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Wachstumschancen bei Mikrogasturbinen Der europäische Markt für Mikrogasturbinen birgt laut einer Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan ein erhebliches Potenzial. Mikrogasturbinen sind ökonomisch, klein, einfach zu transportieren und erfordern nur wenig Service und Instandhaltung. Wichtigste Abnehmer dürften die Energieversorgungsunternehmen sein, die ihre bisherigen Stromerzeugungskapazitäten ersetzen wollen; aus der Industrie soll ebenfalls eine große Nachfrage kommen. Frost & Sullivan rechnet damit, dass die Mikrogasturbinen 2010 einen Anteil von 13 % ihres Marktpotenzials erreichen werden. Viele Energieversorgungsunternehmen haben bereits Strategien zur dezentralen Energieerzeugung entwickelt. Gasanbietern wird es möglich sein, den Strom mit Hilfe mehrerer Mikrogasturbinen in der Nähe des Kundenstandorts zu erzeugen. Laut Schätzung einiger Energieversorger lassen sich im Vergleich zur Elektrizität via Überlandleitungsnetz 5 bis 10 % Kosten sparen. Zudem werden sich mit den größeren Einheiten mit 100 bis 500 kW voraussichtlich wesentlich niedrigere spezifische kW-Preise erzielen lassen als mit kleineren Einheiten. In Europa steht der Markt für Mikrogasturbinen noch am Anfang. Derzeit knüpfen die Hersteller Allianzen mit Stromhändlern, Serviceanbietern und Wartungsfirmen. Produktneueinführungen sind in naher Zukunft allerdings überwiegend durch US-Hersteller zu erwarten. Im europäischen Markt ist das schwedische Unternehmen Turbec als Produzent aktiv, das im April 2000 sein erstes Modell vorstellen will. Zudem entwickelt die niederländische Firma Opra in Zusammenarbeit mit Dahaitsu momentan eine 500-kW-Radialturbine.
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