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Renten-ETFs mit Rekordzuflüssen im Februar - ETF-News


10.03.14 14:43
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Anleger fassen weiter kein Vertrauen in Schwellenländer und haben im Februar weitere 2,3 Milliarden Euro aus ETFs auf Emerging-Markets-Aktienindices abgezogen, so die Experten von "FONDS professionell".

Dagegen hätten die Aussichten auf weiter niedrige Zinsen Rekordzuflüsse in ETFs auf Rentenindices nach sich gezogen, wie Blackrock melde.

Anleger hätten in den 28 Tagen des Februars insgesamt 20 Milliarden Euro in börsengehandelte Indexfonds (Exchange-Traded Funds, ETFs) investiert. Zum Jahresauftakt hätten die passiven Produkte weltweit noch Abflüsse von 7,1 Milliarden Euro hinnehmen müssen.

Vor allem ETFs auf Rentenindices seien im vergangenen Monat gefragt gewesen wie nie: 14,1 Milliarden Euro, so viel wie noch nie in einem Monat, hätten Anleger in diese Produkte investiert, wie der amerikanische Vermögensverwalter Blackrock in seinem ETP Landscape Report für Februar 2014 schreibe. Ein Grund dafür dürfte die Aussicht auf anhaltend niedrige Zinsen und eine geringe Inflation gewesen sein, so Blackrock.

Bei genauerem Hinsehen zeige sich, dass alleine 8,2 Milliarden Euro in ETFs auf US-amerikanische Staatsanleihen entfallen seien. Auch Renten-ETFs auf Unternehmensanleihen (2,6 Milliarden Euro) sowie Hochzinsanleihen (1,0 Milliarden Euro) seien bei den Investoren gefragt gewesen. Im Januar habe Blackrock nur moderate Zuflüsse von 2,4 Milliarden Euro, darunter alleine 1,2 Milliarden Euro in ETFs auf europäischen Anleihenindices, vermelden können.

Auf der Aktienseite habe es unter dem Strich zwar Zuflüsse von 4,2 Milliarden Euro gegeben. Gefragt seien laut Blackrock vor allem Aktien aus Industriestaaten außerhalb der USA, wie Japan (+3,0 Milliarden Euro) oder Europa (+2,0 Milliarden Euro) gewesen.

Dagegen hätten ETFs auf US-Aktienindices seit Jahresbeginn Abflüsse von 8,4 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Vor allem aber hätten Anleger weiterhin ihre Gelder aus den Schwellenländern abgezogen: Nach den Rekordabflüssen von 7,3 Milliarden Euro im Januar hätten Investoren weitere 2,3 Milliarden Euro aus den aufstrebenden Wirtschaften zurückgeholt.

Die Analysten von Blackrock würden betonen, dass der Monat Februar zweigeteilt gewesen sei: Bis zur Rede der neuen FED-Chefin Janet Yellen am 11. Februar hätten Anleger 15,3 Milliarden Euro aus Aktienprodukten abgezogen. In den Tagen nach der Rede hätten die Investoren dann knapp 20 Milliarden Euro in Aktien-ETFs gepumpt. Bis zur Rede hätten Anleger dagegen schon 12,1 Milliarden Euro in die passiven Rentenprodukte investiert. Im Anschluss seien weitere zwei Milliarden Euro hinzu gekommen. (10.03.2014/fc/n/e)