BHP Billiton: So groß wie ein kleiner Staat
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neuester Beitrag: 12.04.26 23:33
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| eröffnet am: | 27.11.05 20:06 von: | xpfuture | Anzahl Beiträge: | 143 |
| neuester Beitrag: | 12.04.26 23:33 von: | MrTrillion3 | Leser gesamt: | 147489 |
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Wie dem auch sei, BHP ist jedenfalls ein Rohstoffriese, der bei Erdöl und Gas, bei allen Industriemetallen, bei Eisenerz und Kohle und neuerdings auch bei Uran nicht nur heute, sondern auch noch in vielen Jahren eine marktbeherrschende Position halten wird. Denn die Langlebigkeit ihrer Reserven scheint keine Grenzen zu kennen. Die Verteilung der Beiträge dieser verschiedenen Bereiche zum Gesamtergebnis wird nach Integration von WMC wie folgt aussehen:
Divisionen in Prozent des Ergebnisses
Rohstoffe für die Stahlerzeugung
(insbesondere Eisenerz und Kokskohle) 45%
Rohstoffe für die Edelstahlerzeugung
(insbesondere Nickel) 6%
Andere Metalle
(insbesondere Kupfer, Blei, Zink und Silber) 17%
Aluminiumoxide 11%
Öl und Gas 13%
Heizkohle 6%
Diamanten 2%
In dieser Aufstellung ist Uran nicht enthalten. BHP war aus diesem Geschäft ganz ausgestiegen, hat aber jetzt mit dem Kauf von WMC Resources auch hier Weltbedeutung erlangt. Zwar fällt die derzeitige Uranproduktion von WMC kaum ins Gewicht, sie liegt weit unter 10% des Gesamtmarktes. WMC und damit jetzt BHP verfügt aber über nahezu 40% der weltweiten Uranreserven, eine Größenordnung, die kaum vorstellbar ist, auch weil mit ihr künftig Macht verbunden sein wird. Da BHP für den Kauf von WMC gerade mal etwas als die Hälfte ihres jährliche Cash Flows aufgewandt hat, dürfte es ihr auch nicht schwer fallen, die Milliardeninvestitionen, zu denen WMC nie in der Lage gewesen wäre, zu stemmen, um die Uranreserven zu heben. Das ist aber noch „Zukunftsmusik“. In den nächsten Jahren wird vor allem mit den folgenden Divisionen das Geld verdient:
Eisenerz und Kokskohle: 2003 erzielte BHP in diesem Bereich noch ein Ergebnis von US Dollar 1 Mrd. 2006 soll es auf US Dollar 5 Mrd. steigen. Es hätte sich also in 3 Jahren verfünffacht und wäre mit über 40% Ergebnisbeitrag der bedeutendste Geschäftsbereich der Gesellschaft. Die Preissteigerungen bei Eisenerz lagen allein in diesem Jahr bei über 70%. Für Kokskohle konnten ähnliche Erhöhungen durchgesetzt werden. BHP verkauft beide Rohstoffe ausschließlich auf Grundlage langfristiger Lieferverträge und dies nur an die bedeutendsten Stahlunternehmen der Welt. Chinesische Randanbieter haben keine Chance, mit BHP ins Geschäft zu kommen. Bei Eisenerz liegt BHP zwar nur auf dem dritten Platz der Weltrangliste und immerhin deutlich hinter CVRD. Bei Kokskohle, an der in allen wichtigen Wachstumsregionen wie China, Brasilien und Indien Mangel herrscht, ist BHP aber unangefochten die Nummer 1 der Welt. Konkurrenz kommt hier nur aus Nordamerika. Will also ein bedeutender chinesischer „Stahlkocher“ den idealen Mix von Kokskohle und Eisenerz einkaufen, um sich langfristig abzusichern, kommt er an BHP nicht vorbei. Umgekehrt ist BHP, wie auch CVRD, auf das weitere Wachstum der chinesischen Stahlindustrie angewiesen. Geht man aber von den derzeitigen Prognosen aus, so sollten die chinesischen Stahlkapazitäten auch in den nächsten 5 bis 8 Jahren mit jährlich 10%, wahrscheinlich sogar mit 20% wachsen. Die Zukunft dieses Geschäftsbereichs scheint also gesichert zu sein.
