Rote Diskussion auf der Indymedia Plattform über die Vergewaltigung einer Supporterin im Refugee-Protest-Camp am Oranienplatz in Kreuzberg.
Bereits im Jahr 2013 spielte sich etwas Unfassbares ab: In Berlin kam es im Zuge der Besetzung des Oranienplatzes durch „Refugees“ zu einer Vergewaltigung einer linken Unterstützerin durch einen Flüchtling. Völlig desillusioniert von dem internen Umgang mit diesem Vorfall (zur Polizei wollte die junge Frau aus persönlichen Gründen nicht gehen) entschloss sich die Aktivistin, den Ablauf der Geschehnisse, die sich nach der Tat ereigneten, über das linksextreme Portal indymedia zu veröffentlichen. Was dort zu lesen ist, verschlägt einem die Sprache:
„Was nun folgte, war fast schlimmer, als die Tat selbst. Ich wurde gebeten, den Vorgang detailliert zu beschreiben. Es gab immer wieder Gespräche abwechselnd mit ihm und mir. Ihm wurde immer wieder die Möglichkeit gegeben, sich zu äußern, zu leugnen und mich als berechnendes Wesen darzustellen. Mir wurde ebenfalls detailliert berichtet, wie er die Situation geschildert hat. Der Vorfall wurde weder publik gemacht, noch wurde mir die Garantie gegeben, mich frei auf dem Gelände zu bewegen. Mit dem Resultat, dass ich nie wieder dorthin ging. Die Vorschläge reichten von „wir setzen uns alle gemeinsam zusammen und sprechen darüber, war doch alles nur ein Missverständnis“ über „beide Parteien tragen ihre Variante der Situation an unterschiedlichen Tagen vor dem Plenum vor und dieses entscheidet dann“ bis zu „beide Parteien treten gemeinsam vors Plenum und dann wird beraten“. Dieser Vorgang zog sich unglaublich lange hin und ich hatte währenddessen immer den Eindruck, dass er mehr geschützt wird als ich. Irgendwann also zog ich mich zurück, kapitulierte.“
Die Frau gab ferner zu Protokoll, dass außer ihr noch mindestens zwei weitere Frauen Opfer von Vergewaltigungen innerhalb des „Refugee-Protest-Camps“ in Berlin-Kreuzberg wurden. Doch anstatt damit innerhalb der Linken eine längst überfällige Diskussion über die mit außereuropäischen „Flüchtlingen“ importierten kulturellen und ethnischen Spannungen loszutreten, wurden ihr aus den eigenen Reihen heftige Vorwürfe gemacht. So heißt es direkt im ersten Kommentar unter ihrem Bericht:
„was dir passiert ist, is absolut scheisse und dass du im nachhinein keine unterstützung bekommen hast auch. allerdings ist deine darstellung sehr gut für rassistische stimmungsmache geeignet und da hätte ich von dir als ex-unterstützerin mehr respekt vor der bewegung und all den menschen erwartet, die im camp, in der schule und in anderen politischen orten gegen sexismus kämpfen.“
http://de.indymedia.org/2013/05/345257.shtml
Diese Supporterin hat Angst und wurde, wie so viele andere Frauen das letzte Mal dort gesehen.
Fazit von der Geschicht: Halt die Klappe wenn es der (linken) Sache dient |