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Studie: Institutionelle Investoren setzten stärker auf Private Assets - Fondsnews
06.12.21 14:00
Schroders
London (www.fondscheck.de) - Eine breite Mehrheit institutioneller Investoren plant, in den nächsten zwölf Monaten den Anteil nicht börsengehandelter Vermögenswerte (Private Assets) in ihren Portfolios zu erhöhen, so die Experten von Schroders.
Dabei würden die Anleger zunehmend die Vorteile einer stärkeren Diversifizierung in den Fokus stellen. Dies sei ein Ergebnis der Schroders Institutional Investor Study 2021.
Die von Schroders erstmals 2017 und seither jährlich durchgeführte, groß angelegte Befragung von 750 institutionellen Investoren an 26 Standorten mit einem verwalteten Gesamtvermögen von 26,8 Billionen US-Dollar habe in ihrer aktuellen Auflage ergeben, dass 90 Prozent der Anleger in den nächsten zwölf Monaten mehr Geld in eine oder mehrere Private Asset-Anlageklassen investieren wollten.
Die wachsende Bedeutung von Private Assets sei zusätzlich dadurch unterstrichen worden, dass 47 Prozent der befragten Investoren wegen der wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin in alternative Anlageformen und Private Markets investieren wollten. Das sei ein nahezu doppelt so hoher Prozentsatz wie im vergangenen Jahr. Andersherum würden die Befragten planen, ihre börsennotierten Investments zu reduzieren.
Über ein Drittel (37 Prozent) der Umfrageteilnehmer habe außerdem angegeben, dass die Auswirkungen der Pandemie ESG-Kriterien größere Bedeutung verliehen hätten. Dabei würden 54 Prozent solche ESG-Strategien am ansprechendsten finden, die den Grundsatz, "allen Stakeholdern zu nutzen", in den Mittelpunkt ihres Investmentprozesses stellen würden.
Beachtliche 80 Prozent der befragten Investoren hätten die Notwendigkeit der Portfolio-Diversifizierung als Triebfeder ihrer Private Asset-Investments bezeichnet. Im vergangenen Jahr habe der hierfür gemessene Wert bei 78 Prozent und 2019 bei 73 Prozent gelegen.
Die bisherige Erfolgsbilanz, die Stabilität von Portfoliomanagement-Teams sowie die Qualität und Transparenz des Reportings seien als die wichtigsten Faktoren für die Auswahl von Assetmanagern im Bereich Private Assets genannt worden.
Georg Wunderlin, Global Head of Private Assets bei Schroders Capital:
"Private Assets nehmen in institutionellen Portfolios immer mehr an Bedeutung zu. Dabei erkennen die Anleger offenbar zunehmend, dass Private Markets sehr vielseitig sind. Doch auch wenn institutionelle Investoren zweifellos großen Wert auf wirksame Diversifizierung legen, unterschätzen sie unserer Ansicht nach teilweise noch die Vielfalt dieser Möglichkeiten im Bereich Private Assets.
Tatsächlich liegen Chancen nicht nur in einer Mischung von Anlagen in börsennotierte Vermögenswerte einerseits und Private Assets andererseits, sondern auch in einer Diversifizierung innerhalb von Private Assets. Denn durch Kombination verschiedener Private Assets-Anlageklassen können sich Investoren in Vermögenswerten mit sehr unterschiedlichen Rendite-, Risiko- und Liquiditätseigenschaften positionieren und zudem verschiedene gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Renditefaktoren für sich nutzen.
Die Märkte für Private Assets sind sehr stark nuanciert. Sie bieten nicht nur eine größere Bandbreite an Risiken, wie zum Beispiel auf Komplexität oder Illiquidität beruhende Prämien, als vielen Investoren bewusst ist. Es gibt auch eine riesige Zahl von auf Private Assets beruhenden Anlagelösungen, die entsprechend den Präferenzen von Investoren individuell zugeschnitten werden können. Immer mehr unserer Kunden nutzen dieses Potenzial. Für uns steht die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit ihnen unverändert im Vordergrund, damit wir angesichts der anhaltenden Herausforderungen durch die Pandemie und weit verbreiteter Unsicherheit an den Märkten ihren sich wandelnden Erfordernisse gerecht werden können."
Weltweit sei Private Equity als Anlageklasse für zukünftige Allokationen herausgeragt. 37 Prozent der befragten Investoren wollten den Portfolio-Anteil dieser Anlageklasse erhöhen, gefolgt von Eigenkapitalbeteiligungen im Infrastrukturbereich (32 Prozent) und von Impact Investing (29 Prozent).
