Löschung

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eröffnet am: 21.09.20 18:52 von: Akhenate Anzahl Beiträge: 71
neuester Beitrag: 24.09.20 10:43 von: Fillorkill Leser gesamt: 11496
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21.09.20 18:52 #1 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 24.09.20 10:44
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45 Postings ausgeblendet.
23.09.20 19:26 #47 #41 Akhe, ich will ja nicht meckern, aber Spun.
bitte mit D, (passt das in off topic? )  
23.09.20 21:56 #48 paßt schoo, gokdik :)
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Beware the Ides of Merz
23.09.20 22:06 #49 Das sind wir, Maickel !!
23.09.20 22:45 #50 #48 Na, das war aber schon bissl grenzwertig.
(naja, nur in Lautschrift)


 
23.09.20 23:26 #51 Offtopic:
Habe heute keinen kaffee getrunken.
Das ist mir gefühlt die letzten 30 jahre nicht passiert.
Hat aber gut geklappt.
Gute nacht.
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der dumme merkt nix, der schlaue sagt nix
23.09.20 23:39 #52 ihr dürft mich anreden wie auch immer ihr woll.

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relativism is vulgar materialism, thought disturbs the business
24.09.20 04:29 #53 Ich kenn keinen
von euch alten Säcken persönlich

Daher halte ich besser meine Schnauze  
24.09.20 07:39 #54 "Call me Ishmael" oder: Nomen est Omen
Namen können programmatisch sein - manchmal so sehr, dass sie in die erste Zeile eines Romans rutschen.
Der letzte Übersetzer, ein guter Bekannter von mir hier im Kaff, hatte für einen Pressetermin übrigens eigens ein T-Shirt mit diesem Aufdruck an.  
24.09.20 08:08 #55 Politisch korrekte Zeitgenossen
dürfen "Indianer" sagen aber "Squaw" nicht. Es wird immer lächerlicher.

Wenn das so weitergeht wird man mir verbieten meine Bobonne "Bobonne" zu rufen, ihr aber nicht, mir mit der Nudelrolle eine über die Rübe zu ziehen, wenn ich nach durchzechter Nacht mit den Jungs singend und stolpernd nachhause komme. Verkehrte Welt.

Ein "Negerkuß" ist jetzt ein "mit tiefbrauner Schokoladenkruste Sahne umrandendes Gebäck".  "Ich hätte gerne zwei von diesen mit tiefbrauner Schokoladenkruste Sahne umrandendes Gebäck" oder "Ich hätte gerne zwei von duesen die man früher politisch nicht korrekt <> igitt nannte heute aber <> nennt, wenn Sie wissen was ich meine".

Wobei man akribisch darauf achten muß, daß einem der Munschutz nicht verrutscht.

Wenn das so weiter geht ziehe ich nach Uganda. Da darf man die Dinge noch wie in den guten alten Zeiten ausdiskutieren ohne Gefahr zu laufen als politisch unkorrekt eingestuft zu werden.

https://youtu.be/FmIG2Cw74F8

Off Topic.
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Beware the Ides of Merz
24.09.20 08:13 #56 wollte sagen
...  "Ich hätte gerne zwei von dem was man früher politisch nicht korrekt <> igitt nannte heute aber <> nennt, wenn Sie wissen was ich meine".
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Beware the Ides of Merz
24.09.20 08:17 #57 Guten Morgen liebe Off-Topicaner.
Hier darf man sich austoben :))
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Beware the Ides of Merz
24.09.20 08:20 #58 Nochmals korrigiert:
"Ich hätte gerne zwei von dem was man früher politisch nicht korrekt <> igitt nannte heute aber <> nennt, wenn Sie wissen was ich meine".
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Beware the Ides of Merz
24.09.20 08:21 #59 Es will nicht korrigieren
Auch gut.  
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Beware the Ides of Merz
24.09.20 08:25 #60 Selbst in diesem Freien Forum
wird man von politisch korrekten Algorithmen daran gehindert so zu reden wie einem der Schnabel gewachsen ist. Es ist zum Wiehern.
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Beware the Ides of Merz
24.09.20 08:30 #61 Moin Boersalino
Tja, Herman war halt ein Raconteur alten Stils. Er wußte wie man mit Speck Leser fängt.
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Beware the Ides of Merz
24.09.20 08:33 #62 Wort sint der dinge zeichen
Wort sint der dinge zeichen. Untersuchungen zum Sprachdenken der mittelhochdeutschen Spruchdichtung bis Frauenlob.
https://www.zvab.com/9783760833644/...n-Untersuchungen-3760833640/plp

Und der alte, sehr alte Streit:

Das Universalienproblem (auch Universalienstreit, Universalienfrage, Nominalismusstreit, selten auch Realienstreit) ist eines der zentralen Themen der Philosophie und betrifft die Frage, ob es ein Allgemeines wirklich gibt oder ob Allgemeinbegriffe menschliche Konstruktionen sind.

