Entscheidend ist die Bilanz richtig zu lesen. Ich bin übrigens bei 17 € mit 500 Aktien eingestiegen und bisher sehr zufrieden. Leider können Journalisten keine Bilanzen lesen. Korrekt ist, dass der Umsatz um ein 1 % geschrumpft ist. Der Nettogewinn ist um um ca. 100 Mio. € gesunken, also marginal im Vergleich zum Vorjahr. Das entscheidende ist aber der Cashflow! Der Bruttocashflow (BCF) ist um 1 Mrd gestiegen, nämlich von 11,6 auf 12,6 Mrd. $. Warren sagt der intrinsiche Wert ist der auf die Gegenwart abgezinste Free Cashflow (FCF). Nach meiner Berechnung lag der FCF bei 7 Mrd. $. Bei einem Marketcap von 74 Mrd. $ ein sehr guter Multiple von nur leicht über 10. Der Nettogewinn kann und ist durch Abschreibungen, Wertminderungen und geänderte Steuersätze verfälscht sein. (Das war auch in der 2012 deutlich zu erkennen und deswegen habe ich letztens Jahr günstig gekauft) So geschehen bei HP: Die Restruktierungskosten (aufgrund des Stellenabbaus von ca. 50.000 Mitarbeiter) ist im Vergleich zum Fiskaljahr 2013 um 629 Mio. € gestiegen und die Steuerabgaben sind um 147 Mio. € gestiegen. In Summe also 776 Mio.! Das EBT ist gestiegen und rechnet man die Restruktierungskosten heraus, dann hat HP einen deutlichen Gewinnanstieg. Für das nächste Jahr rechnet Meg Whiteman mit einem EPS von 3,23 $ bis 3,43 $ netto. Das ergibt eine KGV von ca. 11 und liegt deutlich unter der Peer Group!
Quelle: SEC Filings 8K 25.11.2014 http://h30261.www3.hp.com/phoenix.zhtml?c=71087&p=irol-sec#9781006
Glaubt ja nicht den Journalisten, hätten diese Ahnung von Aktien würden sie nicht als Journalisten arbeiten, oder!? |