Lohnfortzahlung im Krankheitsfall - bald vorbei?

Seite 1 von 2
neuester Beitrag:  23.03.24 12:47
eröffnet am: 23.12.15 10:47 von: 007Bond Anzahl Beiträge: 39
neuester Beitrag: 23.03.24 12:47 von: James495 Leser gesamt: 6738
davon Heute: 3
bewertet mit 7 Sternen

Seite:  Zurück  
1
2    von   2   Weiter  
23.12.15 10:47 #1 Lohnfortzahlung im Krankheitsfall - bald vorbei?
Angesichts der Forderung, die Arbeitgeber an den steigenden Krankenkassenbeiträgen zu beteiligen, hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Lohnfortzahlung für Arbeitnehmer im Krankheitsfall durch die Arbeitgeber infrage gestellt.

http://www.t-online.de/wirtschaft/versicherungen/...fall-infrage.html

Kann da mal jemand vorbeigehen, und zwar mit einem großen Holzhammer? ...  
23.12.15 10:50 #2 Wenn man die ganzen Kammern auflösen
oder auf freiwillige Mitgliedschaft umstellen würde, wäre das gewiss kein Verlust, sondern politisch und volkswirtschaftlich eher ein Gewinn.  
23.12.15 10:56 #3 wird auch wirklich Zeit
-----------
bald Weihnachten
23.12.15 11:05 #4 Der Krankenstand
steigt jedes Jahr an. Wie kommt das bloß? :-))
-----------
Zu Risiken und Nebenwirkungen zum Urheberrecht
fragen sie JP,oder tragen den Anwalt zum Apotheker
23.12.15 11:09 #5 wo steigt der Krankenkstand jedes Jahr an?
Steigender Krankenstand kann ohnehin ein gutes Zeichen sein, dass der Präsentismus zurückgeht.  
23.12.15 11:09 #6 bei dem
wirtschaftswachstum  (steigt auch der krankheitsstand )   und es sind ja fast keine arbeitslosen mehr die müssen (mehr Arbeiter)auch reingerechnet werden......  
23.12.15 11:22 #7 Ach - so dolle ist das mit dem Krankenstand
doch nicht. Vor allem dann nicht, wenn man bedenkt, dass wegen der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt die Beschäftigten weniger Angst vor Entlassungen haben müssen und wenn man weiter bedenkt, dass die Arbeitnehmer im Schnitt immer älter werden. Hier mal gucken:

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/...n-der-gkv-seit-1991/  
23.12.15 11:41 #8 "...wenn man bedenkt, dass wegen der guten La.
auf dem Arbeitsmarkt die Beschäftigten ..."

"gute Lage" = endlich mal eine Bestätigung von kompetenter Seite...



 
23.12.15 11:44 #9 auch #4 ist mal wieder eine
vorzügliche These aus der Wirtschaftswunderwelt.

Schöne Kurve aus #7. Die Veränderungen waren mir gar nicht so bewusst.  
23.12.15 12:33 #10 zu #7:
Zur Ansicht benötigen Sie einen Premium-Account ...
Oh jeh: 49 *12 * MWSt * 1,08 ... Das kostet mich ja ganz schnell mal 765 CHF ...
 
23.12.15 12:38 #11 boz, hier:
Qualität der Arbeit - Krankenstand - Statistisches Bundesamt (Destatis)
Der Krankenstand informiert über den Umfang der Krankmeldungen durch . In Deutschland besteht im Krankheitsfall ein Anspruch auf Lohnfortzahlung in voller Höhe durch den Arbeitgeber. Dieser Anspruch besteht in der Regel für maximal sechs Wochen pro Jahr. Danach zahlen die Krankenkassen Krankengeld. B ...
 