Vor allem Investoren im asiatisch-pazifischen Raum und in Nordamerika würden Private Equity hohe Priorität einräumen, während die meisten Investoren in Europa den Anteil von Eigenkapitalbeteiligungen im Infrastrukturbereich in ihren Portfolios vergrößern wollten. In Lateinamerika sei Private Debt von Unternehmen als die herausragende Anlageklasse genannt worden.
Bedenken wegen zu hoher Anlagegebühren, mangelnder Transparenz und eines hohen Bewertungsniveaus seien von den befragten Investoren als die größten Hindernisse für Private Assets-Investments genannt worden.
Beachtenswert sei allerdings auch, dass die Illiquidität (42 Prozent) und Komplexität (35 Prozent) der Anlageklasse von den Umfrageteilnehmern nicht zu den größten Herausforderungen gezählt würden.
Dies könnte ein Hinweis sein, dass die Investoren inzwischen erkannt hätten, dass Illiquidität und lange Mindesthaltefristen einerseits Kritikpunkte, andererseits aber auch wichtige Gründe für Private Assets-Investments darstellen würden.
Carlos Böhles, Leiter institutionelles Geschäft bei der Schroder Investment Management (Europe) S.A., German Branch:
"Kapitalanlagen in Private Assets nehmen auch für institutionelle Investoren aus Deutschland und Österreich an Bedeutung zu. Denn: Mittels klassischer Investments in börsengehandelte Vermögenswerte wird es für diese Anleger immer herausfordernder, ihre Renditeerfordernisse weiterhin zu realisieren - insbesondere angesichts der gleichzeitig benötigten hohen Risikokontrolle. Daher sehen sich diese Institutionen zunehmend nach Möglichkeiten um, die ihnen interessante Renditeperspektiven und starke Planungssicherheit bieten, was insbesondere bei Private Assets der Fall ist.
Die von uns betreuten Institutionen unterstützen wir aktiv bei der Diversifizierung ihrer Portfolios um Private Assets-Anlagen. Schroders hat auf globaler Ebene seine spezialisierten Investment-Kapazitäten im Bereich außerbörslicher Wertpapiere zielgerichtet unter der Marke Schroders Capital gebündelt. Auch institutionelle Anleger aus Deutschland und Österreich können hierdurch von den Möglichkeiten profitieren, die sich ihnen in Bereichen wie Private Equity, verbriefte Produkte, vermögenswertunterlegte Finanzierungen, Private Debt, Immobilien, Infrastruktur, versicherungsgebundene Wertpapiere und Impact Investing eröffnen. Aus dem Frankfurter Büro heraus bieten wir ihnen dabei eine professionelle und individuelle Betreuung und leisten gleichzeitig eine stets transparente und zielführende Berichterstattung, was ein nicht zu unterschätzender Faktor in der Zusammenarbeit mit dieser anspruchsvollen Kundengruppe ist." (06.12.2021/fc/n/s)
Dabei würden die Anleger zunehmend die Vorteile einer stärkeren Diversifizierung in den Fokus stellen. Dies sei ein Ergebnis der Schroders Institutional Investor Study 2021.
Die von Schroders erstmals 2017 und seither jährlich durchgeführte, groß angelegte Befragung von 750 institutionellen Investoren an 26 Standorten mit einem verwalteten Gesamtvermögen von 26,8 Billionen US-Dollar habe in ihrer aktuellen Auflage ergeben, dass 90 Prozent der Anleger in den nächsten zwölf Monaten mehr Geld in eine oder mehrere Private Asset-Anlageklassen investieren wollten.
Die wachsende Bedeutung von Private Assets sei zusätzlich dadurch unterstrichen worden, dass 47 Prozent der befragten Investoren wegen der wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin in alternative Anlageformen und Private Markets investieren wollten. Das sei ein nahezu doppelt so hoher Prozentsatz wie im vergangenen Jahr. Andersherum würden die Befragten planen, ihre börsennotierten Investments zu reduzieren.
Über ein Drittel (37 Prozent) der Umfrageteilnehmer habe außerdem angegeben, dass die Auswirkungen der Pandemie ESG-Kriterien größere Bedeutung verliehen hätten. Dabei würden 54 Prozent solche ESG-Strategien am ansprechendsten finden, die den Grundsatz, "allen Stakeholdern zu nutzen", in den Mittelpunkt ihres Investmentprozesses stellen würden.
Beachtliche 80 Prozent der befragten Investoren hätten die Notwendigkeit der Portfolio-Diversifizierung als Triebfeder ihrer Private Asset-Investments bezeichnet. Im vergangenen Jahr habe der hierfür gemessene Wert bei 78 Prozent und 2019 bei 73 Prozent gelegen.
