Fondsbarometer: "Gesundheit" erholt sich - Fondsnews


05.07.17 14:15
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Wie die aktuelle Auswertung im Rahmen des Fondsbarometers von "FONDS professionell" zeigt, konnten sich neben der Pharma-/Biotech-Sparte zuletzt vor allem Fernost-Börsen der insgesamt verhaltenen Entwicklung im Juni entziehen, so die Experten von "FONDS professionell".

In einer alternden Welt, in der die Demographie-Problematik zu den größten gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen zähle, könnten Investments in die Gesundheitsbranche längerfristig kaum schief liegen. Diese These sei bereits Anfang der 1990er Jahre propagiert worden, und sie habe sich als richtig erwiesen.

Wie an dieser Stelle schon mehrfach betont, würden Fonds, die in den Gesundheits-/Pharma-Bereich investieren würden, im Zehn-Jahres-Rückblick schon lange zu den erfolgreichsten Anlagen zählen. Das heißt allerdings nicht, dass es nicht auch hier zu Rückschlägen kommen kann, und genau ein solcher liegt hinter uns, so die Experten von "FONDS professionell". Ob die seit Mitte des Jahres 2015 laufende Konsolidierung der Branche bereits beendet sei, könne nicht festgestellt werden. Sicher sei nur, dass der Juni 2017 einigermaßen turbulent verlaufen sei, der Sparte unter dem Strich aber ein Plus von durchschnittlich 3,2 Prozent beschert habe.

Am Beispiel des J.P. Morgan Global Healthcare Fund (ISIN LU0432979374 / WKN A0RPEX) werde deutlich, wie stark die Bewegungen im Juni ausgefallen seien, das Monatsplus des Fonds liege bei 1,8 Prozent, die monatliche Volatilität hingegen bei mehr als zwölf Prozent. Für den starken Anstieg zu Monatsbeginn seien Spekulationen verantwortlich gewesen, die von einer industriefreundlichen Politik der Trump-Administration ausgehen würden.

Der US-Präsident habe die Branche noch im Januar dieses Jahres scharf für ihre Preispolitik kritisiert und Maßnahmen angekündigt, für mehr Wettbewerb sorgen zu wollen. Zuletzt sei davon keine Rede mehr gewesen, Beobachter würden nun davon sprechen, dass man eher den Marktzugang für neue Anbieter erleichtern und die Zulassung neuer Medikamente beschleunigen möchte, statt in das bestehende Preisgefüge einzugreifen. Möglicherweise liegt die Zeit, in der man unter den historischen Höchstständen in den Pharma-Bereich investieren kann, schon bald hinter uns, so die Experten von "FONDS professionell".

Neben der Gesundheitssparte sei der Finanzsektor die einzige andere Branche gewesen, die ein positives Vorzeichen vor dem Monatsergebnis habe erwirtschaften können. Die Meldung, dass US-Banken den jüngsten Stresstest durchwegs bestanden hätten und die Aussage der FED-Chefin Janet Yellen, wonach auf absehbare Zeit keine weitere Finanzkrise zu befürchten sei, dürften das Investorenvertrauen gestärkt haben.

Auf Jahressicht lägen Banken und andere Finanzdienstleister beziehungsweise Fonds, die in diese Unternehmen investieren würden, rund 30 Prozent im Plus und damit unter den Top 10 der Übersicht der Experten. Im Zehn-Jahres-Rückblick betrage das Minus im Durchschnitt der Gruppe zwar immer noch acht Prozent, allerdings würden einige Fonds - wie etwa der Fidelity Fund Global Financial Services - seit Jahren exzellente Ergebnisse vorlegen und lägen weit vor dem Spartendurchschnitt. Vergleiche man den Finanzsektor mit dem Gesundheitsbereich, werde deutlich, dass hier zumindest auf dem Papier noch Aufholpotenzial gegeben sei.

Geografisch betrachtet sei der Juni ein Monat für Fernost-Börsen gewesen. Von Taiwan über China bis zu japanischen Small Caps würden asiatische Märkte die Hitparade der Monatssieger dominieren, wobei die Zuwächse durchwegs im niedrigen einstelligen Bereich geblieben seien. Die seit Anfang Mai laufende Konsolidierung europäischer Aktien setze sich hingegen im Juni fort. Abgesehen von den Finanzwerten hätten die meisten Titel des EURO STOXX 50 den Vormonat mit einem Minus beendet.

Das Schlusslicht würden im Monatsvergleich Fonds darstellen, die in die Energie-Branche investieren würden. Der deutlich tiefere Ölpreis habe hier einen Verlust von 4,5 Prozent bewirkt, womit sich die seit Jahresbeginn laufende Konsolidierung dieses Bereichs zuletzt sogar noch beschleunigt habe. Etliche Titel aus dem Dow Jones US Oil & Gas Index würden sich in der Nähe ihrer Tiefststände aus dem Jahr 2016 bewegen. Dass die Energiepreise angesichts tendenziell besserer werdender Konjunkturdaten weiter abrutschen würden, sei zwar möglich, aber wenig wahrscheinlich, womit der Sektor für risikobereite Antizykliker interessant werde.

FONDS professionell bringe seit Juli 2014 monatlich das FONDS-professionell-Fondsbarometer - eine Performanceübersicht der FIAP-Aktienfonds-Indices gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus werde ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" hätten und welche unter Kursverlusten leiden würden. Damit daraus eine brauchbare Information werde, zeige die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten hätten - 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre sowie über 5 und 10 Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse seien farblich hervorgehoben.

Das nächste Fondsbarometer erscheine Anfang August. (05.07.2017/fc/n/s)






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