Öl und Gas: Trotz des boomenden Geschäfts sinkt hier der prozentuale Anteil am Gesamtergebnis. Das will aber nicht viel heißen, wenn sich der Gewinn bei Eisenerz und Kokskohle verfünffacht. BHP gilt heute immerhin als der bedeutendste Explorer der Welt, zumal sich die großen Ölfirmen wegen ihrer schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit eher zurückhalten. Sie Ist vor allem anerkannter Spezialist bei Tiefseebohrungen, schon weil das in Australien wegen der zahlreichen Off-Shore-Vorkommen zum täglichen Geschäft gehört. Neben kleineren australischen Firmen wie Santos und Oil Search ist sie hier führend, und dies gilt nicht nur für Flüssiggas, sondern auch für die neuentdeckten Erdölfelder im Norden Australiens. Auch in der Nordsee ist sie mit ihrer engen Verbindung zu Großbritannien fest etabliert. Dass sie aber auch im Golf von Mexiko zu den bedeutendsten Explorern gehört, würde zumindest den Laien überraschen. Tatsache ist, dass sie dort mit großem Erfolg für den amerikanischen Markt fördert und regelmäßig die Erschließung weiterer Felder ankündigt. Selbst im Mittleren Osten ist BHP keine Unbekannte, und es würde uns nicht wundern, wenn sie demnächst auch vor der Westküste Afrikas auftaucht. Für das Geschäft wird es in jedem Fall gut sein, dass BHP exzellente Beziehungen zu China unterhält.
Aluminiumoxide: Hinter dem Joint Venture aus Alumina und Alcoa, die wir in unserem Rohstoffreport schon häufiger besprochen haben, ist BHP der bedeutendste australische Lieferant von Aluminiumoxiden. Dieses Geschäft boomt mit dem Wachstum der asiatischen Raffinerien. Bedenkt außerdem, dass die Alumina aus der ehemaligen WMC, durch eine Unternehmensausgliederung, hervorgegangen ist, so würde uns nicht wundern, wenn BHP auch an einem Kauf dieses Unternehmens interessiert wäre. Zur Alumina dürften jetzt immerhin enge Kontakte bestehen, nachdem das Management der WMC in das Unternehmen eingegliedert wurde. Auch Alcoa muss an einem Kauf der Alumina interessiert sein. Hier könnte es zu heißen Bieterwettbewerb kommen. In jedem Fall ist und bleibt Alumina ein interessanter Übernahmekandidat.
Nickel und Kupfer: Bei diesen Rohstoffen wurde die Position der BHP Billiton durch den Kauf der WMC erheblich gestärkt. Das gilt insbesondere für Nickel. Der Weltmarktanteil von BHP hat sich hier durch die Fusion mit WMC mehr als verdoppelt. BHP ist jetzt die Nummer 3 nach dem unumstrittenen Markführer Norilsk Nickel und nur knapp hinter der kanadischen Inco. Wie wichtig es ist, gerade bei der Nickelgewinnung durch Zukäufe zu expandieren, haben wir in unserem heutigen Leitthema beschrieben. Genehmigungen neuer Nickelminen werden heute wegen der des hohen Ausmaßes an Umweltschäden beim Nickelabbau kaum noch erteilt. Nickel ist aber der nahezu unersetzbare Rohstoff für die Edelstahlerzeugung, die nach wie vor rapide zunimmt. Auch bei Kupfer hat BHP ihre Position durch den Zukauf von WMC deutlich gestärkt. Immer noch mit deutlichem Abstand zu Codelco, aber vor Phelps Dodge ist BHP nunmehr die Nr. 2 im Kupfermarkt. Wichtiger für die Gesellschaft ist noch, dass mit der Olympic-Dam-Mine der WCM die bedeutendste australische Kupfermine in ihr Portfolio gelangte. Bisher gewinnt und raffiniert BHP Kupfer vorwiegend in Chile. Die Olympic-Dam.Mine soll ein enormes Investitionsprojekt werden, insbesondere auch, um das dort liegende Uran zu heben. Dabei geht die Gesellschaft davon aus, auf weitere bedeutende Kupferreserven zu stoßen. Auch Kupfer wird in den nächsten Jahren immer wieder knapp werden, zumal sich auch hier eine Oligopolsituation bildet, in der die fünf größten Gesellschaften mehr als 40% des Marktes kontrollieren.
