Absatzstatistik: Anleger wappnen sich gegen Inflations-Comeback - Fondsnews


01.03.17 15:32
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Wie die Ratingagentur Scope meldet, lässt die steigende Inflation Anleger verstärkt zu Rentenfonds mit inflationsgeschützten Anleihen greifen, so die Experten von "FONDS professionell".

Deren Analyse zufolge hätten allein die beiden größten Fonds am Markt von AXA IM und iShares in den vergangenen sechs Monaten Nettomittelzuflüsse von zusammen mehr als 1,4 Milliarden Euro verzeichnet. Insgesamt hätten deutsche Anleger derzeit 60 inflationsindexierte Rentenfonds zur Auswahl, die zusammen 26 Milliarden Euro verwalten würden.

Die sieben größten inflationsindexierten Rentenfonds:

Name des Fonds/ Vol. (Mio. EUR)

AXA WF Global Inflation Bonds A C EUR (ISIN LU0266009793 / WKN A0MRVF)/ 3.921,58
iShares USD TIPS UCITS ETF USD (Acc) (ISIN IE00B1FZSC47 / WKN A0LGP8)/ 3.081,35
LGT Bond Fund GI Inflation Linked (EUR) B (ISIN LI0017755534 / WKN 964795)/ 1.363,03
iShares InflationLinkedGovtBd UCITS ETF EUR (Acc) (ISIN IE00B0M62X26 / WKN A0HGV1)/ 1.285,69
Allianz Euro Inflation-linked Bond - AT - EUR/ 1.260,97
PIMCO GIS Global Low Duration Real Rtn E Acc USD/ 1.198,32
Fidelity Funds - Global Infl-Lnk Bond A-ACC-USD/ 1.182,42

Während ein Großteil der Fonds inflationsindexierte Anleihen im Euroraum erwerbe, würden andere Fonds weltweit in derartige Titel investieren. Dem breiten regionalen Investmentfokus entsprechend klaffe auch das Performance-Spektrum auseinander: Scope zufolge reiche es auf Dreijahressicht von minus 3,6 Prozent bis zu 13,4 Prozent jährlich. Auch bei der Volatilität würden die Fonds ein vergleichsweise großes Spektrum zeigen: Es reiche von 1,5 Prozent bis zu 17,6 Prozent.

"Nicht nur Investoren, auch Fondsanbieter stellen sich auf die steigende Inflation ein", sage Scope-Analyst Daniel Burgmann. In einer aktuellen Umfrage unter 57 Fondsgesellschaften hätten 60 Prozent der Befragten das Absatzpotenzial von Rentenfonds mit der Strategie "Inflation Linked" für das Jahr 2017 als "gut" oder "sehr gut" eingeschätzt. Im Vergleich zur Vorjahresumfrage sei das ein satter Zuwachs um 34 Prozentpunkte.

Hintergrund der neuen Liebe zu inflationsindexierten Rentenfonds seien die steigenden Teuerungsraten in vielen Ländern. In den USA habe sie im Januar mit 2,5 Prozent den höchsten Stand seit März 2012 erreicht. Auch in Deutschland würden die Preise steigen, wenn auch weniger stark: Im Januar habe die Inflationsrate 1,9 Prozent betragen.

Die weitere Entwicklung gerade in Europa sei allerdings mit viel Unsicherheit behaftet. Am morgigen Donnerstag würden die Verbraucherpreisänderungen für die Eurozone veröffentlicht, Analysten von BNP Paribas würden mit 1,9 Prozent rechnen. Unklar sei zudem, ob die Inflation weiter zulege, wenn der Ölpreisanstieg an Bedeutung verliere. (01.03.2017/fc/n/s)






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