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Gamax Junior Fonds: Weihnachtsaktien für den Jahresendspurt - Fondsanalyse
27.11.18 11:30
GAMAX Management AG
Luxemburg (www.fondscheck.de) - Die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts hat begonnen und verspricht auch Anlegern eine schöne Bescherung, so die Experten der GAMAX Management AG im Kommentar zum Gamax Junior Fonds (ISIN LU0073103748 / WKN 986703).
Im Bereich Konsumentenprodukte werde nicht selten mehr als die Hälfte des Jahresgewinns im vierten Quartal erwirtschaftet. Auch 2018 plane laut der Deloitte Weihnachtsumfrage jeder Deutsche im Schnitt 476 Euro für Geschenke auszugeben.
"Das Weihnachtsgeschäft ist auch für Anleger wichtig, da es ein Indikator für die Geschäftsentwicklung im Folgejahr sein kann", erkläre Brian O'Rourke, Fondsexperte bei der Gamax Management AG, die sich mit dem Gamax Junior Fonds auf junge Verbraucher und Konsumtrends spezialisiert habe. Wie wichtig die Absatzerwartung im Weihnachtsgeschäft sei, habe kürzlich Apple erfahren: Wegen einer mutmaßlich schwächelnden Nachfrage nach den drei neuesten iPhones habe Apple seine Produktion gekürzt. Zudem habe der Smartphone-Hersteller Anleger auf einen niedrigeren Umsatz in dem Ende Dezember ablaufenden ersten Geschäftsquartal eingestimmt. Die Aktie habe daraufhin rund fünf Prozent verloren.
Schmuck, Spielzeug, Unterhaltungselektronik: Einige Branchen würden besonders stark vom Weihnachtsgeschäft profitieren. Insbesondere das Luxussegment könne auf einen starken Jahresabschluss hoffen: Das Juweliergeschäft Tiffany etwa habe 2017 den Umsatz im vierten Quartal um 8,5 Prozent gesteigert. Auch 2018 würden Analysten im Schnitt mit Einnahmen in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar rechnen. Im Jahresverlauf hätten sich Anleger bereits über Kursgewinne von knapp 20 Prozent freuen können.
Zu den Profiteuren des Weihnachtstrubels würden traditionell auch Spielzeugproduzenten wie Hasbro gehören, dessen Spielzeugmarke Nerf besonders bei den Jüngeren angesagt sei. Nach einer schönen Bescherung habe es lange jedoch nicht ausgesehen: Die Insolvenz des wichtigen Vertriebspartners Toys'R'Us habe im Jahresverlauf auch die Hasbro-Aktie belastet. Nachdem der Kurs im April 2018 zeitweise auf 82 US-Dollar abgerutscht sei, sei er zum Jahresende auf knapp 100 US-Dollar geklettert.
Doch was wäre das wichtigste Familienfest des Jahres ohne Disney. Nicht nur der alljährliche Disney-Weihnachtsfilm gehöre für viele Menschen fast schon zur Vorweihnachtstradition. Vor allem Spielzeuge mit Marvel- und Star Wars-Lizenz könnten zu Weihnachten, das ins erste Quartal des neuen Geschäftsjahres falle, den Umsatz ankurbeln. 2018 sei der Gewinn um 40 Prozent auf 12,6 Milliarden US-Dollar gestiegen. Worüber sich Anleger außerdem freuen dürften: Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2019 solle ein eigener Streaming-Dienst für Disney-Produktionen starten.
Doch nicht nur der Gewinn-Boost in den Wintermonaten sei Grund zur Freude: Das Weihnachtsgeschäft könne ein Indikator dafür sein, wie sich ein Unternehmen im Folgejahr schlage. Bei Videospielen und Unterhaltungselektronik werde dies besonders deutlich: "Eine hohe Verbreitung einer Konsole ist quasi die Eintrittskarte für die Softwareverkäufe im Folgejahr und somit auch für Anleger sehr interessant", sage Brian O'Rourke. Von der Beliebtheit der aktuellen Konsolengeneration von Sony würden vor allem die Spieleentwickler profitieren. Take-Two Interactive habe Anfang November bereits die Gewinnerwartung für 2019 angehoben, nachdem der Playstation-Titel Red Dead Redemption 2 in nur drei Tagen 700 Millionen US-Dollar umgesetzt habe. Auch Ubisoft schicke mit Assassin's Creed Odyssey einen vielversprechenden Titel in den weihnachtlichen Jahresendspurt und Nintendo könne mit neuen Pokémon-Spielen und Hardwareverkäufen für die erst 2017 erschienene Nintendo Switch auf weitere Wachstumsimpulse hoffen.
