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Dimensional startet Vertrieb in Österreich - Fondsnews
23.09.25 14:18
FONDS professionell
Wien (www.fondscheck.de) - Der US-Asset-Manager Dimensional Fund Advisors forciert sein Österreich-Geschäft, so die Experten von "FONDS professionell".
"Seit Jahresbeginn sind zehn unserer Fonds auch in Österreich zum Vertrieb zugelassen", habe Dimensional-Deutschlandchef Lukas Schneider im Gespräch mit "FONDS professionell ONLINE" gesagt.
Zuvor habe Dimensional auf eine entsprechende Registrierung verzichtet. "Der damit verbundene Aufwand lohnt sich nur, wenn wir für das Geschäft eine ausreichende Perspektive sehen", so Schneider. "Das ist inzwischen der Fall - auch dank einiger guter Kunden, die wir schon lange aus Deutschland kennen und die unsere Fonds auch in Österreich einsetzen möchten."
Finanzadmin-Berater als Vorreiter
Als Beispiel nenne er die Wiener Wertpapierfirma Finanzadmin, eine Tochtergesellschaft des deutschen Maklerpools Fondskonzept. Weil viele deutsche Fondskonzept-Berater ihren Finanzadmin-Kollegen von Dimensional berichtet hätten, sei auch in Österreich das Interesse an diesen Anlagelösungen erwacht, so Schneider.
Der österreichische Markt solle zunächst vom Münchner Dimensional-Büro aus betreut werden, von wo aus aktuell sechs Angestellte des Fondsanbieters tätig seien. Das Team in Bayerns Landeshauptstadt werde bald auf acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anwachsen, perspektivisch sollten es zehn werden. Hinzu kämen drei Kollegen in Berlin und zwei, die den deutschen und künftig auch österreichischen Markt von der Londoner Europazentrale aus betreuen würden.
Doppelter Sonderweg
Dimensional folge sowohl im Fondsmanagement als auch im Vertrieb einem Sonderweg. Der Asset Manager setze weder auf klassisches diskretionäres Portfoliomanagement noch auf die Nachbildung von Indizes. Vielmehr möchte der Anbieter mit seinen Fonds breit gestreut ganze Anlageklassen abbilden und dabei Erkenntnisse aus der Finanzwissenschaft ausnutzen, etwa mit Blick auf Faktoren wie Value oder Size. Zudem versuche das Unternehmen, die Handelskosten zu minimieren.
Im Vertrieb verfolge Dimensional den Ansatz, die Fonds nicht breit zu vermarkten, sondern im Wesentlichen über Finanzberater, die Schulungen durchlaufen würden und zu denen das Unternehmen engen Kontakt halte. Das solle dafür sorgen, dass die "Buy and Hold"-Idee des Investmenthauses auch bei den Endkunden verfange und diese nicht nach jeder Börsenkorrektur panisch ihre Fondsanteile verkaufen würden. Die Dimensional-Fonds würden weder Ausgabeaufschläge noch Vertriebsprovisionen zahlen. In Frage kämen sie also nur für Finanzberater, die sich ihre Dienstleistung direkt vom Kunden bezahlen lassen würden - sei es über Honorare, Servicegebühren oder im Rahmen einer Vermögensverwaltung.
Starkes Wachstum in Deutschland
In Deutschland gehe das Konzept offensichtlich auf, denn dort habe der Asset Manager sein Geschäft auf Sicht von zweieinhalb Jahren etwa verdoppelt. Bei dem für Kunden aus Deutschland betreuten Vermögen sei die "Marke von zehn Milliarden Euro in Sicht", habe Schneider der Redaktion gesagt. Im März 2023 habe er diese Summe im Interview mit "FONDS professionell Deutschland" noch auf "fast fünf Milliarden Euro" beziffert.
Im vergangenen Jahr habe der Fondsanbieter in Deutschland Schneider zufolge netto rund 750 Millionen Euro eingeworben. "Im laufenden Jahr bewegen wir uns beim Nettomittelaufkommen auf die Milliarden-Marke zu", so Schneider. "Noch erfreulicher als die bloße Summe ist meiner Meinung nach aber, dass wir jeden einzelnen Monat unter dem Strich Zuflüsse verzeichnen - egal, wie volatil die Börsen gerade sind. Das zeigt, dass unsere Kunden unsere Anlagephilosophie, die eine 'Buy and Hold'-Strategie beinhaltet, tatsächlich verinnerlicht haben."
Aktive ETFs in Planung
Bislang biete Dimensional seine Anlagestrategien in Europa nur im Mantel klassischer Publikumsfonds an. Jüngst habe der Asset Manager aber die Auflage mehrerer aktiver ETFs angekündigt. Zwei erste Produkte sollten noch in diesem Jahr unter anderem an der Börse Frankfurt gelistet werden. Vertrieben würden die ETFs zunächst in Deutschland, Großbritannien, Irland und den Niederlanden, eine Registrierung in weiteren Ländern solle folgen.
