Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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04.11.12 14:16 #1 Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
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200684 Postings ausgeblendet.
13.04.26 22:37 #200686 Etwas Geschichte: Demokratie in England u.
- die Unterschiede:


 
14.04.26 00:40 #200687 Neuauszählung eines Sitzes in Ungarn:
Es werden laut der Seite der ungarischen Wahlbehörde für TISZA maximal 137 Sitze, falls die angeordnete Neuauszählung für ein Mandat - aufgrund einer sehr geringen Differenz (59 Stimmen) - das gleiche Ergebnis bringt. Die Zweidrittelmehrheit steht jedenfalls und man kann jetzt hoffen, daß in Ungarn bald Verfassungsreformen für mehr Demokratie kommen, die Korruption eingedämmt und die Zusammenarbeit Ungarns und ihrer künftigen Regierung mit der EU etwas einfacher wird.

"Recount ordered in the Keszthely single-member constituency ...

... An extremely close result was recorded in the constituency: Balázs Varga, candidate of the TISZA Party, received 46.26%, i.e. 24,977 votes, while Bálint Nagy, the joint candidate of Fidesz, received 46.15% (24,918 votes). In light of the minimal difference, Bálint Nagy submitted a request for a recount of the votes pursuant to Section 258/A of Act XXXVI of 2013 on Electoral Procedure, which allows the candidate who finished in second place to request a recount of the votes without a justification only referring to the minor difference if the margin of victory is 100 votes or less. ..."

https://www.valasztas.hu/en/...eny?id=69dd048c1679660002133ca6%230001
https://vtr.valasztas.hu/ogy2026
 
14.04.26 17:31 #200688 Die Mullahs von Washington
T. Assheuer über die Resakralisierung der USA:

'...Zum einen soll der christliche Glaube künftig wieder die Gesellschaft durchdringen, von der Wiege bis zur Bahre, von der Familie über den Sportverein bis zum Militär. Zum anderen, und das ist entscheidend, sollen religiöse Energien nicht länger im sozialen Nirgendwo verdampfen, im Herrgottswinkel einsamer Herzen, in randständigen Gemeinden oder bei sektenhaften Selbsterlösern. Stattdessen sollen sie neu zentriert und auf den Staat ausgerichtet werden. Die spirituelle Kraft der Religion soll ihm überirdischen Glanz verleihen, Strahlkraft und Autorität.

Insofern passen die Inszenierungen im Weißen Haus einwandfrei ins Programm. Wenn Paula White-Cain, die Influencerin Gottes, ihre Hand auf Trumps Schulter legt, dann leitet sie himmlische Energien in den Körper des Erlösers und sakralisiert seine irdische Macht. Trump ist nun ein Christkönig; er trägt das Kreuz der Welt und opfert sich für uns, wie sich einst unser Lord and Saviour geopfert hat. »Nein zu Präsident Trump zu sagen, hieße, Nein zu Gott zu sagen....

...Es mag schon sein, dass ein gedankenloser Säkularismus, der sich über religiöse Gefühle lustig macht, den christlichen Rechten Auftrieb verliehen hat, nicht nur in den Vereinigten Staaten. Zudem ist an der rechten Liberalismuskritik nicht alles falsch. Mit einem Wort: Wer gehofft hatte, die Religion sei eine abgelebte Gestalt des Geistes und werde sich zeitnah in Luft auflösen, hat sich getäuscht. In unübersichtlichen Bewegungen kehrt sie in den USA zurück, um von der Maga-Bewegung zu einer Waffe im politischen Tageskampf umgeschmiedet zu werden.

Danach ist sie kaum mehr wiederzuerkennen: Die Maga-Religion ist eine Religion der Macht – roh, primitiv und gnadenlos. Sie spricht nicht von Befreiung und Gerechtigkeit, sondern verlangt die Anbetung des Staates und die Heiligsprechung präsidialer Macht. Sie vergöttert den Kapitalismus und banalisiert den Tod. Es stimmt, das Christentum zieht eine Blutspur durch die Weltgeschichte. Gleichzeitig hat es zweitausend Jahre lang gefordert, die Menschen müssten besser werden, als sie sind. In der Maga-Religion muss sich dagegen niemand mehr ändern, lediglich beim Töten besteht noch Selbstverbesserungsbedarf. Wie sagte Pete Hegseth? »Wir schlagen zu, während sie am Boden liegen, und genau so sollte es auch sein.« ...'

komplett https://www.zeit.de/feuilleton/2026-04/...lische-kirche-papst-leo-xiv

https://archive.ph/lZgG2#selection-1785.0-1820.0
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14.04.26 17:55 #200689 in Ungarn bald Verfassungsreformen für m.
Demokratie kommen

Programmatisch gibt es wenige Unterschiede zwischen Fidesz und Tisza. So sind sie z.B. bezüglich Migration  deckungsgleich. Mit diesem Thema begann die Entfremdung zwischen der EU und Ungarn nachdem Orban sich weigerte so zu verfahren wie damals in Deutschland. Das war der Beginn der der gegenseitigen Abgrenzungen und  Absetzbewegungen.

