Scope adelt Team von Starmanager Hasenstab - Fondsnews


21.11.18 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Ratinggesellschaft Scope hat dem Team um den Franklin-Templeton-Fondsprofi Michael Hasenstab eine "sehr hohe Kompetenz" beim Management globaler Anleihenportfolios mit Schwerpunkt auf Staatsanleihen bescheinigt, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Analysten würden der Hasenstab-Truppe daher die Note "AA+" vergeben. Die Scope-Skala reiche vom Top-Rating "AAA" bis "C". Die Agentur bewerte hierbei allein die Templeton Global Macro Group, wie Hasenstabs Team offiziell heiße, und nicht einzelne Fonds oder Mandate.

Die Gruppe bestehe seit 30 Jahren und zähle weltweit zu den erfahrensten Anbietern in ihrem Segment. Auch die Teammitglieder selbst seien meist sehr erfahren, würden die Scope-Analysten betonen. Der Großteil der Experten mache seinen Job seit mehr als zehn Jahren.

Hasenstab selbst habe erstmals ab 1995 für das Haus gearbeitet. Nach einer Promotions-Pause sei er 2001 zu den Kaliforniern zurückgekehrt. Entsprechend sei der akademische Anspruch in der Gruppe hoch. Ein Drittel der Teammitglieder habe promoviert. Darüber hinaus hätten zahlreiche Mitarbeiter einen zweiten Universitätsabschluss erworben. Zu Abgängen käme es selten, würden die Rating-Experten ergänzen.

Ein Wechsel stehe aber an: Die Researchleiterin Sonal Desai werde Ende Dezember Investmentchefin des Bond-Bereichs von Templeton. Sie nehme eine Schlüsselfunktion im Team ein und sei etwa beim Global Bond Fund des Hauses die Co-Managerin an Hasenstabs Seite. Desais Posten übernehme ihr bisheriger Stellvertreter Calvin Ho. Der Übergang sollte sich aber "ohne Reibungsverluste" vollziehen, würden die Scope-Analysten meinen.

Die Experten würden zudem den robusten Investment-Prozess, die Einbeziehung von nachhaltigen Kriterien ins Research sowie die unabhängige Risikokontrolle des Hauses loben. Trotz der guten Voraussetzungen habe zuletzt aber immer wieder die Fortune gefehlt. Nach einer Erfolgsserie ab 2009, etwa mit Investments in irische Staatsanleihen, seien enorme Mittelzuflüsse gefolgt. Das von der Gruppe betreute Vermögen sei bis 2013 auf fast 130 Milliarden Dollar angeschwollen. Doch dann habe sich das Blatt gewendet. Seit einer Schwächephase würden Anleger Geld abziehen. Mittlerweile verwalte das Hasenstab-Team Scope-Berechnungen zufolge weniger als 60 Milliarden Dollar.

Auf lange Sicht liege die Performance der von der Gruppe betreuten Strategien nach wie vor dem Vergleichsindex JP Morgan Global Government Bond Index. Auch über einige kürzere Zeiträume habe das Team zur alten Stärke zurückgefunden. Für 2018 (per Ende September) stehe etwa eine Outperformance von mehr als drei Prozent zu Buche.

Die Scope-Experten würden aber auch auf einen anderen Punkt verweisen: "Der äußerst aktive und von der Benchmark unabhängige Ansatz der Strategie geht mit einem deutlich erhöhten Risikoprofil einher." Anleger müssten daher auch mit Phasen der Underperformance rechnen, wenn die Wetten von Hasenstab & Co. nicht aufgehen würden. (21.11.2018/fc/n/s)






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