Griff bekommen. Dafür muss man das gesamte Netz unter Kontrolle haben.
Und es ist auch gut so, dass niemand so leicht eine absolute Datenhoheit beherrscht. Wer nicht gesehen werden will, soll nicht an die Öffentlichkeit gehen.
Wer kein Vertrauen in seine Kundschaft hat, produziert entweder Mist oder ist gierig geworden.
Früher habe ich gerne Musik gekauft, auch noch zu Zeiten von napster & co. Damals war es noch ein gutes Gefühl, einem Star, den man wirklich toll fand, Anerkennung zu schenken, indem man sein Material gekauft hat. Wenn ich heute durch einen großen "Medien-Discounter" gehe, fühlt sich Musik depersonalisiert an. Unterschwellig fühlt man schon den Verkaufsdruck der Musikkonzerne, wenn man durch die Abteilung geht, oder nicht? Die anonyme Chart-Massenware kann an den Ohrentränken unter permanentem Gewusel, Neonlicht und Dauer-Hintergrundberieselung vorgehört werden. Besondere Musik-Schätzchen findet man da sowieso nicht wirklich. Wem macht sowas denn noch Vergnügen, außer Schulkindern, die eine Freistunde haben? Ansonsten rennen da noch ein paar Verzweifelte Geschenkejäger rum, die mangels Alternativen irgendwas Materielles benötigen, weil sie eingeladen wurden.
Solche Music Stores sind meiner Meinung nach mittelfristig dem Tode geweiht. Das Filme-Geschäft wird noch länger anhalten, weil aufgrund der Exklusivität der Verkaufsfilme vor Ausstrahlung im TV. So etwas gibt's ja nicht für Musik.
Die Zukunft werden (hoffentlich) wieder mehr Konzerte und weniger Kommerzkacke. Ansonsten wenigstens mal eine innovative, neue Stilrichtung, welche das Interesse der Menschen neu anheizt. Der Tausendste US "GansterPop"-Synthie-Vocal-Dancegroup-Kram holt nämich kaum zahlende Kundschaft hinter'm Ofen hervor. ----------- [...] Unmöglichkeiten sind Ausflüchte für sterile Gehirne. [...] Hedwig Dohm 1831-1919 |