Erweiterte Funktionen

Lyxor bietet vier neue RAFl-ETFs


13.08.07 12:02
Euro fondsxpress

München (aktiencheck.de AG) - Je größer ihr Börsenwert, desto schwerer eine Aktie im Index - das gilt für DAX, EURO STOXX 50 oder S&P 500, so die Experten von "Euro fondsxpress".

Die Experten würden sich fragen, ob es aber ideal sei, einen Index so zu konstruieren. Robert Arnott verneine die Frage und begründe dies mit der Aktie des US-Netzwerkherstellers Cisco Systems: 1997 habe die Aktie ein Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 30 gehabt. Auf Basis des Börsenwertes sei Cisco im S&P 500 auf einen Anteil von 0,4 Prozent gekommen. Zwei Jahre später habe das KGV 130 betragen und die Index-Gewichtung habe bei vier Prozent gelegen. "Cisco war im Index am höchsten gewichtet, als die Aktie am stärksten überbewertet war", resümiere Arnott.

Der Amerikaner habe daher die RAFI-Indices entwickelt. Dahinter würden sich die Initialen von Arnotts Firma Research Affiliates sowie der Begriff "Fundamental Indexing" verbergen. Die Experten würden sich fragen, warum "Fundamental Indexing". Weil Arnott für die Indexzusammensetzung nicht auf die Marktkapitalisierung schaue, sondern auf vier fundamentale Kriterien - Buchwert, Dividenden, Cashflow und Umsätze. "Beim Börsenwert kann es zu Übertreibungen kommen. Bei unseren vier fundamentalen Kriterien ist dies ausgeschlossen", begründe Arnott. Folge: RAFI-Indices würden sich in Hausse und Baisse besser als herkömmliche Indices entwickeln. Vor allem im Abschwung würden sie ihren Renditevorsprung erzielen.

Auf die RAFI-Idee setze nun auch Lyxor mit seiner Produktreihe Lyxor ETF FTSE RAFI. Das französische Fondhaus offeriere börsengehandelte Indexfonds für die USA, Europa, die Eurozone und Japan.

Fundamental lndexing sei im Kommen - zu Recht. Die RAFl-ETFs seien zwar etwas teurer als herkömmliche ETFs. Sie seien aber weniger anfällig für irrationale Übertreibungen. (Ausgabe 32/2007 vom 10.08.2007) (13.08.2007/fc/n/n)