23.12.15 12:48 #12 Selbständige und Freiberufler können über
das Eingangsposting nur den Kopf schütteln. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Krankengeld - was ist das? Wenn man sich nicht im Vollkaskosystem einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung befindet, gibt es keinen Cent. Man hat natürlich die Möglichkeit für viel Geld eine private Krankentagegeldversicherung abzuschließen. Um die Kosten aber nicht explodieren zu lassen, schließt man ein KTG i.d.R. erst ab dem 43. Tag ab. Eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für Selbständige und Freiberufler ist deshalb etwas völlig Unbekanntes.

PS: Wir werden in den nächsten Jahren erleben, wie unser Sozialsystem an allen Ecken und Ende weiter geschleift wird. Denn jährliche Flüchtlingskosten zwischen 28 und 55 Milliarden pro Jahr (je nach Studie) müssen ja finanziert werden. Da ist die Lohnfortzahlung nur ein winziger Baustein von vielen.  
23.12.15 13:03 #13 Was schreiben die Unternehmerschöndenker?
Alles Mumpiz, da in D

gesetzlich geregelt und meist auch noch tariflich seit Generationen gesichert.

Hier bitte

...regelt das EFZG (Entgeltfortzahlungsgesetz), welche Lohnfortzahlung der Arbeitnehmer im Krankheitsfall erhält.

Hört doch nicht auf Schei... hausparolen aus der Unternehmerecke

Glückauf  
23.12.15 13:41 #14 Was kommt danach?
Unbezahlter Urlaub? Wenn man der Theorie von #12 weiter folgen sollte. Ggf. sollte man aber einmal darüber nachdenken, was ein Selbständiger bzw. Freelancer für einen Stundensatz hat - und wie dieser vergleichsweise dann bei einem Angestellten aussieht. Oha! Aber was solls ... hauptsache man kann seinen Gewinn noch mehr optimieren - koste es, was es wolle - auch wenn dies auf Kosten bzw. zu Lasten anderer geschehe!  

Irgendwann fragen die sich gar: Warum Arbeitnehmern überhaupt noch einen Lohn zahlen? Ja, wozu eigentlich auch - die sollen doch "froh darüber sein", überhaupt eine Beschäftigung zu haben - oder was?!

Wo liegt eigentlich nochmal der Holzhammer?  
23.12.15 14:00 #15 was mich bei unserem System stört ...
ist dieses All-Inclusive-Denken und manch übertriebene Versorgung einerseits, sowie einer notorischen Unterversorgung an anderer Stelle.

1. Wenn ich erkältet bin, mir die Nase läuft, dann brauche ich keinen Arzt um zu wissen, dass ich erkältet bin und paar Tage daheim bleiben sollte. Dies könnte auch eine Krankenschwester oder die Krankenhelferin tun, würde für viele Patienten in der Erkältungszeit wesentlich schneller gehen und günstiger sein. Und wer doch den Arzt sehen möchte, der kann ja warten und sich beim Arzt vorstellen.

2. Warum alle Beträge durch die Versicherung zahlen lassen?
Bei einer PKW-Versicherung hat man doch auch Selbstbeteiligungen, warum nicht auch im Gesundheitssystem zu einem gewissen Maße?
Gern würde ich meinen Arztbesuch selbst bezahlen und dafür generell etwas weniger Beiträge zahlen. Wichtig sind eher die großen Sachen, wie OPs, lange Rehabehandlungen, schwere Erkrankungen, usw.

 
23.12.15 14:10 #16 Manche Beiträge strotzen nur so vor Naivität
#13: Nur weil manche Regelungen seit Generationen gesichert sind, heißt es noch lange nicht, dass bis in alle Ewigkeit fortbestehen. So gab es bspw. für Arbeitnehmer Jahrzehnte eine Berufsunfähigkeitsrente. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Gesetzgeber entschieden hat, diese BU-Rente für alle Jahrgänge jünger als 1961 ersatzlos zu streichen. Dafür führte er dann die Erwerbsminderungsrente ein, die 21% (halbe) bzw. 42% (volle) vom letzten Nettoeinkommen absichert. D.h. für fast alle Hartz IV und was noch viel schlimmer ist, sie wird quasi nur gezahlt, wenn man schon halb tot ist und nicht wenn man BU. Also The Hope, Dein Name ist Programm. Glück auf!

