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Wöchentlicher Markt- und Flowbericht: ETP-Anleger scheinen Möglichkeiten zur Schnäppchenjagd bei Gold entdeckt zu haben
21.08.18 14:04
ETF Securities
London (www.fondscheck.de) - Long-Gold-ETPs verzeichneten die höchsten Zuflüsse seit Juni 2018, da die Anleger auf Schnäppchenjagd zu sein scheinen, so die Experten von ETF Securities by WisdomTree.
Nachdem der Goldpreis vergangene Woche um 3,0 Prozent gefallen sei, hätten die Anleger die stärksten Käufe seit Juni 2018 getätigt und sich in einem Umfang von 85,5 Mio. USD bei Gold-ETPs (ISIN DE000A0N62G0 / WKN A0N62G) engagiert. Anscheinend stimmen viele ETP-Anleger mit uns darin überein, dass Gold überverkauft ist, so die Experten von ETF Securities by WisdomTree. Wie die Experten bereits dargelegt hätten, sei die zunächst nur schwache Reaktion von Gold auf die Situation in der Türkei vermutlich nicht überzubewerten. Das Metall reagiere möglicherweise mit Verzögerung auf die Wirtschaftskrise in der Türkei.
Gold sei letzte Woche durch die Dollar-Aufwertung niedrig gehalten worden. In Stressphasen löse sich üblicherweise die negative Korrelation von Gold mit dem US-Dollar auf. Allerdings könnte die Drohung der Türkischen Zentralbank, aufgrund des Drucks auf die Lira Gold verkaufen zu wollen, maßgeblich für den Abwärtsdruck auf den Goldpreis verantwortlich sein. Nach Einschätzung der Experten dürfte Gold in der derzeitigen turbulenten Phase zu einem begehrten Vermögenswert für türkische Haushalte und Anleger avancieren. Hinzu komme, dass die politische Prämie bei Gold steigen könnte, falls die türkische Regierung mit der Kontrolle von Devisen- oder Goldpreisbewegungen drohen sollte.
Silber- und Platin-ETPs (ISIN DE000A0N62F2 / WKN A0N62F bzw. ISIN DE000A0N62D7 / WKN A0N62D) würden im Zuge von Preiseinbrüchen starke Abflüsse verzeichnen. Silber und Platin hätten sich vergangene Woche um 4,7 Prozent bzw. 5,9 Prozent verbilligt. Die beiden Metalle hätten deutlich stärker nachgegeben als Gold, da sie anders als das gelbe Metall nicht vom Status eines sicheren Hafens profitieren würden. Die Anleger hätten sich von diesen konjunktursensibleren Metallen getrennt, wobei die Abflüsse aus Silber-ETPs 19,1 Mio. USD erreicht hätten (so viel wie seit Juni 2018 nicht mehr), während aus Platin-ETPs 25,9 Mio. USD abgeflossen seien (so viel wie seit August 2016 nicht mehr).
Bei Long-Nickel-ETPs (ISIN DE000A0KRJ44 / WKN A0KRJ4) habe der Mittelzustrom die achte Woche in Folge angehalten, obwohl sich die Preissituation vergangene Woche entspannt habe. Long-Nickel-ETPs hätten letzte Woche einen Mittelzustrom von 53 Mio. USD verzeichnet. Nachdem die Nickelpreise vor zwei Wochen das Stigma des Handelskrieges abzuschütteln schienen, brachen die Preise vergangene Woche im Rahmen eines neuerlichen Ausverkaufs zyklischer Vermögenswerte wieder ein, so die Experten von ETF Securities by WisdomTree.
Die Industriemetall- und Energiepreise hätten sich allesamt nach unten bewegt, da die Risikoaversion am Markt zugenommen habe. Die Experten würden allerdings wieder mit einer Erholung rechnen, falls die Situation in der Türkei unter Kontrolle bleibe. Darüber hinaus würden die Experten glauben, dass die Metallpreise letztlich von Handelskriegen profitieren würden, denn der Einfluss von Störungen in den Lieferketten dürfte gegenüber dem Effekt des Nachfragerückgangs überwiegen.
Die Abflüsse aus Long-Kupfer-ETPs (ISIN DE000A0KRJU0 / WKN A0KRJU) hätten angehalten, während beim Arbeitskampf in der Escondida-Mine eine Lösung in Sicht sei. Nach den von der Regierung geleiteten Gesprächen hätten die Gewerkschaft und ihre Mitglieder einen neuen Vertrag von BHP Billiton akzeptiert. Dadurch werde eine seit Jahren andauernde Pattsituation beendet, in deren Zuge die Minenarbeiter vergangenes Jahr 44 Tage lang gestreikt hätten. ETP-Anleger hätten Kupfer-ETPs im Umfang von 20,2 Mio. USD veräußert. Die Experten seien aber nicht davon überzeugt, dass das Kupferangebot infolge der Vereinbarung wesentlich zunehmen werde. Störungen der globalen Lieferkette infolge der Handelskriege würden das Angebot vermutlich begrenzen.