Als Universalien werden Allgemeinbegriffe wie beispielsweise „Mensch“ und „Menschheit“ oder mathematische Entitäten wie „Zahl“, „Relation“ und „Klasse“ bezeichnet. Ein Allgemeinbegriff bezieht sich auf Merkmale, die mehrere Gegenstände gemeinsam haben, etwa deren rote Farbe, oder erfasst eine gemeinsame Gattung von Individuen, wie etwa „Lebewesen“. In der Philosophie wird seit der Antike eine grundlegende Diskussion darüber geführt, ob Universalien eine ontologische Existenz beigemessen werden kann (Realismus) oder ob es sich um rein verstandesmäßige Begriffsbildungen handelt (Nominalismus). Diese Kontroverse fand in der mittelalterlichen Scholastik einen Höhepunkt und reicht bis in die Gegenwart.
https://de.wikipedia.org/wiki/Universalienproblem  
24.09.20 08:37 #63 So kann man auch um Eva werben
https://youtu.be/jL8bJ4JMqwE
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Beware the Ides of Merz
24.09.20 08:41 #64 Ich hatte nun den lieben Friedhelm vor Augen:
Im traurigen Monat November war's,
die Tage wurden trüber ...

"Call me Ishmael" steht auf dem hellblauen T-Shirt, mit dem Friedhelm Rathjen dem Novembertag trotzt. Der Blick durchs Fenster zeigt einen nassen Scheeßeler Bürgersteig, Renovierungsgeräusche dringen aus dem ersten Stock. Zwischen Fenster und Bücherregal hat Rathjen sich in ein altes Sofa sinken lassen. Das T-Shirt hat nichts damit zu tun, dass der Übersetzer und Autor seinen Vornamen vergessen hat. "Call me Ishmael" ist der berühmte erste Satz von Herman Melvilles Roman Moby-Dick, den der Scheeßeler erstmalig vorgabegetreu ins Deutsche übertragen hat.

https://www.rotenburger-rundschau.de/rrarchiv/scheessel/-32422.html  
24.09.20 08:46 #65 Können wir das Werben um eine Vrouwe zurüc.
Das ist ein weites Feld, das ich über Jahre literaturwissenschaftlich & praktisch beackert habe:

Ich wirbe umbe allez, daz ein man
ze weltlîchen vröiden iemer haben sol.
daz ist ein wîp, der ich enkan
nâch ir vil grôzem werde niht gesprechen wol.
Lobe ich si, sô man ander vrouwen tuot,
daz engenimet si niemer tac von mir vür guot.
doch swer ich des, si ist an der stat,
dâs ûz wîplîchen tugenden nie vuoz getrat.
daz ist in mat!
http://www.literaturknoten.de/literatur/r/...ralte/poem/ichwirbe.html  
24.09.20 09:16 #66 Immer, wenn ich Friedhelm mal begegne
(das kommt äußerst selten vor - Bücherwürmer scheuen das Tageslicht), sprechen wir verständlicherweise über das heikle Thema "Übersetzung".

Einstens, in der Apotheke unseres Vertrauens (der Inhaber ist bibliophil), frug ich, ob die Formulierung aus "Diu Crone" Heinrichs von dem Tuerlin:

"Si ist snell umb daz niederteil
unde laz umb das houbet."

sinngemäß mit "dumm fickt gut" korrekt in den neuhochdeutschen Sinnbezirk des Verstehens übertragen sein dürfte. - "Klar doch!"
"Darf ich mich auf dich berufen?"
"Gern!"  
24.09.20 09:35 #67 wie einem der Schnabel gewachsen ist
Ja, nimmt man dir viel an Lebensqualität, weil einen Afrodeutschen als 'Neger' anzusprechen heute als anrüchig gilt und einen Schokoladenkopf als 'Negerkuss' ? Auch den Reis von 'Uncle Ben' suchst du demnächst vergeblich im Regal. Wer sich heute mal einen Tatort aus den 80'ern reinzieht, in dem im Obdachenlosenmilieu ermittelt wurde, kann die Kommissare verdruckst von 'Pennern' reden hören, weil sie noch kein anderes Wort dafür kennen. Sprache und die in ihr transportierten dominanten kulturellen Patterns verändern sich eben seitdem es sie gibt. Diese Veränderung nennt man den zivilisatorischen Prozess, es ist das Privileg der Reaktionäre aller Zeiten, sich diesem hier und dort demonstrativ zu verweigern. Aber auch sie denken und sprechen bereits anders als ihre seligen Vorgänger.  
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relativism is vulgar materialism, thought disturbs the business
24.09.20 10:01 #68 das Privileg der Reaktionäre aller Zeiten
Nenne mir Muse (Fillorkill), die Zeit, die vielbeschwor'ne, die vieles erduldet ...

