Angesichts der stetigen Flut an Negativmeldungen über nel ist es schon fast ein medizinisches Wunder, dass die Aktie nicht längst einstellig ist. Offenbar glauben noch ein paar Unerschütterliche an das grüne Wasserstoffmärchen. Die spannendste Frage bleibt aber: Wann kommt endlich die nächste saftige Kapitalerhöhung? Man muss ja schließlich irgendwie die Vorstandsgagen finanzieren. Millionenvergütungen für, sagen wir’s nett, überschaubare (NULL) Leistung. Der Aktienkurs spricht ja Bände.
Vielleicht wäre es mal an der Zeit, dass die hochdotierten nel -Manager ein Jahr lang auf ihre Boni verzichten. Oder besser gleich auf ihr gesamtes Gehalt – zumindest solange der Aktienkurs aussieht wie ein Skisprunghang.
Und selbst wenn der Wasserstoff-Boom irgendwann, sagen wir in 30 bis 50 Jahren, doch noch kommt: Warum sollte man dann ausgerechnet auf die Technik von nel setzen? Es gibt schließlich auch Anbieter mit echter Industrieerfahrung, wie Thyssenkrupp Nucera, deren Technologie nicht nur funktioniert, sondern auch weltweit skalierbar ist. Aber klar, warum solide Lösungen wählen, wenn man auch teure Experimente mit einem kaum bekannten Nischenanbieter finanzieren kann?
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