Anleger würden Short-USD-/Long-EUR-Positionen im Umfang von 10,2 Mio. USD veräußern. Vergangene Woche seien Short-USD-/Long-EUR-ETPS von Abflüssen im Umfang von 10,2 Mio. USD betroffen gewesen, wodurch die Zuflüsse der vorangehenden beiden Wochen in Höhe von 11,6 Mio. USD wieder weitgehend neutralisiert worden seien. Der Euro habe in den letzten beiden Wochen fast 2 Prozent gegenüber dem US-Dollar abgewertet, da von der Türkei ausgehende Ansteckung befürchtet worden sei. (21.08.2018/fc/a/e)
Nachdem der Goldpreis vergangene Woche um 3,0 Prozent gefallen sei, hätten die Anleger die stärksten Käufe seit Juni 2018 getätigt und sich in einem Umfang von 85,5 Mio. USD bei Gold-ETPs (ISIN DE000A0N62G0 / WKN A0N62G) engagiert. Anscheinend stimmen viele ETP-Anleger mit uns darin überein, dass Gold überverkauft ist, so die Experten von ETF Securities by WisdomTree. Wie die Experten bereits dargelegt hätten, sei die zunächst nur schwache Reaktion von Gold auf die Situation in der Türkei vermutlich nicht überzubewerten. Das Metall reagiere möglicherweise mit Verzögerung auf die Wirtschaftskrise in der Türkei.
Gold sei letzte Woche durch die Dollar-Aufwertung niedrig gehalten worden. In Stressphasen löse sich üblicherweise die negative Korrelation von Gold mit dem US-Dollar auf. Allerdings könnte die Drohung der Türkischen Zentralbank, aufgrund des Drucks auf die Lira Gold verkaufen zu wollen, maßgeblich für den Abwärtsdruck auf den Goldpreis verantwortlich sein. Nach Einschätzung der Experten dürfte Gold in der derzeitigen turbulenten Phase zu einem begehrten Vermögenswert für türkische Haushalte und Anleger avancieren. Hinzu komme, dass die politische Prämie bei Gold steigen könnte, falls die türkische Regierung mit der Kontrolle von Devisen- oder Goldpreisbewegungen drohen sollte.
Bei Long-Nickel-ETPs (ISIN DE000A0KRJ44 / WKN A0KRJ4) habe der Mittelzustrom die achte Woche in Folge angehalten, obwohl sich die Preissituation vergangene Woche entspannt habe. Long-Nickel-ETPs hätten letzte Woche einen Mittelzustrom von 53 Mio. USD verzeichnet. Nachdem die Nickelpreise vor zwei Wochen das Stigma des Handelskrieges abzuschütteln schienen, brachen die Preise vergangene Woche im Rahmen eines neuerlichen Ausverkaufs zyklischer Vermögenswerte wieder ein, so die Experten von ETF Securities by WisdomTree.
Die Industriemetall- und Energiepreise hätten sich allesamt nach unten bewegt, da die Risikoaversion am Markt zugenommen habe. Die Experten würden allerdings wieder mit einer Erholung rechnen, falls die Situation in der Türkei unter Kontrolle bleibe. Darüber hinaus würden die Experten glauben, dass die Metallpreise letztlich von Handelskriegen profitieren würden, denn der Einfluss von Störungen in den Lieferketten dürfte gegenüber dem Effekt des Nachfragerückgangs überwiegen.
Die Abflüsse aus Long-Kupfer-ETPs (ISIN DE000A0KRJU0 / WKN A0KRJU) hätten angehalten, während beim Arbeitskampf in der Escondida-Mine eine Lösung in Sicht sei. Nach den von der Regierung geleiteten Gesprächen hätten die Gewerkschaft und ihre Mitglieder einen neuen Vertrag von BHP Billiton akzeptiert. Dadurch werde eine seit Jahren andauernde Pattsituation beendet, in deren Zuge die Minenarbeiter vergangenes Jahr 44 Tage lang gestreikt hätten. ETP-Anleger hätten Kupfer-ETPs im Umfang von 20,2 Mio. USD veräußert. Die Experten seien aber nicht davon überzeugt, dass das Kupferangebot infolge der Vereinbarung wesentlich zunehmen werde. Störungen der globalen Lieferkette infolge der Handelskriege würden das Angebot vermutlich begrenzen.
Anleger würden Short-USD-/Long-EUR-Positionen im Umfang von 10,2 Mio. USD veräußern. Vergangene Woche seien Short-USD-/Long-EUR-ETPS von Abflüssen im Umfang von 10,2 Mio. USD betroffen gewesen, wodurch die Zuflüsse der vorangehenden beiden Wochen in Höhe von 11,6 Mio. USD wieder weitgehend neutralisiert worden seien. Der Euro habe in den letzten beiden Wochen fast 2 Prozent gegenüber dem US-Dollar abgewertet, da von der Türkei ausgehende Ansteckung befürchtet worden sei. (21.08.2018/fc/a/e)
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