http://www.wdr.de/tv/sport_inside/sendungsbeitraege/2013/0204/koc.jsp
Lange Zeit sah es so aus, als ginge die Fußball-Karriere des Süleyman Koc stetig nach oben. Der junge Deutsch-Türke aus dem Berliner Problemkiez Moabit hatte sich beim Drittligisten SV Babelsberg 03 in die Stammelf gespielt und war kurz davor, einen Vertrag für die 2. Bundesliga zu unterschrieben. Doch dann, im April 2011, änderte sich das Leben von Süleyman Koc schlagartig: Wegen mehrerer Raubüberfälle, die er gemeinsam mit alten Freunden und seinem Bruder begangen hatte, wurde Koc zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt.
Kocs Zeit als Profifußballer schien zu Ende, doch ist es nun ausgerechnet der Fußball, der ihm eine zweite Chance bietet. Denn Koc durfte auf den Rasen zurückkehren: Sein alter Club, der SV Babelsberg, hat den 23-Jährigen wieder eingestellt – zunächst für ein Jahr. Er darf als Freigänger zum Training und zu den Spielen raus, abends muss er zurück in die JVA. Eine ungewöhnliche Resozialisierungsgeschichte mit Hilfe des Profisports. |