Zinswende ist da - Rentenanlagen müssen flexibel sein


31.03.11 16:08
PEH Wertpapier

München (aktiencheck.de AG) - Das Ende des langjährigen Zinssenkungs-Zyklus ist erreicht, davon ist das Asset Management der PEH Wertpapier AG überzeugt.

"In den vergangenen 20 Jahren glich die Zinsentwicklung mehr oder weniger einer Einbahnstraße", erkläre der Vorstandsvorsitzende Martin Stürner. Doch das habe sich geändert: "Die Zinswende hat stattgefunden", sage Stürner. Die Ereignisse der letzten Wochen hätten den Trend kurz unterbrochen - doch bereits jetzt würden die Renditen am langen Ende wieder ansteigen. Seit letztem Herbst sei das Zinsniveau zehnjähriger Bundestitel um mehr als 50% nach oben gegangen - auf aktuell 3,34%. Die Renditen zweijähriger Anleihen hätten sich sogar seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt.

"Die Realverzinsung liegt mit 0,9% p.a. auf einem historischem Tiefststand - und die Inflationsraten steigen weiter", betone Stürner. Er gehe davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Geldhahn nicht unbegrenzt offen halten könne und wolle. Die EZB selbst erwarte, dass sich die Inflation im Euro-Raum 2011 zwischen 2,0% und 2,6% bewegen werde - aktuell habe sie sich deutlich beschleunigt: Im März liege sie bei 2,6%. Damit sei das angestrebte Maximum im vierten Monat in Folge überschritten worden.

Für den PEH-Vorstand seien indes auch höhere Werte denkbar: "Wir registrieren einen starken Inflationsdruck und sehen genügend Spielraum, beispielsweise steigende Löhne und Rohstoffpreise auf die Konsumenten zu überwälzen." Investoren würden wieder eine angemessene Risikoprämie für ihre Geldanlage einfordern. All das führe zwangsläufig zu einem erhöhten Zinsniveau. Für Anleger habe das fatale Folgen: Steige der Leitzins, würden die Kurse der bereits ausgegebenen Anleihen fallen. Wer sein Geld benötige, müsse Verluste hinnehmen. "Long only ist tot", stelle Stürner fest. "Was zählt, ist Handlungsfähigkeit."

"Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt, auf flexible Konzepte umzusteigen", sage der PEH-Vorstand. "Auch bei fallenden Rentenkursen lassen sich Renditen erzielen - ohne dabei seine Ansprüche an Bonität und Liquidität herunterzuschrauben!" Statt auf höher verzinste Anlagen mit entsprechend höherem Risiko auszuweichen, setze die PEH konsequent weiterhin auf Durationsmanagement. Mittels Long-/Short- Strategien könne etwa der Fonds PEH Renten EvoPro (ISIN LU0343003991 / WKN A0NCCH ) bei fallenden Anleihekursen Renditen erwirtschaften.

Inflation Linked (IL-) Bonds nutze die PEH ebenfalls - bei ihnen werde die Basisverzinsung in Höhe der Inflationsrate aufgestockt. Auch hier setze die PEH auf aktives Management. Der Fonds PEH Inflation Linked Bonds Flexibel baue zurzeit günstig mit IL-Bonds eine Versicherung gegen die Teuerung auf. Würden die Kurse der IL-Bonds steigen - und das sei angesichts der Inflationsentwicklung zu erwarten - so werde er davon profitieren.

Der Trend sei eindeutig, doch die Lage sei auch an den Rentenmärkten weiter hoch volatil. "Gerade die letzten Jahre haben gezeigt, dass es unbedingt notwendig ist, jederzeit für unterschiedliche Szenarien gerüstet zu sein - und das setzen wir in jeder unserer Strategien um", betone Stürner. (31.03.2011/fc/a/m)






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