Bei CropEnergies ist das anders ggü. Verbio. Die setzen überwiegend Weizen und Mais ein.
Früher wurde auch viel Getreide an Tiere verfüttert. Heute geschieht das mehr durch Mais und vor allem durch importiertes Soja. Beides schafft erhebliche Umweltprobleme - im Grunde hat Deutschland viel zu viel Viehbestand. In Niedersachsen leben bekanntlich mehr Schweine als Menschen und die Anzahl der gemästeten Hühner/Puten übersteigt die Bevölkerungsanzahl um ein Vielfaches. So fallen wesentlich mehr tierische Exkremente an, als als Dünger für die Pflanzenproduktion benötigt werden, da ja die Pflanzen für das Tierfutter im Ausland wachsen. Aber es ist halt seit vielen Jahren so so wie es momentan ist.
Wichtig ist hier nur, das man Mais mindestens gleichwertig durch Soja ersetzen kann, weshalb der Preisanstieg bei Mais nicht so stark ist wie bei Weizen. An Soja-Brötchen müsste man die Kunden vllt. erst mal gewöhnen. ;-)
D.h., eigentlich müsste CropEnergies in einer besseren Ausgangslage sein als Verbio beim Bioethanol. Zudem ist CropEnergies mit den Werken europaweit aufgestellt, während Verbio nur in Ostdeutschland produziert. Und es gibt die Absicherungsgeschäfte im Einkauf, so das sich ein höherer Preis an den Märkten im Moment gar nicht konkret auf Cropenergies auswirken sollte. Derzeit weitet sich nur die Gewinnmarge durch den Preisanstieg beim Bioethanol wieder stark aus.
Wenn wir in Deutschland bzw. anderen wichtigen Anbauregionen jedes Jahr einen Sommer wie diesen sehen, dann wird es natürlich kritisch. Die letzten heißen Sommer sollen zuvor in 2003 und 1976 gewesen sein. 2013 soll es eine größere Dürre in wichtigen Anbaugebieten der USA gegeben haben.
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