ist wie ein Produkt - sie ist immer dann erfolgreich, wenn es eine Marktlücke gibt.
So um 2010 herum gab es eine Marktlücke für eine Partei, die einfach nur "anders" war als die etablierten. Das waren die Piraten. Allerdings gab es keinen dauerhaften Bedarf für eine Partei, die nur "anders" war ohne aber zu zeigen was genau denn so "anders" an ihr war. Daher nur ein zeitlich begrenzter Kurzerfolg. Mittlerweile ungefähr so gefragt wie Schreibmaschinen und Telefonzellen.
Die AfD stiess zunächst in die Marktlücke "Euro-Kritik". Hier war aber das Potential begrenzt. Seit 2015 hat sie eine grössere Marktlücke entdeckt - (Gegen) Flüchtlinge. Das läuft aktuell super und dürfte noch eine Zeit lang so bleiben. Evtl. sogar sehr lange.
DENK adressiert die Marktlücke "Migranten, vornehmlich muslimischen Glaubens". Rein vom Papier her eine grosse Marktlücke mit Zukunftspotential. Allerdings muss man differenzieren: Islam ist nicht gleich Islam. Afghanen praktizieren den etwas anders als die Türken und die Somalis wieder anders. Da gibt es eher mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten. Zudem ist ein Grossteil der muslimischen Migranten auf absehbare Zeit nicht wahlberechtigt.
Das Potential von DENK dürfte daher eher überschaubar bleiben.
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