Doch nicht nur das richtige Produkt, auch die richtige Vertriebsstrategie sorge für ein schönes Weihnachtsgeschäft. Im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Kunden verschicke etwa Amazon dieses Jahr einen Katalog an Millionen Haushalte. Auf der ersten Seite: Ein Wunschzettel für die lieben Kleinen, deren Wünsche die Eltern direkt über einen QR-Code bestellen könnten. Das sei eine geschickte Maßnahme, denn so könnten auch schon Kinder im Sortiment des Online-Händlers stöbern.
Gleichzeitig versuche der Online-Handel, die Weihnachtseinkäufe zeitlich nach vorne zu ziehen. Aktionen wie Amazons Cyber-Monday oder Black Friday-Angebote nach US-amerikanischem Vorbild würden nicht nur den Umsatz steigern, sondern würden helfen, Logistikengpässe zu den Feiertagen zu vermeiden. Das Konzept gehe auf: Laut Adbe Analytics hätten die Amerikaner allein in der ersten Tageshälfte des Black Fridays online 643 Millionen US-Dollar ausgegeben, 28 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Weihnachten spiele auch längerfristig für das Image einer Marke eine große Rolle. Oft entfalle ein Großteil des jährlichen Marketingbudgets auf die letzten Monate im Jahr. In den letzten Jahren habe sich etwa Edeka mit seinen Werbeclips hervortun können: #heimkommen sei auf Youtube inzwischen über 60 Millionen Mal aufgerufen worden und werde auch nach drei Jahren noch angesehen. "Eine erfolgreiche Weihnachtskampagne kann eine Marke weit tragen und kann so ein Indikator dafür sein, ob sie ihr Momentum im nächsten Jahr fortsetzt", sage Brian O'Rourke. Für Anleger, die in Markenunternehmen investieren würden, sei Weihnachten also eine äußerst spannende Zeit. (27.11.2018/fc/a/f)
Im Bereich Konsumentenprodukte werde nicht selten mehr als die Hälfte des Jahresgewinns im vierten Quartal erwirtschaftet. Auch 2018 plane laut der Deloitte Weihnachtsumfrage jeder Deutsche im Schnitt 476 Euro für Geschenke auszugeben.
"Das Weihnachtsgeschäft ist auch für Anleger wichtig, da es ein Indikator für die Geschäftsentwicklung im Folgejahr sein kann", erkläre Brian O'Rourke, Fondsexperte bei der Gamax Management AG, die sich mit dem Gamax Junior Fonds auf junge Verbraucher und Konsumtrends spezialisiert habe. Wie wichtig die Absatzerwartung im Weihnachtsgeschäft sei, habe kürzlich Apple erfahren: Wegen einer mutmaßlich schwächelnden Nachfrage nach den drei neuesten iPhones habe Apple seine Produktion gekürzt. Zudem habe der Smartphone-Hersteller Anleger auf einen niedrigeren Umsatz in dem Ende Dezember ablaufenden ersten Geschäftsquartal eingestimmt. Die Aktie habe daraufhin rund fünf Prozent verloren.
Schmuck, Spielzeug, Unterhaltungselektronik: Einige Branchen würden besonders stark vom Weihnachtsgeschäft profitieren. Insbesondere das Luxussegment könne auf einen starken Jahresabschluss hoffen: Das Juweliergeschäft Tiffany etwa habe 2017 den Umsatz im vierten Quartal um 8,5 Prozent gesteigert. Auch 2018 würden Analysten im Schnitt mit Einnahmen in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar rechnen. Im Jahresverlauf hätten sich Anleger bereits über Kursgewinne von knapp 20 Prozent freuen können.
