Was wollt ihr denn nun?
Wenn man die Bürger nicht schützt, ist es doof. Wenn man die Bürger schützt, irgendwie auch doof.
Du willst keinen Polizeistaat wie in Israel, aber genau dort macht man alles was du letztlich für Deutschland willst. Grenzen zu, Mauer bauen, überall Armee und Polizei, um das Anschlagsrisiko so klein wie möglich zu halten. Dort ist es übrigens durchaus angebracht, auch wenn es nicht immer schön sein dürfte. Und trotz allem gibt es auch dort immer mal wieder Anschläge, meist durch Einzeltäter, die einen Bus/LKW in eine Menschenmenge fahren oder mit Messer oder Kleinkaliberwaffe auf die Opfer losgehen.
#38 Karlchen
wer blendet die Realitäten denn aus?
du siehst doch, dass man sich vor dem Terror schützt. Letztlich wird man es aber eh nicht vollständig können. Wenn jemand mit ner Waffe in einen Klub läuft wie in der Nacht in Istanbul, wird man das auch in Deutschland nicht verhindern.
auch an dich also die Frage, was ihr eigentlich wollt. Was ist denn nun eure Konsequenz für die Zukunft? Wie willst du konkret verhindern, dass es zu Terrorattentaten kommt? Polizeistaat wollt ihr ja (übrigens zurecht, wie ich finde) nicht. Ich ahne aber, dass ihr einen europäischen Polizeistaat wollt, nur halt an den Grenzen und bloß nich in eurem geliebten Land. Wird trotzdem nichts helfen. Solange es Kriege gibt, wird es Asylbewerber geben, und unser Grundgesetz ist dafür gemacht diese Hilfe zu gewähren. Ob dann letztlich 500.000 kommen oder nur 100.000 spielt doch am Ende überhaupt keine Rolle. Es könnten so oder so Terroristen dabei sein. Mal abgesehen davon, dass viele Terroristen sich ja in ihren europäischen Heimatländern und gleichzeitigen Attentatsländern bereits radikalisiert haben inklusive Konvertierte.
Die entscheidene Frage bei der Bekämpfung des Terrorismus ist nicht die Reaktion, sondern die langfristige Prävention. Man wird Terrorismus nur durch politische Lösungen und Aufklärung bekämpfen. Und innenpolitisch sollte man die große Mehrzahl der Migranten und Muslime nicht durch blöde Vorurteile von ihrem Weg in dieser pluralistischen Gesellschaft abbringen. Willkommenskultur ist nur nur eine Parole. Sie hat auch einen tieferen Sinn. Nur wer sich willkommen fühlt, wird auch diese Gesellschaft und ihr politisches System in sein Herz lassen. Mal abgesehen davon hab ich den Eindruck, dass viele der großen Muslim-Kritiker selbst nicht wirklich fröhlich über unser Grundgesetz und politisches System sind. ----------- the harder we fight the higher the wall |