aus der Kernkraft. Die Energieversorger haben zwar ganz gut Gewinne mit Atom gemacht, dieses Geschäftsmodel war von diesen aber nicht gewollt, sondern aufgezwungen worden. Sie machten mit , weil der Staat Garantien übernahm ( Haftung, Entsorgung ) und um konkurrenzfähig zu bleiben.
"Widerstand der Stromerzeuger Die Initiative für den Einstieg in die Atomkraft ging anfangs von der deutschen Politik aus und stieß zunächst auf Widerstand bei den großen Stromversorgern.
Diese befürchteten unkalkulierbare Kosten und sahen aufgrund der Nutzung von Steinkohle und Erdöl keinen Bedarf für Atomkraftwerke. "Auch auf den Weltenergiekonferenzen hatten noch Anfang der 50er Jahre nicht das Atom, sondern Wasserkraft, Solar-, Wind- und Gezeitenenergie als unerschöpfliche Energiequellen die Experten fasziniert. Historisch betrachtet, war dies neben der massiven Sicherheitsproblematik das eigentliche Desaster: Die damals schon aktuelle Vision der unerschöpflichen Energie aus Wind und Sonne wurde von der Atomeuphorie für Jahrzehnte ins Abseits verdrängt. (...) Nicht die Industrie, sondern der Staat übernahm die Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Kerntechnik. Milliarden flossen in Forschungsprogramme und Risikobeteiligungen."[2]
Der damalige RWE-Vorstandschef Heinrich Schöller mahnte bereits 1957 vor Problemen bei der Beseitigung des Atommülls. "Schöller glaubt, die Entsorgung der radioaktiven Abfälle könnte am Ende so kostspielig sein wie die gesamte atomare Stromerzeugung."[5]"
http://de.atomkraftwerkeplag.wikia.com/wiki/...er_50er_und_60er_Jahre
Der Bundesregierung unter Adenauer und dem Atomminister Strauss ging es letztlich nicht einmal allein um die Energieversorgung, sondern über Wackersdorf darum Deutschland selbst atomar aufzurüsten.
Insofern beurteile ich die wirtschaftlichen Risiken der Energiekonzerne durch den Atomausstieg als einseitig auferlegt. Möglicher Fehler der großen Versorger war es aber ab 2000, dem ersten Ausstieg, weiter auf Atom und konventionelle Energieerzeugung in derart starken Masse zu setzen, ohne ausreichend auf erneuerbare Energien umzusatteln.
Obgleich hier ja auch der kritische Plusminus - Bericht die Frage stellt, ob der Ausbau der Erneuerbaren in dieser Art und Weise richtig war.
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