Aus dem Börse Express vom 25. November 2008 Nachdem es für Immoeast (im Bild: Neo-CEO Eduard Zehetner) zuletzt etliche Kursziele im Penny-Stock-Bereich bzw. ein "Kursziel Null" seitens Kempen und Downgrades gesetzt hat, bekräftigt die RCB nunmehr ihre Kaufempfehlung für die Aktie. Analyst Roman Herzog reduziert das Kursziel allerdings von 5,8 auf 1,3 Euro. Die österreichischen Banken, die Immoeast covern, sind damit optimistischer eingestellt als die ausländischen Investmentbanken. Sowohl Unicredit (CA IB) als auch RCB empfehlen die Aktie zum Kauf, die Erste Group hat die Empfehlung für Immoeast weiterhin ausgesetzt. "Hohes Risiko, hohes Aufwärtspotenzial", titelt Herzog sein Update zur Immoeast. "Im Gegenteil zur Immofinanz sehen wir bei Immoeast keinen unmittelbaren Liquiditätsbedarf". Mit der per Ende Juli ausgewiesenen Liquidität sollte sich die Entwicklungspipeline für sechs bis neun Monate ohne externe Quellen finanzieren lassen. Insgesamt errechnet Herzog für den Zeitraum bis Ende Juli einen Liquiditätsbedarf von 180 Mio. Euro (exklusive möglicher Rückzahlung der rund 520 Mio. Euro seitens Ibag). Selbst in einem Liquidationsszenario mit einem Abverkauf aller Immobilien - wovon die RCB nicht ausgeht - würden die Aktionäre nicht komplett leer ausgehen. Das würde laut einer Szenariorechnung nur dann passieren, wenn alle Immobilien um 60% abgewertet werden bzw. die Immobilien um lediglich 40% der zuletzt festgesetzten Schätzwerte verkauft werden müssen. Mit dem nunmehr ausgegebenen Kursziel von 1,3 Euro hat die RCB bereits zahlreiche Widrigkeiten, die so nicht eintreten müssen, berücksichtigt, So ist sind sämtliche Firmenwerte abgeschrieben, ebenso das Intercompany Darlehen an die Immofinanz über 1,8 Mrd. Euro zu 100%. Eine Rückzahlung der 517 Mio. Euro seitens der Ibag ist nicht inkludiert. Auch sind Abwertungen auf das bestehende Portfolio im Ausmass von 45% vorgesehen. (bs) |