Natürlich ist das nicht alles. BHP ist auch der bedeutendste Weltlieferant von Heizkohle und Diamanten. Im Geschäft mit Uran wird BHP sehr bald zur Nummer 1 der Welt aufsteigen. Das mag ihr gar nicht so recht sein. Denn sie hatte diese Aktivität ja gerade aufgegeben, um nicht zu sehr im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit zu stehen. Jetzt führt wohl kein Weg mehr daran vorbei.
Die BHP Billiton aus Sicht des Anlegers
Wer Aktionär von BHP Billiton ist, darf Kursschwankungen nicht fürchten. Die Kursentwicklung ist in der Tat sehr volatil, weil die enge Beziehung Gesellschaft zu den Megamärkten China und Indien immer wieder durch negative Meldungen zum Wachstum dieser Regionen belastet wird. BHP kennt sich aber gerade in diesen Ländern besonders gut aus, knüpft nur zu den besten Gesellschaften Geschäftsbeziehungen , die sie auf Basis langfristiger Verträge abwickelt und die von den Abnehmern strikt eingehalten werden. Das gilt insbesondere für die Rohstoffe der Stahlerzeugung. An den Spotmärkten treten hier nur kleinere Gesellschaften und die indischen Minen auf. Indien wird aber sein Eisenerz künftig selbst brauchen, so dass BHP und CVRD ein immer größeres Gewicht in diesem Markt einnehmen werden. Die Price-Earning-Ratio der Gesellschaft auf Grundlage der für 2006 geplanten Zahlen liegt unter 9. Der Portefolio-Mix ist exzellent. BHP ist die einzige große Rohstoffgesellschaft, die in gleicher Weise Energieprodukte wie Metalle liefert. Sie befindet sich sowohl bei Erdöl, Heizkohle und Uran wie bei allen wichtigen Metallen unter den Weltmarktführern. Wer am Wachstum Chinas und Indiens partizipieren möchte und eine langfristige Anlage sucht, aber nicht jeden Tag auf den Aktienkurs starrt, kommt an BHP nicht vorbei.
xpfuture
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| Boardmail an "jura_14" |
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https://www.cnbc.com/video/2023/04/21/...-which-is-a-better-pick.html
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| Boardmail an "neymar" |
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Vor einigen Jahren wurde damit begonnen, 4-5 Mrd $ investiert und dann auf Eis gelegt. Vor 1-2 Jahren hat man sich entschlossen
Dieses Werk fertig zu bauen ( nochmals Kosten von ca.3 Mrd),
Ohne eine entsprechende Infrastruktur für den Abtransport (Hafen..) zu haben. Nachdem jetzt die Kalipreise, trotz Sanktionen gegen Belarus, so stark eingebrochen sind und Zinskosten bzw.
Allgemeine Kosten...wie soll sich das in Zukunft rechnen?
Es gibt jetzt schon ein Überangebot an Kali. Da wird BHP ordentlich ins straucheln kommen, oder?
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| Boardmail an "Falkone3" |
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Schau mal da und stöbere ein wenig:
https://www.finanznachrichten.de/...hten-aktien/bhp-group-limited.htm
Man rechnet 7 Jahre, bis die Kosten drin sind.
Das ist hervorragend. Es wird wohl ein echter Gewinn. Auch für Dividende.
Es ist halt so, dass ein Bergbauunternehmen den Umsatzund den Gewinn nicht soschnellerhöhen kann, wie eine Software Firma.
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| Boardmail an "kaktus7" |
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auf 25,88 € -5,03%!
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| Boardmail an "Cadillac" |
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Das sollte sich auch negativ auf den Kurs auswirken, meine Meinung.
