Fonds mit ESG-Schwerpunkten legen zu - Investmentchancen in einer emissionsfreien Gesellschaft


25.05.21 13:00
Argentum Asset Management

Husum (www.fondscheck.de) - Es gibt nicht wenige ernstzunehmende Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, die den drohenden Klimawandel für die größte Menschheitsgefahr überhaupt halten, so die Experten von Argentum Asset Management.

Es komme zu Risiken durch Wetterextreme wie Wirbelstürme und Hochwasser, Ernteausfälle durch Hitzeperioden oder auch den Rückgang des verfügbaren Trinkwassers und dem Verlust der biologischen Vielfalt für Mensch und Umwelt. "Nicht nur das: Der Klimawandel bringt gigantische Kosten für Volkswirtschaften und Gesellschaften mit sich", sei Thorsten Mohr, Geschäftsführer der Hamburger Investment-Boutique Argentum Asset Management, überzeugt.

Einer Umfrage der New York University (NYU) zufolge würden 700 Ökonomen damit rechnen, dass die Kosten des Klimawandels bis 2025 auf jährlich 1,7 Billionen US-Dollar (1,45 Billionen Euro) steigen würden, sollten die Treibhausgasemissionen nicht erheblich reduziert werden. Zudem würden 80 Prozent der Ökonomen der Klimawandel heute größere Sorgen bereiten, als noch vor fünf Jahren. Bei bisherigem Fortschritt könnte es allein in Deutschland ohne stärkere Maßnahmen bis zum Jahr 2050 zu insgesamt knapp 800 Milliarden Euro Kosten kommen, beobachte Mohr und stelle deswegen fest: "Die Kosten der globalen Erderwärmung sind nach dieser Einschätzung um ein Vielfaches höher als die Kosten für deren Bekämpfung."

Daher würden auch politisch dezidierte Maßnahmen gefordert. Die Verhandlungsführer des Rates und des Europäischen Parlaments hätten im April 2021 eine vorläufige politische Einigung erzielt, mit der eine klimaneutrale EU bis 2050 und die kollektive Zielvorgabe, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken, rechtlich verankert würden. In der vorläufigen Einigung sei vorgesehen, dass die Senkung der Emissionen im Hinblick auf die Zielvorgabe für 2030 Vorrang vor dem Abbau von Emissionen erhalte, dass ein europäischer wissenschaftlicher Beirat für Klimaschutz eingerichtet werde, der wissenschaftliche Beratung und Berichte zu EU-Maßnahmen, Zielen und Budgets bereitstellen sowie die Formulierung eines klimapolitischen Zwischenziels für 2040 durch die Kommission. Dabei werde die EU sehr deutlich: Wissenschaftler würden warnen, dass ohne sofortige Maßnahmen die Erderwärmung bis 2060 gegenüber dem vorindustriellen Niveau wahrscheinlich mehr als zwei Grad Celsius betragen werde und bis Ende des Jahrhunderts sogar fünf Grad Celsius erreichen könnte.

Mohr sei sich bewusst, dass die Unterstützung nachhaltiger Wirtschaftsbereiche und Produktionsverfahren auch finanziert werden müsse: "Bis zu 270 Milliarden Euro sind jährlich an Investitionen notwendig, um diese nachhaltigen Ziele im Sinne des Klimaschutzes zu erreichen. Dabei steht die Energiewirtschaft besonders im Fokus." So betone beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ): Neben der Steigerung der Energieeffizienz sei ein weiterer massiver Ausbau der erneuerbaren Energien unabdingbar. Dies gelte sowohl für netzgebundene Großerzeugungsanlagen wie Wind- und Solarparks und dezentrale netzgebundene Anlagen wie zum Beispiel Photovoltaik-Aufdachanlagen, als auch bei der Umsetzung von Lösungen des Energiezugangs in netzfernen Gebieten.

"Besonders die Energieerzeugung durch Photovoltaik setzt sich zurzeit überall auf der Welt durch", erkenne Mohr. "In China übertraf der Zubau an Photovoltaik-Leistung im Jahr 2020 das Vorjahr um 60 Prozent. Ende 2020 waren damit insgesamt 253,4 Gigawatt Photovoltaikleistung installiert. Denn die Volkswirtschaft will bis 2060 klimaneutral werden und bis 2030 seinen gesamten Energiemix zu mindestens 25 Prozent aus nicht-fossilen Energiequellen speisen. In Deutschland soll der Ausbau der Photovoltaikleistung bis 2030 auf 150 Gigawatt steigen von derzeit etwa 50 Gigawatt."

Durch den Blick auf die zurückliegende Börsenentwicklung in diesem Segment sehe Thorsten Mohr weitreichende Chancen für zukunftsorientierte Anleger: "Unternehmen wie Enphase Energy, Sunnova, SunPower oder auch Sunrun haben zum Teil mehrere 100 Prozent zugelegt. Und durch die in den USA aktuelle Infrastrukturinitiative und die darin enthaltenen Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels des neuen US-Präsidenten Joe Biden wird dieser Markt nochmals an Fahrt aufnehmen. Es sollen zwei Billionen US-Dollar zur Eindämmung der Treibhausgasemissionen des Landes investiert werden, um damit das Ziel einer Netto-Null-Emission bis 2050 zu erreichen."

Fonds, die in Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien investieren und sich mit Themen wie Übergangsenergie, Energieeffizienz, nachhaltigem Verkehr, ökologischem Bauen und ökologischer Infrastruktur beschäftigen würden, würden enorme Zuwächse erfahren. "Fonds mit ESG-Schwerpunkten legen zu. Der Sustainable Energy Fund Fonds (ISIN LU0171289902 / WKN A0BL87) von BlackRock Global Funds ist mit über 70 Prozent Zuwachs seit Mai 2020 eine Erfolgsgeschichte. Und der Green Benefit Global Impact Fund hat sich sehr erfolgreich mit knapp 120 Prozent innerhalb von zwölf Monaten entwickelt. Der BNP Paribas Energy Transition hat in den vergangenen zwölf Monaten sogar fast 140 Prozent zugelegt. Da dieser Markt noch am Anfang steht, weil das Bewusstsein im Kampf gegen den Klimawandel sich noch entwickelt und die politischen Maßnahmen erst greifen müssen, gibt es hier überdurchschnittlich starkes und langfristiges Potenzial." (25.05.2021/fc/n/s)





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