(ich les das hier erst jetzt, also nach der BM, rüganer)
Aus einem Zeitartikel über Neonazidenke und Neonazisprech:
"Neben der Schaffung von Freund-Feind-Bildern versucht die NPD hier wie beim "Schuldkult“ Schlagwörter zu prägen, in der Hoffnung, dass sie in die öffentliche Debatte Einzug halten. Dasselbe Ziel verfolgen Wortschöpfungen zur grundsätzlich abgelehnten Migration. Begriffe wie "Multikulti-Extremisten“ und "Multikulti-Umerzieher“ suggerieren, dass Zuwanderung "unnatürlich“ und nur gewaltsam durchsetzbar sei. Das Wort "Asylbetrüger“ soll politisch Verfolgten legitime Gründe für ihre Flucht und die Aufnahme in Deutschland absprechen. Das Schlagwort der "Überfremdung“ übertreibt den Anteil von Migranten hierzulande.
Und wenn Neonazis den Begriff "Kulturbereicherer“ benutzen, versuchen sie das antirassistische Argument, dass eine Gesellschaft von Zuwanderung profitiert, ironisch umzudrehen – denn er wird von Rechtsextremisten nur in den Mund genommen, wenn es um negative Phänomene geht, etwa um "Ausländergewalt“. Dieser Begriff versucht – wie auch die Rede von einer "multikriminellen Gesellschaft“ –, einen ursächlichen Zusammenhang von Einwanderung und Kriminalität herzustellen." http://www.zeit.de/online/2009/36/buch-gegen-nazis/komplettansicht ----------- Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht. |