Gestern äußerte sich erwartungsgemäß Chefanalyst Holger Steffen mit einer neuen Expertise zur Pyramid AG (siehe WebSite unter Aktien Research). Sie fällt teilweise ernüchternd aus. Das Kursziel hat H. Steffen drastisch von zuvor 6,40 EUR auf 2,80 EUR reduziert - aber sein Votum lautet unverändert „Speculative Buy“. Das Prognoserisiko seiner Schätzungen stuft er auf einer Skala von 1 (niedrig) bis 6 (hoch) mit sechs Punkten (bislang: fünf Punkte) nun als ausgesprochen hoch ein. Denn sowohl das Ausmaß des Platzierungserfolgs bei der KE als auch das Tempo der Entspannung auf der Beschaffungsseite seien sehr schwer abschätzbar. Es werde mit einer Teilplazierung von 75 % kalkuliert. H. Steffen zweifelt also daran, dass mit der angekündigten Privatplazierung auch der verbleibende Rest der neuen Aktien abgeräumt wird. Warten wir´s mal ab, würde ich da sagen. Ich bin da optimistischer. In der Analyse stehen (Zitat H. Steffen ) hohen Risiken auf der Margen- und Finanzierungsseite große Kurschancen gegenüber, wenn das Unternehmen die aktuelle Spannungslage bewältigt. Der Grund dafür, dass aus dem Rahmenvertrag mit der Pyramid Computer GmbH bislang nur kleine Stückzahlen abgerufen wurden, seien stark gestiegene Preise für einzelne IT-Komponenten (insb. RAM, Grafikkarten und SSDs).
Als sinngemäß zwar schmerzvollen, jedoch notwendigen Schritt bezeichnet H. Steffen die Modalitäten der KE. Schmerzhaft insbes. für die Aktionäre, die nicht teilnehmen, da sie mit einer starken Verwässerung einhergeht. Damit suggeriert er indirekt im Umkehrschluss, dass es für Diejenigen von Vorteil sei, die von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen. |