Leider jedoch, so Beck, habe er sein Original-Manuskript nicht mehr, und weil der Herausgeber 1999 gestorben ist, ließ sich die angebliche Verfälschung bisher nicht nachvollziehen.
Jetzt aber ist das Original aufgetaucht. Wer dieses Manuskript, von "Spiegel online" veröffentlicht, mit der Druckversion im "Pädosexuellen Komplex" vergleicht, findet keine Spur einer Verfälschung. Bis auf einige Komma-Korrekturen hat der Herausgeber an Becks Text nichts verändert. Was Beck gesagt hat, entspricht nicht der Wahrheit.
Zwar lässt sich unabhängig von Beck fragen, was jenen Hohmann bei der Herausgabe des pädophilenfreundlichen Bandes trieb, und bei einem anderen Text des Buches, einem angeblichen Interview mit dem Sexualforscher Volkmar Sigusch, scheint Hohmann tatsächlich unsauber gearbeitet zu haben. Doch was Beck betrifft, ist Hohmann ohne Schuld.
Somit muss Beck jetzt nicht nur beantworten, warum er die These von der "Entkriminalisierung" der Pädophilie damals aufgestellt hat, sondern auch, warum er einem Toten eine Mitschuld an jenem "Stuss" gegeben hat. Mehr noch: warum er dem Toten immer noch, gegen jede Text-Evidenz, eine Schuld zuschiebt. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/...ntlichkeit-a-923357.html
http://www.welt.de/politik/deutschland/...rigen-straffrei-machen.html |