinweg 7,4 Prozent p.a. Deutlich höher sei hier allerdings die Volatilität: Sie betrage 12,5 (Mischfonds: 6,1) Prozent in zehn Jahren. Auch der maximale durchschnittliche Drawdown der Kategorien unterscheide sich deutlich: Mischfonds würden in zehn Jahren maximal 22,7 Prozent verlieren, Aktien 47,6 Prozent.
Hätten Anleger über zehn Jahre hinweg jeden Monat 100 Euro in einen globalen Aktienfonds investiert, so hätten sie eine Rendite von 7,4 Prozent im Schnitt erhalten, habe der BVI im Juli errechnet. Ein europäischer Aktienfonds hätte ihnen 6,2 Prozent Rendite eingebracht. Anlagen in einen Euro-Mischfonds dagegen hätten nur 3,6 Prozent Rendite erwirtschaften können. Über 20 Jahre hinweg ändere sich das Bild jedoch zu Gunsten der Mischfonds: Sie würden 4,3 Prozent erzielen. Aktienfonds global würden im selben Zeitraum auf 5,5 Prozent und Aktienfonds Europa auf 4,2 Prozent kommen. (Ausgabe August 2015) (11.08.2015/fc/a/f)
Die Nase vorn habe in der Kategorie Mischfonds "Aktien/ Anleihen global" des FINANZEN FundAnalyzers (FVBS) per Ende Juli der Crocodile Capital 1 Global Focus (ISIN LU0327738422 / WKN A0M57V): Er habe ein Plus von 38,2 Prozent erzielt. 40,8 Prozent des Portfolios seien in Aktien angelegt, 38,3 Prozent in Renten und fünf Prozent in Optionsscheinen. Insgesamt seien 55,3 Millionen Euro in den Fonds investiert.
Anleger sollten sich aber nicht von der kurzfristigen Performance eines Fonds blenden lassen, sondern "ihre Anlagehorizonte erweitern", sage Stephan Schrödl, Senior Analyst bei FondsConsult, bei der diesjährigen Investmentkonferenz am Tegernsee. Angenommen also, Anleger hätten vor 20 Jahren in einen Mischfonds der Kategorie "Aktien/Anleihen global" des FINANZEN FundAnalyzers (FVBS) investiert, wie stünden sie heute da? Hier drei Beispiele:
Der UBS (CH) S.F. Balanced erziele im laufenden Jahr bisher einen Zuwachs von 16 Prozent. Damit liege er zwar nicht unter den Top-20, über 20 Jahre kumuliert habe er jedoch 233,8 Prozent hinzugewinnen können. Pro Jahr also 6,2 Prozent. Die längste Verlustphase des Fonds über zehn Jahre hinweg betrage 33 Monate, bei einer Volatilität von 8,4 Prozent und einem maximalen Drawdown in 10 Jahren von 22,9 Prozent. Zu 50,2 Prozent investiere der UBS-Fonds in Renten und zu 49,8 Prozent in Aktien. Der größte Anteil des Fondsvolumens (683,7 Millionen Euro) liege in der Schweiz (37,1 Prozent) und in den USA (28,7 Prozent).
Besonders deutlich werde der Unterschied zwischen lang- und kurzfristigem Horizont anhand des Carmignac Patrimoine A. 27,6 Milliarden Euro umfasse der Fonds, im laufenden Jahr sei es aber bisher nur 7,6 Prozent nach oben gegangen. Auch über vier Jahre könnten die Fondsmanager Edouard Carmignac und Rose Ouahba noch nicht wirklich überzeugen, der Fonds erhalte die FondsNote 3 - sie messe das Rendite/Risiko-Verhältnis.
Über 20 Jahre hinweg jedoch erziele der Fonds eine Wertentwicklung von 472,7 Prozent. Pro Jahr mache das 9,1 Prozent - mehr als die jährliche Performance über 20 Jahre der anderen Fonds im Vergleich. Die längste Verlustphase in zehn Jahren betrage 19 Monate und auch die zehn-Jahres-Volatilität sei mit sieben Prozent vergleichsweise die niedrigste.
Am schlechtesten habe der Riße Inflation Opportunities im laufenden Jahr abgeschnitten. 6,8 Millionen Euro lägen im Fonds, 2015 habe er per Ende Juli ein Minus von 29,7 Prozent hinnehmen müssen. Zu 77,4 Prozent investiere der Fonds in Renten, 12,9 Prozent lägen in Festgeld und 7,9 Prozent in Zertifikaten.
Im Schnitt erziele die gesamte Kategorie "Aktien/Anleihen global" im laufenden Jahr ein Plus von 6,9 Prozent. Damit liege sie über ihrem jährlichen Zuwachs über 20 Jahre von fünf Prozent. Zum Vergleich: Die Kategorie "Aktienfonds International" des FundAnalyzers gewinne im laufenden Jahr 13,3 Prozent hinzu, über 20 Jahre hinweg 7,4 Prozent p.a. Deutlich höher sei hier allerdings die Volatilität: Sie betrage 12,5 (Mischfonds: 6,1) Prozent in zehn Jahren. Auch der maximale durchschnittliche Drawdown der Kategorien unterscheide sich deutlich: Mischfonds würden in zehn Jahren maximal 22,7 Prozent verlieren, Aktien 47,6 Prozent.
Hätten Anleger über zehn Jahre hinweg jeden Monat 100 Euro in einen globalen Aktienfonds investiert, so hätten sie eine Rendite von 7,4 Prozent im Schnitt erhalten, habe der BVI im Juli errechnet. Ein europäischer Aktienfonds hätte ihnen 6,2 Prozent Rendite eingebracht. Anlagen in einen Euro-Mischfonds dagegen hätten nur 3,6 Prozent Rendite erwirtschaften können. Über 20 Jahre hinweg ändere sich das Bild jedoch zu Gunsten der Mischfonds: Sie würden 4,3 Prozent erzielen. Aktienfonds global würden im selben Zeitraum auf 5,5 Prozent und Aktienfonds Europa auf 4,2 Prozent kommen. (Ausgabe August 2015) (11.08.2015/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 1.010,62 € | 1.011,7 € | - € | 0,00% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0327738422 | A0M57V | 1.029 € | 607,46 € | |
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