#14: Natürlich gibt es Selbständige und Freiberufler, die Stundensätze erzielen, mit denen sie sich ein KTG im Vollkaskomodus leisten können. Es gibt aber auch Hunderttausende, deren Einnahmen nicht einmal ausreichen, ihre Krankenversicherung zu zahlen. Obwohl wir in D eine Krankenversicherungspflicht haben, gibt es einige Hunderttausend Personen ohne KV. Davon sind ca. 90% Selbständige, die aus der PKV (außer Notfallmaßnahmen) herausgefallen sind, weil sie ihre Beiträge nicht mehr zahlen konnten. Und dass obwohl sie vorher versucht haben ihre Beiträge durch extreme Selbstbeteiligungen und Leistungseinschränkungen zu minimieren. Soviel zu den Stundensätzen vieler Selbständiger.  
23.12.15 14:20 #17 Es ist aber eine Solidargemeinschaft
"...richtet sich nicht nach dem persönlichen Krankheitsrisiko, wie zum Beispiel Alter, Geschlecht oder Gesundheitsstatus."

Man kann nicht, wie bei allen Versicherungen, verlangen, dass man Beträge

ausnutzen kann und  in persönliche, individuelle  Leistungen wandeln.
Damit es sich für einen selbst  "lohnt"

https://de.wikipedia.org/wiki/Solidarit%C3%A4tsprinzip
 
23.12.15 14:21 #18 Bond, wenn Du Deinen Holzhammer endlich gefu.
hast, dann geh doch bitte als erstes in den Arztpraxen vorbei. Dort sollte Deine Arbeit beginnen, damit die aus meiner Sicht vollständig beweiskraftfreien AU-Bescheinigungen künftig mit Sinn und Verstand ausgefüllt werden. Bei vielen Ärzten dienen die Dinger doch nur der Sicherung der Auslastung. Wenn man da im Wartezimmer steht, ist man schon 1 Woche krank geschrieben. Wenn man tatsächlich noch den Arzt sprechen will, dann sind es 2 Wochen.  
23.12.15 14:24 #19 #18 das ist allerdings richtig
Glam Metal hat 2015 übrigens 0 Fehltage.

Das urdeutsche Sinnbild für Fleiß, Willenskraft und Durchhaltevermögen.

Mett und Whisky sei Dank!  
23.12.15 14:27 #20 Sorry, the Hope aber Du kapierst ganz
offensichtlich nicht, dass es früher über Jahrzehnte eine GESETZLICHE BERUFSUNFÄHIGKEITSRENTE gab. Die hatte überhaupt nichts mit privaten Versicherungsverträgen zu tun und wurde von Deiner angesprochenen Solidargemeinschaft bezahlt und dann sang und klanglos eingestellt. So viel zur Sicherheit gesetzlicher Wohltaten.  
23.12.15 14:27 #21 Wenn ich richtig informiert bin,

liegst Du mit Deinen Fehltagen alos 3 Wochen unter dem Bundesdurchschnitt. Gratuliere.
Cragganmore liegt seit etwa 10 Jahren genau auf Deinem Level.

Mett und Whisky sei Dank!

 
23.12.15 14:28 #22 Grinch liegt nicht auf nem Level...
sondern besoffen hinter der Bierbank...

WüHo und J.Oppmann sei Dank!  
23.12.15 14:29 #23 J. Oppmann? Ist das sowas wie das Mett von .
23.12.15 14:30 #24 Würzburger Sektmarke...
Der Schwarzlack von denen ist so trocken, dass du danach die Gläser rehydrieren musst!  
23.12.15 14:35 #25 Hat mich gerade mal interessiert - bin aber rau.
Die haben eine FC Bayern-Edition, das geht ja gar nicht.  
Seite:  Zurück  
1
2    von   2   Weiter  
Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: