Mit Short-ETFs auf die Krise wetten


04.12.08 11:08
FundResearch

München (aktiencheck.de AG) - Wer mit Short-ETFs auf fallende Kurse setzte, hat in den letzten Wochen unerhörte Gewinne einfahren können, so die Experten von "FundResearch".

Wenn die Aktienkurse fallen würden, gebe es nur eine Art von Anlegern, die sich freuen würden: Leerverkäufer, auch Short-Seller genannt. Sie würden Aktien verkaufen, die sie eigentlich gar nicht besitzen würden. Dazu würden sie sich die Papiere leihen, zum Beispiel bei Banken. Würden die Kurse fallen, würden sie die zuvor verkauften Titel billiger zurückkaufen und die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis abzüglich der Leihgebühr als Gewinn kassieren.

Auch Privatanleger könnten bei dieser Wette auf fallende Kurse mitspielen - mit wenig Aufwand gehe das über Short-ETFs. Diese Produkte würden Leerverkäufe über Terminkontrakte, so genannte Futures, simulieren.

Neben Société Générale Asset Management (SGAM), die zwei gehebelte Short ETFs offeriere, sei noch db x-trackers unter der Leitung von Thorsten Michalik als Anbieter in Deutschland unterwegs, der mit neun Produkten eine weitreichende Palette an Short-Produkten im Programm habe.

Short-ETFs würden die Indices spiegelverkehrt abbilden. Ein Beispiel: Falle der DAX um 50 Punkte, steige der db x-trackers SHORTDAX ETF ebenfalls um 50 Punkte. Lege der Index zu, mache der ETF entsprechende Verluste. Berechnet werde dabei auf Tagesbasis.

Neben dem potenziellen Gewinn durch Leerverkäufe generiere ein Short-ETF Rendite durch Geldmarktgeschäfte, indem der Manager den Erlös aus den Leerverkäufen am Geldmarkt anlege. Dadurch entstehe ein erhöhter Cash-Bestand und das Kapital bringe so eine überproportionale Verzinsung. (Ausgabe vom 03.12.2008) (04.12.2008/fc/n/s)






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