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| Boardmail an "Bilderberg" |
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| Boardmail an "ikke2" |
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| Boardmail an "Buggi62" |
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https://www.finanznachrichten.de/...er-richtige-kaufzeitpunkt-486.htm
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| Boardmail an "Highländer49" |
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https://www.finanznachrichten.de/...noch-eine-dividendenperle-486.htm
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| Boardmail an "Highländer49" |
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https://www.bhp.com/news/media-centre/releases/...ed-31-december-2024
Wie ist Eure Meinung zu dem Ergebnis für das Jahr 2024?
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| Boardmail an "Highländer49" |
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BHP besitzt in Australien Uran Vorkommen - "Mine Olympic Dam" (Gold & Kupfer) . In Aust. ist die Nuklearenergie per Gesetz verboten. Mögliche Änderung könnten Wahlen am 17 Mai 2025 bei der Parlamentswahl bringen. Cameco wäre ein weiterer Gewinner durch Besitz des Uran Projektes YEELIRRIE in Westaustralien.
gruss
BoD
https://www.finanznachrichten.de/...ie-endlich-ein-kaufsignal-486.htm
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| Boardmail an "Highländer49" |
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Die Kupferpreise steigen auf Rekordniveau, während die weltweite Produktion stagniert. In den argentinischen Anden soll die Mine „Los Azules“ Abhilfe schaffen – trotz immenser Hürden.
Lesen Sie den ganzen Artikel: Kupfer-Goldrausch in den Anden: Das Megaprojekt, das Argentinien verändern könnte
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| Boardmail an "ARIVA.DE" |
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Kupfer verzeichnete 2025 den stärksten Preisanstieg seit der Finanzkrise – getrieben von KI-Investitionen, Minenproblemen und globalen Spannungen. Auch 2026 könnte die Rally weitergehen, denn strukturelle Angebotsrisiken und geopolitische Unsicherheiten bleiben bestehen.
Lesen Sie den ganzen Artikel: Kupfer-Rally auch 2026? Wie KI, Minenkrisen und geopolitische Spannungen die nächste Preiswelle auslösen
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| Boardmail an "ARIVA.DE" |
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In einer 60 kWh Batterie der neueren Generation sind etwa 39 - 49 kg Nickel enthalten.
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| Boardmail an "pheinen" |
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https://www.ariva.de/aktien/bhp-group-ltd-aktie/...-deutlich-11910649
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| Boardmail an "Highländer49" |
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BHP Group ist für mich am 12. April 2026 eine der qualitativ besten Rohstoffaktien der Welt, aber eben auch genau das: eine Rohstoffaktie. Wer hier ein lineares, planbares Wachstum wie bei einem Software- oder Konsumgüterkonzern erwartet, liegt falsch. Wer dagegen einen finanzstarken, sehr diszipliniert geführten Diversified Miner mit erstklassigen Lagerstätten, niedrigen Kosten und einem inzwischen sehr attraktiven Kupfer-Schwerpunkt sucht, der findet in BHP ein außergewöhnlich starkes Unternehmen. Auf ADR-Basis notierte die Aktie zuletzt bei 76,81 US-Dollar; ein ADR entspricht zwei BHP-Stammaktien, also rund 38,41 US-Dollar je Ordinary Share. Daraus ergibt sich grob eine Börsenbewertung von knapp 195 Milliarden US-Dollar.
