Jedes Gebäude erhält eine Brennstoffzelle !
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NachnutzungdesehemaligenSchlachthofgebäudesinVerbindungmit einem Energiekonzept Die EUGEBAU beabsichtigt, dass erste energieautarke und CO2-neutrale Wohnquar- tier mit dem Energieträger Wasserstoff zu bauen. Das Quartier wird aus sechs Gebäu- den, nämlich dem stillgelegten „Alten Schlachthof“ Euskirchen und fünf Mehrfamilien- häusern bestehen. Die Mehrfamilienhäuser weisen eine Gesamtwohnfläche von 3.000 m2 auf. Alle sechs Gebäude werden Photovoltaikanlagen erhalten. Zusammen erbrin- gen sie eine Leistung von rund 440 Megawatt jährlich. Diese solare Energie soll mittels Akkumulatoren, Wasserstoff und Wasser gespeichert werden. Jedes Gebäude erhält einen Elektrolyseur, einen Wasserstofftank und eine Brennstoffzelle. Der mit der Pho- tovoltaikanlage produzierte Strom versorgt den Elektrolyseur, der Wasserstoff herstellt. Der hergestellte Wasserstoff wird in einem Wasserstofftank verdichtet und gespeichert. Seite | 9
Bei Bedarf produziert die Brennstoffzelle aus dem Wasserstoff Strom. Der jährliche Au- tarkiegrad jedes Mehrfamilienhauses wird so 80 % betragen. Die restlichen 20 % wer- den aus der Wasserstoffanlage bezogen, die in das Gebäude „Alter Schlachthof“ ein- gebracht wird. Insgesamt wird somit ein Autarkiegrad des Wohnquartiers von 100 % erreicht. Die Autarkie bezieht sich auf die Wärmeversorgung einschließlich der Warm- wasseraufbereitung und den Allgemein- und Haushaltsstrom. Die überschüssige Ener- gie soll der Elektromobilität zur Verfügung gestellt werden. Da die Photovoltaikanlagen, die Akkumulatoren, die Elektrolyseure, die Brennstoffzellen und die Ladestationen für Elektrofahrzeuge Gleichstrom verwenden oder produzieren, sollen weitgehend Gleich- stromleitungen (DC-Leitungen) verbaut werden. Dieses europaweit einzigartige DC- Netz bietet ein enormes Einsparpotenzial. Im Gebäude „Alter Schlachthof“ soll deshalb die eingesetzte Wasserstofftechnik und die Technik rund um das DC-Netz mittels einer Ausstellung präsentiert und somit der technisch interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die CO2-Ersparnis für das Quartier wird bei rund 267 t pro Jahr liegen. |