Tisza ist mindestens so nationalistisch (TV Das Erste), wenn nicht mehr, wie Fidesz. Sie gehen mit der Praxis konform Mitglieder der ungarischen Minderheiten bei den Nachbarn auf Wunsch ruckzuck ungarische Pässe auszustellen. Und in Ungarn träumt man immer noch von Großungarn. Im Parlament in Budapest sind die Karten von damals ausgestellt (https://www.budapestbesuchen.de/budapest-besuchen/...ment-budapester/ ,). Kurz gesagt, sie lieben mMn weder die Polen noch die Ukrainer und auf keinen Fall die Russen. Sie werden einem Sonderweg der Ukraine in die EU nicht zustimmen ( https://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-ungarn-hilfen-100.html ). Sie werden bei einem offiziellen Weg einen Volksabstimmung zum Beitritt abhalten und es ist klar wie die ausgehen wird. Die EU muss aufpassen dass sie nicht die gleichen Fehler wie mit Orban macht.

Sicherlich wird es im Inneren Änderungen geben. MMn werden sie die Wahlgesetze nicht wesentlich ändern, auf keinen Fall ein System wie bei uns. Das System der Mehrheitswahl wird mMn  bestehen bleiben. Sie werden nicht den Ast absägen der sie ans Ruder gebracht hat. Sie werden auf jeden Fall viele Posten, welche heute durch Fidesz-Leute besetzt sind, durch eigene ersetzen. Könnte sein, dass sie die öffentlichrechtlichen Medien etwas neutraler gestalten werden und das Rechtswesen normalisieren werden.

Mit der EU werden sie kooperativ zusammen arbeiten solange diese sich nicht zu stark in Ungarn einmischt. Und die Korruption wollen sie bekämpfen, mindestens die von Fidesz.  

Es ist auch nicht so dass in Ungarn bis heute überhaupt keine  Demokratie geherrscht hat. Das wichtigste Element, die Abwahl des jeweils aktuellen Machtgefüges, hat reibungslos funktioniert, Manche Gesetze haben allerdings nicht von Demokratie getrotzt. In diesem Sinne hat sich auch bei uns etliches entwickelt das nicht als Vorbild dienen kann:
https://www.bild.de/politik/...mp-kritisiert-6960f831fa56382de1f648ed

Ich verstehe die Begeisterung mancher hiesigen Medien nicht. Die Ernüchterung könnte relativ schnell eintreten.


 
14.04.26 18:07 #200690 said
Könnte von mir sein, ist aber von Assheuer:

Frage: Warum hadert die Rechte so sehr mit der Moderne?

Assheuer: Ich kann darin nur einen uralten Topos des rechtens Denkens wiedererkennen, das ist die Sehnsucht nach dem Tragischen. Und der Vorwurf an die moderne Gesellschaft lautet, dass sie das Tragische abgeschafft hat, denn nur das tragische, der unlösbare Konflikt, der Kampf, der Heros und vor allen Dingen: das Opfer schaffen Großes und Geschichtswirksames. Und der moderne Sozialstaat schafft die Tragik des Lebens ab und Heidegger sagt: Die Menschen leiden an der Not der Notlosigkeit. Sie wissen schon gar nicht mehr, was Daseinstiefe ist, Selbstgefühl und so weiter.


'
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15.04.26 12:29 #200691 Die Wirtschaftsministerin Reiche arbeitet ..
... offensichtlich nach ihrer Zeit für den Staat schon jetzt für einen sehr gut dotierten Job bei einem großen Konzern in der fossilen Industrie. Für diese Konzerne ist alles was dezentral funktionieren könnte (z.B. Batteriespeicher für Solar- und Windenergie) nur Teufelszeug. Es war aber auch schon vorher klar, daß Reiche alles tut, um den Erneuerbaren Energien möglichst große Steine in den Weg zu legen. Ist zudem nicht das erste Mal, daß CDU/CSU-Minister mit solchem Handeln gegen einen Wandel im Energiebereich auffallen.