Die Geschichte des Konzerns ist lang und wichtig, weil sie zeigt, warum BHP heute so robust ist. BHP geht auf die 1885 gegründete Broken Hill Proprietary Company zurück und begann mit Silber- und Bleivorkommen in Broken Hill in New South Wales. 2001 wurde die Fusion mit Billiton vollzogen; daraus entstand BHP Billiton als weltweit führender diversifizierter Rohstoffkonzern. Später wurde das Portfolio immer weiter vereinfacht, 2022 die Konzernstruktur unter BHP Group Limited vereinheitlicht und der frühere Petroleum-Bereich mit Woodside zusammengeführt. Das war keine Kosmetik, sondern strategisch sinnvoll: weg von einem zu breiten Rohstoffmix, hin zu großen, langlebigen, kostengünstigen Assets in Eisenerz, Kupfer, metallurgischer Kohle und künftig Kali. (bhp.com)
Genau darin liegt heute die Investmentthese. BHP ist operativ breit genug aufgestellt, um Zyklen besser auszuhalten als ein reiner Kupfer- oder Eisenerzförderer, aber zugleich fokussiert genug, um Kapital nicht zu verzetteln. Das Unternehmen beschreibt sich inzwischen als weltweit größten Kupferproduzenten; in den vier Jahren bis 2025 ist die Kupferproduktion um rund 30 Prozent gestiegen. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 kam Kupfer erstmals auf mehr als die Hälfte des zugrunde liegenden Ergebnisses. Gleichzeitig bleibt WAIO in Western Australia das Rückgrat des Konzerns: BHP war dort laut eigenen Angaben sechs Jahre in Folge der kostengünstigste große Eisenerzproduzent weltweit und will die nachhaltige Produktion mittelfristig auf mehr als 305 Millionen Tonnen pro Jahr steigern. (bhp.com)
Die Fundamentals sind stark. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte BHP 51,262 Milliarden US-Dollar Umsatz, 26 Milliarden US-Dollar Underlying EBITDA und 10,2 Milliarden US-Dollar Underlying Attributable Profit. Der operative Cashflow lag bei 18,7 Milliarden US-Dollar, die Kapital- und Explorationausgaben bei 9,8 Milliarden US-Dollar und die Nettoverschuldung zum 30. Juni 2025 bei 12,9 Milliarden US-Dollar. Im Halbjahr bis zum 31. Dezember 2025 legte BHP noch einmal nach: 27,9 Milliarden US-Dollar Umsatz, 15,5 Milliarden US-Dollar Underlying EBITDA, 6,2 Milliarden US-Dollar Underlying Profit, 9,4 Milliarden US-Dollar operativer Cashflow und 14,7 Milliarden US-Dollar Nettoverschuldung. Das ist für einen Konzern dieser Größe eine sehr solide Bilanz. Zugleich muss man nüchtern sagen: Die starke Halbjahresentwicklung war nicht nur operativ, sondern auch vom Preisumfeld begünstigt; BHP selbst nennt gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent höhere Kupferpreise und um 4 Prozent höhere Eisenerzpreise. (bhp.com)
Auch die Ausschüttungspolitik ist attraktiv, aber sie ist nicht so defensiv, wie viele Einkommensinvestoren glauben. BHP hat eine Mindest-Ausschüttungsquote von 50 Prozent des Underlying Attributable Profit je Berichtsperiode. Für FY2025 wurde eine Schlussdividende von 60 US-Cent je Aktie beschlossen, für das Halbjahr FY2026 eine Zwischendividende von 73 US-Cent je Aktie. Auf Basis dieser letzten beiden Ausschüttungen ergibt sich beim aktuellen ADR-Kurs grob eine laufende Bardividendenrendite von rund 3,5 Prozent. Das ist ordentlich, aber keine Anleihe. Bei fallenden Rohstoffpreisen kann die Dividende spürbar sinken. Wer BHP wegen einer vermeintlich stabilen Dauerrendite kauft, versteht das Geschäftsmodell nicht. (bhp.com)
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre ist der entscheidende Punkt nicht Eisenerz, sondern Kupfer. Die Internationale Energieagentur sieht im Global Critical Minerals Outlook 2025 trotz vieler angekündigter Projekte gerade bei Kupfer ein strukturelles Problem: Bis 2035 könnte eine Angebotslücke von rund 30 Prozent entstehen. Das passt sehr gut zu BHPs Portfolio. Das Unternehmen hat mit Escondida, Spence, Copper South Australia, Antamina, dem Vicuña-Joint-Venture und Resolution Copper eine außergewöhnlich tiefe Kupfer-Pipeline. Dazu kommt, dass BHP im März 2026 für Escondida ein neues Konzentratorprojekt mit 4,4 bis 5,9 Milliarden US-Dollar Investitionsvolumen eingereicht hat, das ab 2031/2032 die Kapazität stützen soll. Das ist genau die Art von Langfristprojekt, die BHP im kommenden Jahrzehnt wertvoll machen kann. (IEA)
