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Offene Immobilienfonds in Abwicklung - Ergebnisse reichen von +0,8% bis -54,8% - Fondsnews
27.03.18 13:00
Scope Analysis
Berlin (www.fondscheck.de) - Das Finanzbeben, das die Insolvenz von Lehman Brothers 2008 auslöste, zog zahlreiche offene Immobilienfonds in seinen Sog, so die Experten von Scope Analysis.
Insgesamt 18 Fonds mit einem verwalteten Vermögen von rund 26 Mrd. Euro seien geschlossen und anschließend abgewickelt worden.
Die Ratingagentur Scope habe die Abwicklungsergebnisse der betroffenen Fonds bis auf die Ebene einzelner Objekte untersucht. Zwar seien auch neun Jahre nach den ersten Fondsschließungen noch nicht alle Immobilien veräußert, dennoch zeige sich bereits jetzt ein klares Bild, wie hoch die Verluste seien und was die für das Abwicklungsergebnis wichtigsten Faktoren gewesen seien.
Das Spektrum der Abwicklungsresultate gehe weit auseinander: Einige Fonds hätten seit dem 30.09.2008 mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren. Auf der anderen Seite stehe aktuell ein Fonds, der im Zuge der Abwicklung sogar einen leichten Vermögenszuwachs erzielt habe.
Konkret: Die Ergebnisse lägen in einer Bandbreite zwischen +0,8% beim KanAm SPEZIAL grundinvest und -54,8% beim DEGI GLOBAL BUSINESS. Der Mittelwert über alle 18 Fonds liege bei einem Verlust von rund 22%.
Eine klare Korrelation bestehe zwischen der Verlusthöhe und der Objektgröße. Dabei gelte: Je größer das Objekt, desto geringer der Verlust:
In der Größenklasse ab 200 Mio. Euro hätten im Zuge der Abwicklung sogar Wertzuwächse von durchschnittlich 1,5% erzielt werden können. Kleine Objekte mit einem Volumen von weniger als 25 Mio. Euro hingegen hätten durchschnittlich fast ein Viertel an Wert verloren.
Fondsobjekte in Japan hätten mit durchschnittlich 36,3% die höchsten Verluste erlitten. Betroffen davon sei vor allem der Morgan Stanley P2 Value gewesen.
Der einzige Markt mit einem im Saldo positiven Ergebnis (+2,3%) sei Großbritannien gewesen. Vor allem auf zwei Fonds sei das gute Ergebnis der britischen Objekte zurückzuführen: Den KanAm grundinvest Fonds und den SEB ImmoPortfolio Target Return Fund.
Die meisten Objekte der 18 Fonds in Abwicklung befinden bzw. befanden sich in Deutschland (8,6 Mrd. Euro Verkehrswert) und Frankreich (5,8 Mrd. Euro), so die Experten von Scope Analysis. In beiden Ländern seien die Wertverluste mit durchschnittlich 8,7% bzw. 11,4% vergleichsweise moderat ausgefallen.
Am geringsten würden die Wertverluste für Objekte ausfallen, die im ersten Jahr nach Bekanntgabe der Auflösung veräußert worden seien. Im weiteren Verlauf der Abwicklung würden die Verluste in der Regel ansteigen. Am höchsten seien die Verluste für Immobilien, die nach Ablauf der Abwicklungsfrist an die Verwahrstelle übergehen würden.
Von den 18 betrachteten Fonds hätten sieben ihr Portfolio bereits vollständig abgebaut. Neun Fonds würden noch eine einstellige Objektanzahl besitzen. Die beiden Fonds CS EUROREAL und SEB ImmoInvest müssten noch größere Portfoliobestände im Wert von 765 Mio. Euro bzw. 634 Mio. Euro veräußern. (27.03.2018/fc/n/s)
Insgesamt 18 Fonds mit einem verwalteten Vermögen von rund 26 Mrd. Euro seien geschlossen und anschließend abgewickelt worden.
Die Ratingagentur Scope habe die Abwicklungsergebnisse der betroffenen Fonds bis auf die Ebene einzelner Objekte untersucht. Zwar seien auch neun Jahre nach den ersten Fondsschließungen noch nicht alle Immobilien veräußert, dennoch zeige sich bereits jetzt ein klares Bild, wie hoch die Verluste seien und was die für das Abwicklungsergebnis wichtigsten Faktoren gewesen seien.
Das Spektrum der Abwicklungsresultate gehe weit auseinander: Einige Fonds hätten seit dem 30.09.2008 mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren. Auf der anderen Seite stehe aktuell ein Fonds, der im Zuge der Abwicklung sogar einen leichten Vermögenszuwachs erzielt habe.
Konkret: Die Ergebnisse lägen in einer Bandbreite zwischen +0,8% beim KanAm SPEZIAL grundinvest und -54,8% beim DEGI GLOBAL BUSINESS. Der Mittelwert über alle 18 Fonds liege bei einem Verlust von rund 22%.
In der Größenklasse ab 200 Mio. Euro hätten im Zuge der Abwicklung sogar Wertzuwächse von durchschnittlich 1,5% erzielt werden können. Kleine Objekte mit einem Volumen von weniger als 25 Mio. Euro hingegen hätten durchschnittlich fast ein Viertel an Wert verloren.
Fondsobjekte in Japan hätten mit durchschnittlich 36,3% die höchsten Verluste erlitten. Betroffen davon sei vor allem der Morgan Stanley P2 Value gewesen.
Der einzige Markt mit einem im Saldo positiven Ergebnis (+2,3%) sei Großbritannien gewesen. Vor allem auf zwei Fonds sei das gute Ergebnis der britischen Objekte zurückzuführen: Den KanAm grundinvest Fonds und den SEB ImmoPortfolio Target Return Fund.
Die meisten Objekte der 18 Fonds in Abwicklung befinden bzw. befanden sich in Deutschland (8,6 Mrd. Euro Verkehrswert) und Frankreich (5,8 Mrd. Euro), so die Experten von Scope Analysis. In beiden Ländern seien die Wertverluste mit durchschnittlich 8,7% bzw. 11,4% vergleichsweise moderat ausgefallen.
Am geringsten würden die Wertverluste für Objekte ausfallen, die im ersten Jahr nach Bekanntgabe der Auflösung veräußert worden seien. Im weiteren Verlauf der Abwicklung würden die Verluste in der Regel ansteigen. Am höchsten seien die Verluste für Immobilien, die nach Ablauf der Abwicklungsfrist an die Verwahrstelle übergehen würden.
Von den 18 betrachteten Fonds hätten sieben ihr Portfolio bereits vollständig abgebaut. Neun Fonds würden noch eine einstellige Objektanzahl besitzen. Die beiden Fonds CS EUROREAL und SEB ImmoInvest müssten noch größere Portfoliobestände im Wert von 765 Mio. Euro bzw. 634 Mio. Euro veräußern. (27.03.2018/fc/n/s)
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