"Batteriespeichern zum Nachteil
Katherina Reiche soll bei Energiekonzern Argumente für Gaskraftwerke bestellt haben

15.04.2026, 
Katherina Reiche will die Stromversorgung in wind- und sonnenarmen Zeiten vor allem mit Gaskraftwerken sicherstellen. Dazu arbeitet sie einem Bericht zufolge mit mindestens einem Hersteller eng zusammen. Der gemeinsame Gegner sind demnach Batteriespeicher, mit denen sich überschüssiger grüner Strom speichern lässt.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat nach "Spiegel"-Informationen beim Energiekonzern EnBW Vorschläge bestellt, die Batteriespeicher bei den geplanten Auktionen für die sogenannte Kraftwerksstrategie stark benachteiligen würden. ..."

https://www.n-tv.de/wirtschaft/...erke-bestellt-haben-id30715113.html

 
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16.04.26 14:51 #200692 JD Vance rät dem Papst, "vorsichtig" zu s.
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Vance betonte zugleich, er bewundere Leo XIV. und habe grundsätzlich nichts dagegen, dass der Papst zu aktuellen Ereignissen Stellung beziehe. Inhaltlich widersprach er jedoch dessen Einordnung des Konflikts im Nahen Osten. Leo XIV. hatte in der vergangenen Woche in sozialen Medien erklärt, Gott segne keinen Konflikt. »Wer ein Jünger Christi, des Fürsten des Friedens, ist, steht niemals auf der Seite derjenigen, die einst das Schwert führten und heute Bomben abwerfen«, schrieb der Papst.

Vance stellte diese Aussage mit Blick auf historische Beispiele infrage und verwies auf den Zweiten Weltkrieg: Gälte Leos Satz dann auch für die Landung amerikanischer Truppen in Frankreich, die zur Befreiung Europas von Nazideutschland und zur Rettung von Menschen aus Konzentrationslagern beitrug? »Wie kann man sagen, dass Gott niemals auf der Seite derjenigen steht, die das Schwert führen?«, fragte Vance.
.........
https://www.spiegel.de/ausland/...b2373cc-cd60-434d-a233-b62b11c54027

Die Kirche und die Religionen im Allgemeinen stehen nicht über der Nationalpolitik, denn ihre Organe wurden nicht demokratisch vom ganzen Volk gewählt. Sie dürfen Kritik üben, so wie jeder Bürger , aber mit dem Schwingen der Moralkeule machen sie sich nur lächerlich. Besonders, wenn man ihrer päderastischen Auswüchse und Quälereien an Schutzbefohlenen  in eigenen Heimen weltweit bedenkt. Und nicht nur genug damit, nein, sie strengten sich noch an weiter zu vertuschen. Wäre in diesem Zusammenhang nicht das Schwingen einen Schwertes sinnvoll gewesen? Könnte es nicht  auch Christi, der Fürst des Friedens, es so sehen?  
17.04.26 09:55 #200693 'Christi, der Fürst des Friedens'
'Wäre in diesem Zusammenhang nicht das Schwingen einen Schwertes sinnvoll gewesen? Könnte es nicht  auch Christi, der Fürst des Friedens, es so sehen'

Ist es nicht etwas komisch, Leute,  die eine ununterbrochene kollektive Gewalteruption verantworten und diese regelmässig evangelikal-apokalyptisch legitimieren, als unbestechliche Religionskritiker zu benennen ? Was diesen Leuten gegen den Strich geht ist nicht Religion oder Kirche, sondern Religion oder Kirche, die ihrem Amoklauf den Segen verweigern. Weiss auch jeder, bis auf Malko.


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17.04.26 10:08 #200694 The Diary Of A CEO - 15,8 Mio. Abonne.
Es lohnt sich wirklich die Zeit zu nehmen um genau diesen Beitrag komplett anzusehen.
Ist eine allgemeine aber sehr tiefgrundige Darstellung der geopolitischen Geschehnisse auf der Welt.

"Robert Pape ist Professor für Politikwissenschaft an der University of Chicago und einer der weltweit führenden Experten für Militärstrategie und Sicherheitsangelegenheiten"


 
17.04.26 12:19 #200695 'Robert Pape ist Professor für'
Pape ist neben Mearsheimer einer der beiden halboffiziellen Kronzeugen, die auf quasi jeder trumpkritischen Website bis hin zu CNN regelmässig aufgerufen werden, gerne auch mehrmals täglich. Die Analysen wiederholen sich deshalb und münden stets in der 'Escalation-Trap',  nicht zufällig auch der Titel seines letzten Buches. Ist jetzt alles nicht ganz falsch, aber dieses Klammern an Autorität und Kronzeugen zeigt schon an, dass den Trumpkritikern Argumente und Analysen ausgehen. Auch die Märkte tun weiterhin wie Schnuppe, die angekündigten und von Trumpkritikern auch erhofften ökonomischen Katastrophen sind bislang komplett ausgeblieben. Dasselbe gilt für den 'freien Fall' des Trump'schen Job-Approvements. Leider.  
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18.04.26 16:50 #200696 es gibt natürlich
mehrere angesehene (zweifelsfrei auch seriöse) joutuber, die sehr starkes Interesse für diese Infos haben,
da diese tatsächlich größtenteils sehr großes Wissen beinhalten und faktenbasiert sind durch jahrzehtelange Erfahrung in den (aller)größten Ämtern ihren jeweiligen Regierungen (Admirale, Generäle, Polit und Wissenschafts-Profesoren - um nur die Kompetenz hier zu erwähnen).

