schreiben.
Dort hast Du ja auf meinen Vorschlag geantwortet.
Es geht mir dabei nicht darum, die Menschen sich selbst zu überlassen. Wenn Selbständigkeit in Deutschland ein Berufsmodell ist, dann wird der Staat das Knowhow einbringen müssen, um den zukünftigen Gemeinschaftsunternehmern eine solide Rückendeckung zu geben.
Das Ziel soll doch dazu dienen, Menschen in SINNVOLLE Arbeit zu bringen. Dies kann nur über die Schaffung neuer Existenzen gelingen, wenn der Markt nicht bereit ist, von aus sich heraus fair bezahlte Arbeitsstellen zu offerieren. Wenn die Löhne nicht mehr ausreichen, ist dies nicht immer ein Zeichen von zu großer Marktteilnehmerkonkurrenz sondern manchmal auch von zu großem Management-Overhead oder praktisch ineffizientem Management oder auch einfach Ausbeutung von "Humankapital".
Weiterhin ist Selbständigkeit eine Chance für die Menschen, endlich wieder in die Gesellschaft zurück zu kehren, mit allen Verpflichtungen, aber auch Freiheiten, die sie im Moment nicht haben. Sollte dies, wie Du schreibst, zu schwierig für diese Menschen sein, dann muss dafür gesorgt werden, dass es EINFACHER wird. So simpel. Wir stehen uns doch nur selbst im Weg, wenn wir diese Maßnahme kategorisch abblocken.
Mein Vorschlag kommt eben nicht unüberlegt sondern basiert auf dem Wunsch, die Arbeitsmarktpolitik von der bestehenden Wirtschaft und dem Bankensektor abzukoppeln, um ihren Einfluss auf das System zu verringern. Der Staat als Unternehmer, die Bürger als Subunternehmer, aber eben wiederum mit dem Ziel-Szenario der Abkoppelung vom Staat, um als autoarke Wirtschaftseinheit weiter zu existieren.
Zum einen kann es kein absoluter Supergau werden, denn zu einer Selbständigkeit gehören immer Grund-Investitionen, die auf dem Markt erworben werden müssen. Das stärkt im Gesamten die wirtschaftliche Struktur, in die solche Unternehmen später eingebunden werden. Zum anderen können auch aus diesen Unternehmen Arbeitsplätze generiert werden. Sollten Unternehmen scheitern, was sie natürlich auch werden, dann müssen die Ursachen analysiert werden. Es müsste weiterhin eine von der Betriebsgröße und der Kompetenz der Teilnehmer abhängige Investitions- und Risikodeckelung durch den Staat existieren, denn nicht jeder Verbund von Mitarbeitern kann gleichwertige Leistungen erbringen. Personalstrukturen müssen transparent bleiben, es könnten Modelle von Personalrotationen, flachen Hierarchien und gleichverteilter Bezahlung ausprobiert werden, usw. Nichtsdestotrotz ist alles ein steter Finanzfluss, so dass auch gescheiterte Unternehmungen aus Sicht des Staates einen positiven Effekt auf den Gesamtmarkt haben, solange eben alle transparent und legal arbeiten. ----------- [...] Unmöglichkeiten sind Ausflüchte für sterile Gehirne. [...] Hedwig Dohm 1831-1919 |