Mit den ETFs folge Dimensional in Europa einem Weg, den das Haus mit Sitz in Austin, Texas, schon in den Vereinigten Staaten beschritten habe: Dort habe der Anbieter vor rund sechs Jahren begonnen, seine Anlagestrategien nicht mehr nur in klassischen Publikumsfonds anzubieten, sondern auch in börsengehandelten Fonds. Mittlerweile sei Dimensional eigenen Angaben zufolge der größte Anbieter von aktiven ETFs in den USA. Auch in Australien habe der Asset Manager bereits ETFs lanciert, nun folge Europa. Per Ende Juni habe Dimensional weltweit 853 Milliarden US-Dollar verwaltet, gut 200 Milliarden davon seien auf aktive ETFs entfallen. (23.09.2025/fc/n/s)
"Seit Jahresbeginn sind zehn unserer Fonds auch in Österreich zum Vertrieb zugelassen", habe Dimensional-Deutschlandchef Lukas Schneider im Gespräch mit "FONDS professionell ONLINE" gesagt.
Zuvor habe Dimensional auf eine entsprechende Registrierung verzichtet. "Der damit verbundene Aufwand lohnt sich nur, wenn wir für das Geschäft eine ausreichende Perspektive sehen", so Schneider. "Das ist inzwischen der Fall - auch dank einiger guter Kunden, die wir schon lange aus Deutschland kennen und die unsere Fonds auch in Österreich einsetzen möchten."
Finanzadmin-Berater als Vorreiter
Als Beispiel nenne er die Wiener Wertpapierfirma Finanzadmin, eine Tochtergesellschaft des deutschen Maklerpools Fondskonzept. Weil viele deutsche Fondskonzept-Berater ihren Finanzadmin-Kollegen von Dimensional berichtet hätten, sei auch in Österreich das Interesse an diesen Anlagelösungen erwacht, so Schneider.
Der österreichische Markt solle zunächst vom Münchner Dimensional-Büro aus betreut werden, von wo aus aktuell sechs Angestellte des Fondsanbieters tätig seien. Das Team in Bayerns Landeshauptstadt werde bald auf acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anwachsen, perspektivisch sollten es zehn werden. Hinzu kämen drei Kollegen in Berlin und zwei, die den deutschen und künftig auch österreichischen Markt von der Londoner Europazentrale aus betreuen würden.
Doppelter Sonderweg
Im Vertrieb verfolge Dimensional den Ansatz, die Fonds nicht breit zu vermarkten, sondern im Wesentlichen über Finanzberater, die Schulungen durchlaufen würden und zu denen das Unternehmen engen Kontakt halte. Das solle dafür sorgen, dass die "Buy and Hold"-Idee des Investmenthauses auch bei den Endkunden verfange und diese nicht nach jeder Börsenkorrektur panisch ihre Fondsanteile verkaufen würden. Die Dimensional-Fonds würden weder Ausgabeaufschläge noch Vertriebsprovisionen zahlen. In Frage kämen sie also nur für Finanzberater, die sich ihre Dienstleistung direkt vom Kunden bezahlen lassen würden - sei es über Honorare, Servicegebühren oder im Rahmen einer Vermögensverwaltung.
Starkes Wachstum in Deutschland
In Deutschland gehe das Konzept offensichtlich auf, denn dort habe der Asset Manager sein Geschäft auf Sicht von zweieinhalb Jahren etwa verdoppelt. Bei dem für Kunden aus Deutschland betreuten Vermögen sei die "Marke von zehn Milliarden Euro in Sicht", habe Schneider der Redaktion gesagt. Im März 2023 habe er diese Summe im Interview mit "FONDS professionell Deutschland" noch auf "fast fünf Milliarden Euro" beziffert.
Im vergangenen Jahr habe der Fondsanbieter in Deutschland Schneider zufolge netto rund 750 Millionen Euro eingeworben. "Im laufenden Jahr bewegen wir uns beim Nettomittelaufkommen auf die Milliarden-Marke zu", so Schneider. "Noch erfreulicher als die bloße Summe ist meiner Meinung nach aber, dass wir jeden einzelnen Monat unter dem Strich Zuflüsse verzeichnen - egal, wie volatil die Börsen gerade sind. Das zeigt, dass unsere Kunden unsere Anlagephilosophie, die eine 'Buy and Hold'-Strategie beinhaltet, tatsächlich verinnerlicht haben."
Aktive ETFs in Planung
Bislang biete Dimensional seine Anlagestrategien in Europa nur im Mantel klassischer Publikumsfonds an. Jüngst habe der Asset Manager aber die Auflage mehrerer aktiver ETFs angekündigt. Zwei erste Produkte sollten noch in diesem Jahr unter anderem an der Börse Frankfurt gelistet werden. Vertrieben würden die ETFs zunächst in Deutschland, Großbritannien, Irland und den Niederlanden, eine Registrierung in weiteren Ländern solle folgen.
Mit den ETFs folge Dimensional in Europa einem Weg, den das Haus mit Sitz in Austin, Texas, schon in den Vereinigten Staaten beschritten habe: Dort habe der Anbieter vor rund sechs Jahren begonnen, seine Anlagestrategien nicht mehr nur in klassischen Publikumsfonds anzubieten, sondern auch in börsengehandelten Fonds. Mittlerweile sei Dimensional eigenen Angaben zufolge der größte Anbieter von aktiven ETFs in den USA. Auch in Australien habe der Asset Manager bereits ETFs lanciert, nun folge Europa. Per Ende Juni habe Dimensional weltweit 853 Milliarden US-Dollar verwaltet, gut 200 Milliarden davon seien auf aktive ETFs entfallen. (23.09.2025/fc/n/s)


