Ukraine vor Schuldenschnitt: Fonds drohen Milliardenverluste - Fondsnews


25.08.15 13:19
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der Ukraine könnten in Kürze ein Fünftel ihrer Schulden erlassen werden - für die größten privaten Gläubiger des Landes würde dies Verluste in Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro bedeuten, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Ukraine und ihre internationalen Gläubiger stünden vor einer Einigung über ein umfassendes Sanierungsprogramm, das einen 20-prozentigen Erlass der insgesamt rund 17 Milliarden Euro schweren Schuldenlast beinhalte, berichte das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Damit würden den vier größten privaten Gläubigern des Landes, die US-Investment- und Hedgefonds T Rowe Price, TCW, BTG Pactual und Franklin Templeton, Verluste in Milliardenhöhe drohen. Es gebe noch keine abschließende Einigung, alle Optionen seien derzeit noch offen, werde ein Vertreter des ukrainischen Ministeriums in einem Reuters-Bericht zitiert.

Templeton-Starmanager Michael Hasenstab würde der angekündigte Schuldenschnitt vermutlich am stärksten treffen. Seine beiden größten Portfolios, Templeton Global Bond und Templeton Global Total Return, hätten in Summe mehr als sieben Milliarden US-Dollar (6,2 Mrd. Euro) in Anleihen des osteuropäischen Landes investiert. Die Auswirkungen auf das Gesamtportfolio dürften sich dennoch im Bereich von weniger als einem Prozent halten, die Fonds würden in Summe rund 150 Milliarden Dollar verwalten. (25.08.2015/fc/n/s)




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