Doch was wäre das wichtigste Familienfest des Jahres ohne Disney. Nicht nur der alljährliche Disney-Weihnachtsfilm gehöre für viele Menschen fast schon zur Vorweihnachtstradition. Vor allem Spielzeuge mit Marvel- und Star Wars-Lizenz könnten zu Weihnachten, das ins erste Quartal des neuen Geschäftsjahres falle, den Umsatz ankurbeln. 2018 sei der Gewinn um 40 Prozent auf 12,6 Milliarden US-Dollar gestiegen. Worüber sich Anleger außerdem freuen dürften: Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2019 solle ein eigener Streaming-Dienst für Disney-Produktionen starten.
Doch nicht nur der Gewinn-Boost in den Wintermonaten sei Grund zur Freude: Das Weihnachtsgeschäft könne ein Indikator dafür sein, wie sich ein Unternehmen im Folgejahr schlage. Bei Videospielen und Unterhaltungselektronik werde dies besonders deutlich: "Eine hohe Verbreitung einer Konsole ist quasi die Eintrittskarte für die Softwareverkäufe im Folgejahr und somit auch für Anleger sehr interessant", sage Brian O'Rourke. Von der Beliebtheit der aktuellen Konsolengeneration von Sony würden vor allem die Spieleentwickler profitieren. Take-Two Interactive habe Anfang November bereits die Gewinnerwartung für 2019 angehoben, nachdem der Playstation-Titel Red Dead Redemption 2 in nur drei Tagen 700 Millionen US-Dollar umgesetzt habe. Auch Ubisoft schicke mit Assassin's Creed Odyssey einen vielversprechenden Titel in den weihnachtlichen Jahresendspurt und Nintendo könne mit neuen Pokémon-Spielen und Hardwareverkäufen für die erst 2017 erschienene Nintendo Switch auf weitere Wachstumsimpulse hoffen.
Doch nicht nur das richtige Produkt, auch die richtige Vertriebsstrategie sorge für ein schönes Weihnachtsgeschäft. Im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Kunden verschicke etwa Amazon dieses Jahr einen Katalog an Millionen Haushalte. Auf der ersten Seite: Ein Wunschzettel für die lieben Kleinen, deren Wünsche die Eltern direkt über einen QR-Code bestellen könnten. Das sei eine geschickte Maßnahme, denn so könnten auch schon Kinder im Sortiment des Online-Händlers stöbern.
Gleichzeitig versuche der Online-Handel, die Weihnachtseinkäufe zeitlich nach vorne zu ziehen. Aktionen wie Amazons Cyber-Monday oder Black Friday-Angebote nach US-amerikanischem Vorbild würden nicht nur den Umsatz steigern, sondern würden helfen, Logistikengpässe zu den Feiertagen zu vermeiden. Das Konzept gehe auf: Laut Adbe Analytics hätten die Amerikaner allein in der ersten Tageshälfte des Black Fridays online 643 Millionen US-Dollar ausgegeben, 28 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Weihnachten spiele auch längerfristig für das Image einer Marke eine große Rolle. Oft entfalle ein Großteil des jährlichen Marketingbudgets auf die letzten Monate im Jahr. In den letzten Jahren habe sich etwa Edeka mit seinen Werbeclips hervortun können: #heimkommen sei auf Youtube inzwischen über 60 Millionen Mal aufgerufen worden und werde auch nach drei Jahren noch angesehen. "Eine erfolgreiche Weihnachtskampagne kann eine Marke weit tragen und kann so ein Indikator dafür sein, ob sie ihr Momentum im nächsten Jahr fortsetzt", sage Brian O'Rourke. Für Anleger, die in Markenunternehmen investieren würden, sei Weihnachten also eine äußerst spannende Zeit. (27.11.2018/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 21,75 € | 21,76 € | -0,01 € | -0,05% | 17.04./15:14 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0073103748 | 986703 | 23,19 € | 19,76 € | |