Ich gebe zu, manche "zersökeln diese Berichte zu mehreren kleineren und es der Eindruck entstehen kann, dass sie sich wiederholen.

Und weiste, Trampolinspringer und/oder div. Küchenhilfen gehören nicht zu diesen, die ich als Informationsquelle nutze ;)  
20.04.26 10:03 #200697 'größtenteils sehr großes Wissen beinhalten.
Das mehr oder weniger tiefgründige Ausmalen der in religiösen Wahn umschlagenden Hybris und des  strategischen Totalversagens des Trumpregimes, dessem Anführer zudem eine rasch fortschreitende Demenz diagnostiziert wird, führt aber sekundär dazu, die Bösartigkeit der Mullahs zu 'übersehen', deren militärische Fähigkeiten ins masslose zu übertreiben und ihnen die welthistorische Mission anzudichten, den grossen Traum aller Anti-Imps endlich wahrzumachen. Diese mal implizite, mal explizite Romantisierung der Mullahs ist das Problem der meisten trumpkritischen Analysen.    
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it's the culture, stupid
20.04.26 11:50 #200698 Weltkrieg III hat längst begonnen
Die Mischung aus Trumps Narzissmus und pseudoreligiösem Wahn lässt die Kriege in Nahost zum Glaubenskrieg zwischen Evangelikalen, Juden und Muslimen eskalieren!
Trumps und Netanjahus rechtsextreme Regime haben jede Kontrolle verloren und stürzen die Welt ins Chaos...  
20.04.26 11:59 #200699 Libertäre Milliardäre bereiten Flucht vor

Pionier-Projekt für poststaatliche Fantasien – an der Tech-City Prospera scheiden sich die Geister. Kann Konkurrenz Gemeinwohl ersetzen? Eine Analyse.

Sie legen die Kettensäge an: Internationale Tech-Eliten investieren in semi-autonome Privatstädte, ersetzen Wohlfahrt durch privatwirtschaftlicher Governance. Ob schwimmende High-Tech-Stadtfantasien oder die Privatstadt Prospera in der Karibik – die Ziele bleiben dieselben: Mit schwerem Geschütz wird vermeintlichen Markthemmnissen der Garaus gemacht.

Während mit Javier Milei ein selbst-erklärter Anarchokapitalist an den Schalthebeln argentinischer Macht Platz nimmt, bleiben andere libertäre Fantasien juristisch umkämpft. Im Konflikt zwischen dem honduranischen Zentralstaat und der libertären Sonderzone fühlen sich Anwohner und indigene Bewegungen machtlos: Das libertäre Elitenprojekt gilt ihnen als Angriff auf nationale Souveränität und lokale Lebensqualität.

Wahlamt in Argentinien, Enklaven in der Karibik, die Forschung nach ewigem Leben und See-Städte: Wie gefährlich ist der Libertarismus? ...

Libertäre Traumwelt: Ein Experiment mit gefährlichem Ausgang | Telepolis
Pionier-Projekt für poststaatliche Fantasien – an der Tech-City Prospera scheiden sich die Geister. Kann Konkurrenz Gemeinwohl ersetzen? Eine Analyse.
 
20.04.26 21:47 #200700 'investieren in semi-autonome Privatstädte'
'Internationale Tech-Eliten investieren in semi-autonome Privatstädte, ersetzen Wohlfahrt durch privatwirtschaftlicher Governance.  Ob schwimmende High-Tech-Stadtfantasien oder die Privatstadt Prospera in der Karibik – die Ziele bleiben dieselben.'

So bescheiden war man früher. Die libertäre Dystopie - eine Gruppe Gottbegnadeter erhält eine grenzenlose Freiheit, während ihnen der ganze Rest als geformte und genormte Mestizen zuarbeitet - lässt sich erst in kompletten Gesellschaften wirklich konsequent umsetzen. In den USA läuft nun ein vielversprechender Grossversuch zum Thema und bleibt auch vielversprechend, solange das Bündnis mit  evangelikalen Apokalyptikern, Trump-Loyalisten, Männerrechtlern und Maga-Mob keine ernsthaften Risse bekommt. Klar ist bei den handfesten Widersprüchen zwischen den Wertepartnern, das Bündnis kann nur eines auf Zeit sein. Irgendwann wird abgeräumt und bis dahin gilt es sich in der Macht festzusetzen.  
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