Sehr gute Aussichten hier! Branchenstudie kompakt: VR China - Windenergie 2011
Die Einleitung sagt schon, wo die Reise hingeht:
Kometenhaft hat sich die VR China in den vergangenen Jahren in das Spitzenfeld der Windenergieländer vorgeschoben. Ende 2010 dürfte sich die installierte Windkraftkapazität nach Einschätzung der National Reform and Development Commission (NDRC) auf knapp 42 GW belaufen. Ein Großteil stammt inzwischen aus inländischer Produktion. Ausländische Windkraftanlagenhersteller stoßen zunehmend auf Schwierigkeiten. Der Input aus dem Ausland ist hingegen bei Komponenten und Ingenieur-Know-how gefragt.
Energiemarktprognosen Chinas Primärenergieverbrauch hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Der China Electricity Council rechnet bis 2015 mit einer jährlichen Zunahme des Stromverbrauchs um rund 8,5%. Die globale Dimension des Ausbaus erneuerbarer Energien n China wird vor diesem Hintergrund deutlich.
Problematik Strommarkt Weder Chinas Stromeinspeise- noch -endnutzungstarife sind Marktpreise. Sie werden von der NDRC unterschieden nach Regionen, Energiequellen sowie industriellen oder privaten Abnehmern festgesetzt. Immer wieder hat die NDRC die landesweite Einführung eines derartigen Tarifsystems sowie die Erhöhung des Strompreises angekündigt. Bis Ende 2010 blieb die Umsetzung jedoch aus. China verfügt über kein landesweit integriertes Stromnetz.
Die Einführung von vier regional unterschiedlichen festen Einspeisetarifen für Strom aus Windkraft zwischen 0,51 RMB/kWh und 0,61 RMB/kWh im Juli 2009 schaffte endlich Planungssicherheit für die Windparkbetreiber. Die festen Einspeisetarife für Windkraft liegen in etwa doppelt so hoch wie die Einspeisetarife für Kohlestrom.
Die chinesische Regierung nutzte und nutzt die Chance, den wachsenden Bedarf an erneuerbaren Energien mit dem Aufbau einer eigenständigen inländischen Industrie zu verbinden. Inländische Hersteller erhalten zudem im Rahmen der nationalen Innovationspolitik Unterstützung.
Das Know-how der inländischen Unternehmen ist beständig gewachsen. Ausländische Hersteller haben trotz erheblicher Anstrengung, vor Ort zu produzieren, kontinuierlich Marktanteile verloren. Lag ihr Anteil an der neu installierten Windkraftkapazität 2004 noch bei 75%, fiel er 2009 auf 11,6% und dürfte 2010 bereits unter 10% gelegen haben.
https://www.gtai.de/ext/anlagen/PubAnlage_8829.pdf?show=true |