Post 2138: Hier muss ich Lord Tourette mal Recht geben: in Datteln gehen tatsächlich keine Gaskraftwerke in Betrieb. Das dürfte daran liegen, dass dort auch keines gebaut wurde. Allerdings wurde mit "Datteln 4" vergangenes Jahr nach jahrelangem Rechtsstreit eines der größten und modernsten Kohlekraftwerke Europas in Betrieb genommen. Wegen der mehrjährigen Verspätung bei der Inbetriebnahme wurde die Betriebserlaubnis von alten, kleineren, aber viel schmutzigeren Kohlekraftwerken nebenan verlängert, um genügend Strom ins lokale Netz einzuspeisen.
Einer der größten Kunden von "Datteln 4" ist übrigens die Deutsche Bahn. Pikant daran ist, dass der Roland Profalla in Personalunion sowohl im Bahn-Infrastrukturvorstand und gleichzeitig die "Kohlekommision" geleitet hat, weche der Bundesregierung empfohlen hatte, e.on/Uniper für Datteln 4 zu entschädigen anstatt es ans Netz gehen zu lassen. Damit wäre man seitens der Bahn den unliebsam gewordenen Vertrag mit Datteln 4 nicht erfüllen müssen und hätte die Kosten hierfür den Staat und damit uns Steuerzahlern aufgebürdet.
https://www.cicero.de/innenpolitik/...milliarden-euro-baustelle/42775 -- auf dieser Seite wird in der Bildunterschrift aus "Datteln 4" sogar ein Atomkraftwerk ;-) gar nicht so einfach ... https://www.zeit.de/mobilitaet/2020-02/...s%3A%2F%2Fwww.google.com%2F
Zu teure Entschädigung Die Bahn hat in der Vergangenheit allerdings probiert, aus dem ungeliebten Datteln-4-Vertrag herauszukommen. Und zuletzt hatte sie gehofft, dass der Kohlekompromiss das Aus für Datteln 4 bringen würde. Die Kohlekommission, die von Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla geleitet wurde, hatte der Bundesregierung empfohlen, Uniper zu entschädigen und Datteln 4 nicht ans Netz gehen zu lassen. Der Bundesregierung war die Entschädigung jedoch zu teuer.
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