Die bisherige Erfolgsbilanz, die Stabilität von Portfoliomanagement-Teams sowie die Qualität und Transparenz des Reportings seien als die wichtigsten Faktoren für die Auswahl von Assetmanagern im Bereich Private Assets genannt worden.
Georg Wunderlin, Global Head of Private Assets bei Schroders Capital:
"Private Assets nehmen in institutionellen Portfolios immer mehr an Bedeutung zu. Dabei erkennen die Anleger offenbar zunehmend, dass Private Markets sehr vielseitig sind. Doch auch wenn institutionelle Investoren zweifellos großen Wert auf wirksame Diversifizierung legen, unterschätzen sie unserer Ansicht nach teilweise noch die Vielfalt dieser Möglichkeiten im Bereich Private Assets.
Die Märkte für Private Assets sind sehr stark nuanciert. Sie bieten nicht nur eine größere Bandbreite an Risiken, wie zum Beispiel auf Komplexität oder Illiquidität beruhende Prämien, als vielen Investoren bewusst ist. Es gibt auch eine riesige Zahl von auf Private Assets beruhenden Anlagelösungen, die entsprechend den Präferenzen von Investoren individuell zugeschnitten werden können. Immer mehr unserer Kunden nutzen dieses Potenzial. Für uns steht die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit ihnen unverändert im Vordergrund, damit wir angesichts der anhaltenden Herausforderungen durch die Pandemie und weit verbreiteter Unsicherheit an den Märkten ihren sich wandelnden Erfordernisse gerecht werden können."
Weltweit sei Private Equity als Anlageklasse für zukünftige Allokationen herausgeragt. 37 Prozent der befragten Investoren wollten den Portfolio-Anteil dieser Anlageklasse erhöhen, gefolgt von Eigenkapitalbeteiligungen im Infrastrukturbereich (32 Prozent) und von Impact Investing (29 Prozent).
Vor allem Investoren im asiatisch-pazifischen Raum und in Nordamerika würden Private Equity hohe Priorität einräumen, während die meisten Investoren in Europa den Anteil von Eigenkapitalbeteiligungen im Infrastrukturbereich in ihren Portfolios vergrößern wollten. In Lateinamerika sei Private Debt von Unternehmen als die herausragende Anlageklasse genannt worden.
Bedenken wegen zu hoher Anlagegebühren, mangelnder Transparenz und eines hohen Bewertungsniveaus seien von den befragten Investoren als die größten Hindernisse für Private Assets-Investments genannt worden.
Beachtenswert sei allerdings auch, dass die Illiquidität (42 Prozent) und Komplexität (35 Prozent) der Anlageklasse von den Umfrageteilnehmern nicht zu den größten Herausforderungen gezählt würden.
Dies könnte ein Hinweis sein, dass die Investoren inzwischen erkannt hätten, dass Illiquidität und lange Mindesthaltefristen einerseits Kritikpunkte, andererseits aber auch wichtige Gründe für Private Assets-Investments darstellen würden.
Carlos Böhles, Leiter institutionelles Geschäft bei der Schroder Investment Management (Europe) S.A., German Branch:
"Kapitalanlagen in Private Assets nehmen auch für institutionelle Investoren aus Deutschland und Österreich an Bedeutung zu. Denn: Mittels klassischer Investments in börsengehandelte Vermögenswerte wird es für diese Anleger immer herausfordernder, ihre Renditeerfordernisse weiterhin zu realisieren - insbesondere angesichts der gleichzeitig benötigten hohen Risikokontrolle. Daher sehen sich diese Institutionen zunehmend nach Möglichkeiten um, die ihnen interessante Renditeperspektiven und starke Planungssicherheit bieten, was insbesondere bei Private Assets der Fall ist.
Die von uns betreuten Institutionen unterstützen wir aktiv bei der Diversifizierung ihrer Portfolios um Private Assets-Anlagen. Schroders hat auf globaler Ebene seine spezialisierten Investment-Kapazitäten im Bereich außerbörslicher Wertpapiere zielgerichtet unter der Marke Schroders Capital gebündelt. Auch institutionelle Anleger aus Deutschland und Österreich können hierdurch von den Möglichkeiten profitieren, die sich ihnen in Bereichen wie Private Equity, verbriefte Produkte, vermögenswertunterlegte Finanzierungen, Private Debt, Immobilien, Infrastruktur, versicherungsgebundene Wertpapiere und Impact Investing eröffnen. Aus dem Frankfurter Büro heraus bieten wir ihnen dabei eine professionelle und individuelle Betreuung und leisten gleichzeitig eine stets transparente und zielführende Berichterstattung, was ein nicht zu unterschätzender Faktor in der Zusammenarbeit mit dieser anspruchsvollen Kundengruppe ist." (06.12.2021/fc/n/s)