Nur eines eben nicht: Kein zivilisatorischer Prozess (und schon gar kein zivilisierter) artikulierte sich jemals anders als über die Diskussion von Wortfeldern und dem, was darauf wächst und wuchs - ausgenommen einiger reaktionärer und vornehmlich linker Weltverbesserer, die ihrem ideologischen Zaubermythos erlegen, meinen, verbotene Begriffe könnten das Denken und seine Wortfelder nach Monsanto-Art homogenisieren.

Weit gefehlt!

"Unter Wortfeld versteht man in der Sprachwissenschaft allgemein eine Gruppe von bedeutungsähnlichen bzw. bedeutungsverwandten Wörtern.

Nahezu gleichbedeutend mit „Wortfeld“ sind: lexikalisches Feld, Bedeutungsfeld, Begriffsfeld, Sinnbezirk sowie semantisches Feld. Diese Begriffe bilden damit selbst ein Wortfeld. In der neueren Lexikologie wird in diesem Zusammenhang auch von „Synset“ gesprochen, falls es sich um bedeutungsähnliche Wörter handelt.

Den Begriff des „Wortfeldes“ hat Jost Trier 1931 in der Sprachwissenschaft etabliert. Er bezeichnete damit eine Gruppe von sinnverwandten Wörtern einer Sprache, deren Bedeutungen sich gegenseitig begrenzen und die lückenlos einen bestimmten begrifflichen Bereich abdecken sollen."
https://de.wikipedia.org/wiki/Wortfeld  
24.09.20 10:14 #69 Ich denke, jede*r sollte sich bemühen, für alle
verständlich zu sprechen und zu schreiben. Spezialistensprache ist nicht ALLEN geläufig, auch wenn sie im passenden Umfeld "verstanden" wird.
Solange im Diskurs noch darüber "gestritten" wird, ob Frauen Menschen zweiter Klasse sind, muß ich mir
natürlich auch Gedanken über / Indianer/ machen  
24.09.20 10:17 #70 "Leute, habt ihr sie noch alle?!?"
„Diversity“ ist das Thema dieser Beilage – das heißt, es geht um Unterschiede. „Unterschied“ heißt auf Lateinisch „discrimen“. Und wenn wir heute Unterschiede zwischen Menschen benennen wollen, ist der Diskriminierungsvorwurf stets nur einen Wimpernschlag entfernt. Das liegt nicht daran, dass die Menschen heute gröber und rücksichtsloser miteinander umgingen – das Gegenteil ist der Fall. Aber gerade in den Gesellschaften und sozialen Milieus, in denen fast alle besten Willens sind, hat die politische Korrektheit den sozialen Raum so dicht mit Fettnäpfchen vollgestellt, dass fast jeder dauernd in eines reinlatscht. Leider bleibt dabei vieles auf der Strecke. Zum Beispiel der unbefangene Umgang miteinander; die Schönheit der Sprache; und natürlich der Humor. Und manchmal auch die Intelligenz.
http://www.tagesspiegel.de/kultur/...-ihr-sie-noch-alle/10980540.html

Denotation & Konnotation:

"Früher sagte man „Penner“. Irgendwann stieß jemandem auf, dass dieser Begriff negative Assoziationen weckte: Wir dachten sofort an ungepflegte Besoffene, die bettelnd am Straßenrand sitzen. Deshalb wurde der bürokratische Begriff „Obdachlose“ eingeführt. Preisfrage: Was spielt sich vor Ihrem inneren Auge ab, wenn Sie das Wort „Obdachlose“ hören? Darf ich raten? Sie denken an ungepflegte Besoffene, die bettelnd am Straßenrand sitzen."
http://www.tagesspiegel.de/kultur/...-ihr-sie-noch-alle/10980540.html  
24.09.20 10:43 #71 nach Monsanto-Art homogenisieren
Es ist der grosse Irrglaube der Reaktionäre aller Zeiten zu glauben, kulturelle Veränderungen würden 'gemacht'.  Wenn diese Veränderungen in amtlichen, quasi-amtlichen und möchtegern-amtlichen Wortfeldern angekommen sind, sind sie tatsächlich längst gelaufen und die nächste Welle kündigt sich bereits an. Eine reine Echo-Funktion also. Wollten offizelle Sprachregelungen diese Funktion hingegen überschreiten, aus Hybris ihrer Agenten beispielsweise, hätten umgekehrt ihre Entwürfe keine Chance auf Durchsetzung.

Langhaarige: 68 unter Reaktionären der ganz grosse Aufreger. Zwei Jahre später krähte kein Hahn mehr danach.



Heute sieht man sie auch unter Querdenkern und Postnationalsozialisten. 'Überall Langhaarige':

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