Religiosität ist den Menschen offenbar ein Grundbedürfnis. Lange bevor es Machthaber gab die Gläubige indoktriniert haben gab es schon religiöse Handlungen in allen bekannten Urvölkern. Religiosität ist meiner Erachtens eher als Kommunikationsform zu betrachten, ähnlich der Musik oder Malerei- eben um etwas auszudrücken wo die Sprache und andere Formen der Kommunikation an ihre Grenzen stoßen. Nur scheint die Religion uns seit jeher das Mittel der übergeordneten Sinnfindung zu sein was offenbar nie gelungen ist. Und so suchen wir weiterhin nach dem Sinn des Lebens. Da die materialistische Welt hier nichts befriedigendes zu bieten hat wird als Ausweg die spirituelle bemüht. Dem Ganzen einen Schöpfer zu geben ist nur auf den dreidimensionalen Verstand des Menschen zurückzuführen. Seit mal ehrlich, könnt ihr euch damit abfinden, das das Leben eigentlich keinen übergeordneten Sinn hat. Sozusagen eine Laune der universalen Natur ist ohne weiteren Zweck. Gut, wenn man sich damit abfinden kann, braucht man auch nichts zu hinterfragen. Die Krux ist, es gibt Menschen die ohne eine Sinn-Antwort nicht leben möchten und diese sind empfänglich (leider meist in ihrer Beschränktheit) für Indoktrination was wiederum ausgenutzt wird. Lange Rede kurzer Sinn- Die Religiosität ist, da sie nur die Sinnfrage stellt, nicht das Problem. Es sind die, die sich hinstellen und eine Antwort bieten wo es keine Antwort gibt! Amen |