Scope-Ratings: Sekt und Selters für DWS-Flaggschiffe - Fondsnews


17.10.22 15:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Nachdem Scope die Bewertungen von mehr als 6.000 Investmentfonds wieder auf den neuesten Stand gebracht hat, gibt es von der Ratingagentur eine gute und eine schlechte Nachricht für die DWS: Ein Flaggschiff von Deutschlands größtem Asset Manager konnte seine Note verbessern, so die Experten von "FONDS professionell".

Ein anderes dagegen sei noch einmal abgewertet worden und trage nur noch das Rating "E" - auf einer Skala von "A" bis eben "E".

Die erwähnte gute Nachricht gebe es für das Management des DWS Invest Top Dividende um Thomas Schüßler. Der milliardenschwere Dividendenfonds habe vom Umschwung an den Märkten profitieren können und sei per Ende September von einem unterdurchschnittlichen "D"- auf ein "C"-Rating vorgerückt.

"Lange machte dem Fonds sein Übergewicht in klassischen Dividendentiteln aus Sektoren wie Energie, Grundstoffe oder Versorger im Umfeld der Growth-Rally zu schaffen, doch seit der Sektorrotation hat sich das Blatt gewendet. Während die Rendite des Fonds über fünf Jahre (4,4% p. a.) noch leicht hinter dem Peergroup-Durchschnitt zurückbleibt, liegt sie über ein Jahr mit 5,8 gegenüber minus 2,3 Prozent deutlich vorne", schreibe Scope-Analystin Barbara Claus. Als Ergebnis des konservativeren Ansatzes würden die Risikokennzahlen vergleichsweise niedrig ausfallen. So seien Volatilität und maximaler Verlust des Fonds mit 11,5 und minus 16,8 Prozent deutlich geringer als die Werte der Vergleichsgruppe von 13,4 und minus 20,4 Prozent gewesen.

Im Gegensatz dazu halte die Performanceschwäche des DWS Deutschland an, das Portfolio trage nun nur noch ein "E"-Rating. Anfang 2021 habe der von Tim Albrecht gemanagte Fonds sogar noch ein "B" gehabt, doch seither habe sich Scope zufolge die Performance rapide verschlechtert. "Sowohl auf der Risiko- als auch auf der Renditeseite fielen die Ergebnisse sehr schwach aus. Seit Jahresanfang litt der Fonds generell unter seinen Positionen in Nebenwerten. Insbesondere auf Jahressicht hinkt er mit minus 32,1 Prozent der Peergroup mit minus 25,4 Prozent hinterher, was sich auch in längeren Zeiträumen wie der Fünfjahresperformance mit minus 5,4 gegenüber minus 3,2 Prozent p. a. niederschlägt", so Claus. Die Risikokennzahlen über fünf Jahre seien ebenfalls deutlich schlechter als die der Vergleichsgruppe: So hätten Volatilität und maximaler Verlust des Fonds bei 23,4 und minus 30,3 Prozent gelegen, während die Mitbewerber im Durchschnitt auf 18,4 und minus 26,1 Prozent gekommen seien.

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Auch der 2,7 Milliarden Euro schwere M&G (Lux) Global Dividend sei abgerutscht. Der Dividendenfonds habe sein Top-Rating nach sechs Monaten wieder verloren und sei auf "C" heruntergestuft worden. "Insbesondere die schwache Risikoseite des Fonds führte zum Downgrade. Im Vergleich zur Peergroup setzt der Fonds stärker auf Dividendenwachstum und mischt dem Portfolio Nebenwerte bei, deren Anteil auf mittlere Sicht im Durchschnitt bei ungefähr einem Drittel lag. Aktuell ist ihr Anteil am Portfolio auf etwa ein Viertel gesunken", schreibe Scope-Expertin Claus. Während die Performance des Fonds über ein Jahr mit minus 3,7 Prozent gegenüber der Vergleichsgruppe mit minus 2,3 Prozent schwächele, liege sie über drei und fünf Jahre mit 7,7 und 7,1 Prozent p. a. gegenüber 3,5 und 4,7 Prozent p. a. noch klar vorne. Die Risikokennzahlen seien jedoch deutlich erhöht.

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(News vom 14.10.2022) (17.10.2022/fc/n/s)





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