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Chinas Konsumwerte gestiegen erw.
27.04.06 10:08
DER FONDS.com
Für Sangita Uberoi von Charlemagne Capital gibt es am chinesischen Aktienmarkt derzeit zwei starke Themen: Konsum und Umwelt, berichten die Experten von "DER FONDS.com".
Sangita Uberoi, die Fondsmanagerin des Magna Greater China Fund begründe: "Die Einkommen und Vermögen sind in den vergangenen Jahren enorm gewachsen und müssen nun ausgegeben werden." So sei das Einkommen eines Chinesen zwischen 1994 und 2004 um jährlich 7,6 Prozent gewachsen. In Indien habe diese Wachstumsrate dagegen nur bei 4,4 Prozent im Jahr gelegen.
"Weil der amerikanische Konsument ein unsicherer Faktor ist, will die chinesische Regierung die Wirtschaft weg vom Export und hin zum heimischen Konsum bewegen", habe Uberoi zu "DER FONDS.com" gesagt. Dabei müsse sie jedoch zunächst dafür sorgen, dass die Einkommen zwischen Großstädten und den ländlichen Regionen ausgeglichen würden. Sie wolle dies unter anderem über erhöhte Ausgaben für Bildung, Gesundheit und das soziale Netz erreichen, so die Fondsmanagerin. Immerhin würden die derzeitigen öffentlichen Ausgaben für Bildung und Gesundheit nur jeweils 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachen. In Deutschland und den USA sei dieses Verhältnis doppelt bis viermal so hoch. Das nötige Geld stehe den Chinesen ja durch die über Jahre angesammelten Währungsreserven zur Verfügung.
Uberoi schätze, dass durch diese Maßnahmen die Gewinne der chinesischen Konsumwerte um bis zu 50 Prozent in diesem Jahr wachsen würden. Für den Gesamtmarkt rechne sie dagegen "nur" mit einem Gewinnplus zwischen 12 und 17 Prozent.
Chinas Aufschwung werde nach Uberois Meinung auch durch die von den G7-Staaten geforderte Aufwertung der heimischen Währung nicht gebremst. Im Gegenteil: "Ein stärkerer Chinesischer Renminbi Yuan wäre ja schädlich für den Export und gut für den Import; das würde den Wandel in eine Konsumgesellschaft sogar begünstigen", habe die Fondsmanagerin erklärt.
Die chinesische Umweltverschmutzung werde den Umweltunternehmen einen enormen Wachstumsschub verschaffen, so Uberoi weiter. "Besonders die Firmen für Wasserreinigung und -versorgung aber auch Recycling- und Umweltreinigungswerte werden Gewinnsprünge von bis zu 100 Prozent erreichen", habe die Fondsmanagerin gesagt. So hätten nach ihren Informationen inzwischen rund 400 der 660 chinesischen Großstädte regelmäßig Wassermangel. Durch aggressive Düngemethoden in der Landwirtschaft und der chemischen Industrie sei das Wasser stark verschmutzt. Uberoi erwarte, dass die chinesische Regierung einspringen und die umweltfreundlichen Unternehmen künftig stärker stützen werde.
Sangita Uberoi, die Fondsmanagerin des Magna Greater China Fund begründe: "Die Einkommen und Vermögen sind in den vergangenen Jahren enorm gewachsen und müssen nun ausgegeben werden." So sei das Einkommen eines Chinesen zwischen 1994 und 2004 um jährlich 7,6 Prozent gewachsen. In Indien habe diese Wachstumsrate dagegen nur bei 4,4 Prozent im Jahr gelegen.
Uberoi schätze, dass durch diese Maßnahmen die Gewinne der chinesischen Konsumwerte um bis zu 50 Prozent in diesem Jahr wachsen würden. Für den Gesamtmarkt rechne sie dagegen "nur" mit einem Gewinnplus zwischen 12 und 17 Prozent.
Chinas Aufschwung werde nach Uberois Meinung auch durch die von den G7-Staaten geforderte Aufwertung der heimischen Währung nicht gebremst. Im Gegenteil: "Ein stärkerer Chinesischer Renminbi Yuan wäre ja schädlich für den Export und gut für den Import; das würde den Wandel in eine Konsumgesellschaft sogar begünstigen", habe die Fondsmanagerin erklärt.
Die chinesische Umweltverschmutzung werde den Umweltunternehmen einen enormen Wachstumsschub verschaffen, so Uberoi weiter. "Besonders die Firmen für Wasserreinigung und -versorgung aber auch Recycling- und Umweltreinigungswerte werden Gewinnsprünge von bis zu 100 Prozent erreichen", habe die Fondsmanagerin gesagt. So hätten nach ihren Informationen inzwischen rund 400 der 660 chinesischen Großstädte regelmäßig Wassermangel. Durch aggressive Düngemethoden in der Landwirtschaft und der chemischen Industrie sei das Wasser stark verschmutzt. Uberoi erwarte, dass die chinesische Regierung einspringen und die umweltfreundlichen Unternehmen künftig stärker stützen werde.


