UniCredit habe seit Jahresbeginn Fortschritte mit der Bilanz gemacht. Im zweiten Quartal hätten die Einlagen zugenommen, während sich das Verhältnis von Krediten zu Einlagen verbessert habe. Ferner sei die Finanzierungslücke weiter verkleinert worden. Das Ergebnis habe mit unerwartet hohen Rückstellungen für Kreditausfälle allerdings leicht enttäuscht. Das unerwartet harte makroökonomische Umfeld werde im Zusammenspiel mit der Schuldenkrise vermutlich das Erreichen der Ergebnisziele trotz der besseren Kostentrends verzögern. Nach der Senkung der BIP-Prognose für Italien durch die Société Générale-Volkswirte habe man die Gewinnprognosen für das italienische Bankengeschäft von UniCredit zurückgenommen. Die EPS-Schätzung für UniCredit werde von 0,28 EUR auf 0,23 EUR (2012) und von 0,49 EUR auf 0,405 EUR (2013) gesenkt. Aus der revidierten EPS-Prognose ergebe sich für die UniCredit-Aktie ein KGV von 15,9 bzw. 9,0. Das Kursziel für die UniCredit-Aktie werde aufgrund der niedrigeren Kapitalkosten dennoch auf Sicht von zwölf Monaten von 3,60 EUR auf 3,70 EUR angehoben. |