Hinzu kommt Jansen. Das Kali-Projekt in Kanada ist strategisch wichtig, weil es BHP einen vierten großen Ergebnispfeiler außerhalb von Eisenerz, Kupfer und Kohle liefern soll. Das Problem ist, dass Jansen bereits teurer geworden ist: Stage 1 soll nun 8,4 Milliarden US-Dollar kosten und erst Mitte 2027 erstmals produzieren. Stage 2 läuft parallel weiter. Das Projekt kann langfristig erheblichen Wert schaffen, aber es zeigt auch, dass selbst BHP nicht immun gegen Baukosteninflation, Produktivitätsprobleme und Projektrisiken ist. Dasselbe gilt für die gesamte Wachstumsagenda: Sie ist stark, aber kapitalintensiv. BHP plant in FY2026 und FY2027 jeweils rund 11 Milliarden US-Dollar an Kapital- und Explorationsausgaben, erst danach soll das Niveau im Schnitt auf etwa 10 Milliarden US-Dollar sinken. (bhp.com)
Die Schattenseite der Aktie bleibt die Zyklik und das rechtliche Altlastenrisiko. Eisenerz ist trotz des Kupferschwenks weiterhin ein zentraler Gewinnbringer, und dieser Markt hängt stark an China. BHP selbst schreibt, dass die Stahlproduktion in China plateauiert hat. Das heißt: Die Fantasie auf der Eisenerzseite liegt weniger in stark wachsender Nachfrage als in Kostenführerschaft, Marktanteilen und robusten Margen. Dazu kommt Samarco. Die Fundão-Katastrophe von 2015 ist bilanziell und rechtlich noch immer nicht ganz erledigt; BHP verwies im November 2025 auf erwartete Cash-Abflüsse von im Wesentlichen 2,2 Milliarden US-Dollar für FY2026 und 0,5 Milliarden US-Dollar für FY2027 sowie auf fortbestehende Verfahren. Das ist beherrschbar, aber kein Nullrisiko. (bhp.com)
Bewertung und Kursziele: Rein auf Basis der zuletzt ausgewiesenen FY2025-Gewinne ist BHP mit einem groben KGV von rund 21 bis 22 auf ADR-Basis nicht billig. Für einen Bergbaukonzern ist das eher ambitioniert. Allerdings ist dieses einfache KGV nur begrenzt aussagekräftig, weil BHP mitten in einer Verschiebung des Ergebnisprofils hin zu Kupfer steckt und gleichzeitig erhebliche Wachstumsoptionen besitzt. Meine Einschätzung ist deshalb: Im Bärenfall, also bei schwächerem Kupfer, fallendem Eisenerz und höherem Projektdruck, liegt ein fairer ADR-Wert eher bei 60 bis 65 US-Dollar. Im Basisszenario, also bei weiterhin robustem Kupfer, ordentlichem Eisenerz und sauberer Projektumsetzung, halte ich 82 bis 88 US-Dollar für plausibel. Im Bullenfall, also bei anhaltend engem Kupfermarkt, weiter starker operativer Ausführung und wachsender Bewertungsprämie für die Kupferpipeline, sind 98 bis 105 US-Dollar möglich. Das sind keine punktgenauen Prognosen, sondern Bewertungsbänder. (bhp.com)
Unterm Strich ist BHP für mich kein billiger Schnäppchenkauf, aber ein sehr hochwertiger Zykliker. Die Aktie ist vor allem dann interessant, wenn man drei Dinge gleichzeitig akzeptiert: erstens schwankende Gewinne und Dividenden, zweitens hohe Kapitalintensität, drittens Phasen deutlicher Kursrückgänge trotz guter Unternehmensqualität. Dafür bekommt man einen Konzern mit Weltklasse-Assets, niedrigen Kosten, starker Bilanz, Kapitaldisziplin und einer der besten Kupfer-Optionen im globalen Bergbausektor. Für die nächsten 5 bis 15 Jahre halte ich BHP daher für einen der überzeugendsten großen Rohstoffwerte überhaupt. Nicht, weil das Geschäft stabil wäre, sondern weil BHP innerhalb eines instabilen Sektors ungewöhnlich stark positioniert ist. Genau das ist hier der Punkt. (bhp.com)
Autor: ChatGPT
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