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db x-tracker MSCI Korea ETF: In Korea steigen Dividenden - ETF-Analyse
13.10.14 08:58
Euro fondsxpress
München (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Euro fondsxpress" stellen in der aktuellen Ausgabe den db x-tracker MSCI Korea vor.
Ein Konzern präge Südkorea wie kein anderer: Samsung. Der Weltmarktführer für Smartphones und Fernseher, Produzent von Computerchips, Kameras und Elektrogeräten aller Art stehe für fast 30 Prozent der Exporte. In einer Hinsicht aber falle der Gigant nicht aus der Reihe: Er zahle eine mickrige Dividende. Samsung-Aktionäre könnten lediglich mit einer Dividendenrendite von rund 1 Prozent rechnen. Ähnlich bescheiden sehe es beim Autobauer Hyundai aus. Nur 15 Prozent ihrer Gewinne würden Unternehmen in Südkorea im Schnitt ausschütten, in westlichen Industriestaaten sei die Quote doppelt bis dreimal so hoch.
Doch bald könnte die Zeit der mageren Ausbeute zu Ende gehen. Die Regierung in Seoul plane, die Steuern auf Dividenden zu senken, und mache Druck auf die Firmen. Sie sollten ab 2015 bis zu 75 Prozent ihrer Gewinne ausschütten: Als Dividenden, Lohnerhöhungen oder Investitionen. Andernfalls drohe eine Strafsteuer. Das käme in der Unternehmenswelt des einstigen Tigerstaats, der trotz seines rasanten industriellen Aufstiegs als Schwellenland gelte, einer Revolution gleich. Auch für Fondsmanager, die Südkorea in Asien-Fonds schon jetzt hochgewichten würden, würde das Land mit der Reform attraktiver. Was Konsum und Konjunktur ankurbeln solle, dürfte auch Aktionären zugute kommen. Expertenberechnungen würden zeigen, dass die Dividenden in Südkorea um durchschnittlich 15 Prozent steigen könnten.
Auch sonst spare Südkorea nicht mit Anreizen für die Wirtschaft. Die Regierung habe jüngst ein Konjunkturprogramm über umgerechnet 30 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Für 2014 sei ein Wachstum von 3,8 Prozent angepeilt. Eine starke Rate, aber weniger als das ursprünglich anvisierte Plus von über 2 Prozent. Daher aber sollten, wie Finanzminister Hyun Oh-seok angekündigt habe, die öffentlichen Ausgaben kräftig ausgeweitet, die Steuern gesenkt und der Wohnungsmarkt angekurbelt werden. So werde zwar das Haushaltsdefizit vergrößert, doch hohe Schulden habe das Land wegen jahrelanger Ausgabenbeschränkung ohnehin nicht. Zudem sollten kleinere und mittlere Firmen gefördert werden. Bislang hänge Südkoreas Wohlstand vom Erfolg der "Chaebols", großer Konglomerate, ab. Eine ausbalancierte Ökonomie, die stärker auf Konsum beruhe, solle das Land stabilisieren.
All das habe Südkoreas Börse lange beflügelt. Noch im August habe der Leitindex KOSPI ein Dreijahreshoch erreicht. Nun seien die Kurse aus verschiedenen Gründen unter Druck geraten. So drücke die Konkurrenz aus Japan auf die Stimmung: Dort gebe der Japanische Yen gegenüber dem US-Dollar stark nach, jüngst habe er sich einem Sechsjahrestief genähert. Damit verschärfe sich der Wettbewerb für südkoreanische Exporte. Zudem wolle Südkoreas Zentralbank das Wachstum mit einer lockeren Geldpolitik stützen. Das würde den Koreanischen Won wohl schwächen - gut für exportorientierte Unternehmen. Für die Börse spreche zudem die niedrige Bewertung. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis im Index für 2015 betrage 9,2.
Koreanische Aktien sind langfristig ein Erfolgsgarant, die steigenden Dividenden machen sie noch attraktiver, so die Experten von "Euro fondsxpress" zum db x-tracker MSCI Korea. (Ausgabe 41 vom 10.10.2014) (13.10.2014/fc/a/e)
Ein Konzern präge Südkorea wie kein anderer: Samsung. Der Weltmarktführer für Smartphones und Fernseher, Produzent von Computerchips, Kameras und Elektrogeräten aller Art stehe für fast 30 Prozent der Exporte. In einer Hinsicht aber falle der Gigant nicht aus der Reihe: Er zahle eine mickrige Dividende. Samsung-Aktionäre könnten lediglich mit einer Dividendenrendite von rund 1 Prozent rechnen. Ähnlich bescheiden sehe es beim Autobauer Hyundai aus. Nur 15 Prozent ihrer Gewinne würden Unternehmen in Südkorea im Schnitt ausschütten, in westlichen Industriestaaten sei die Quote doppelt bis dreimal so hoch.
Auch sonst spare Südkorea nicht mit Anreizen für die Wirtschaft. Die Regierung habe jüngst ein Konjunkturprogramm über umgerechnet 30 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Für 2014 sei ein Wachstum von 3,8 Prozent angepeilt. Eine starke Rate, aber weniger als das ursprünglich anvisierte Plus von über 2 Prozent. Daher aber sollten, wie Finanzminister Hyun Oh-seok angekündigt habe, die öffentlichen Ausgaben kräftig ausgeweitet, die Steuern gesenkt und der Wohnungsmarkt angekurbelt werden. So werde zwar das Haushaltsdefizit vergrößert, doch hohe Schulden habe das Land wegen jahrelanger Ausgabenbeschränkung ohnehin nicht. Zudem sollten kleinere und mittlere Firmen gefördert werden. Bislang hänge Südkoreas Wohlstand vom Erfolg der "Chaebols", großer Konglomerate, ab. Eine ausbalancierte Ökonomie, die stärker auf Konsum beruhe, solle das Land stabilisieren.
All das habe Südkoreas Börse lange beflügelt. Noch im August habe der Leitindex KOSPI ein Dreijahreshoch erreicht. Nun seien die Kurse aus verschiedenen Gründen unter Druck geraten. So drücke die Konkurrenz aus Japan auf die Stimmung: Dort gebe der Japanische Yen gegenüber dem US-Dollar stark nach, jüngst habe er sich einem Sechsjahrestief genähert. Damit verschärfe sich der Wettbewerb für südkoreanische Exporte. Zudem wolle Südkoreas Zentralbank das Wachstum mit einer lockeren Geldpolitik stützen. Das würde den Koreanischen Won wohl schwächen - gut für exportorientierte Unternehmen. Für die Börse spreche zudem die niedrige Bewertung. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis im Index für 2015 betrage 9,2.
Koreanische Aktien sind langfristig ein Erfolgsgarant, die steigenden Dividenden machen sie noch attraktiver, so die Experten von "Euro fondsxpress" zum db x-tracker MSCI Korea. (Ausgabe 41 vom 10.10.2014) (13.10.2014/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 158,00 € | 160,54 € | -2,54 € | -1,58% | 17.04./08:53 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0292100046 | DBX1K2 | 175,32 € | 58,01 € | |


