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Wie lässt sich 2017 Ertrag erzielen?
13.01.17 09:11
Kames Capital
London (www.fondscheck.de) - Für all jene unter uns, die sich mit der Vermögensallokation befassen, stehen wohl spannende Zeiten bevor, so die Experten von Kames Capital.
2016 habe man eine dramatische Zunahme des Populismus erlebt. Zunächst bei dem Votum der britischen Wähler für einen Austritt aus der Europäische Union, später bei dem Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen. Nicht zu vergessen auch die Entscheidung des italienischen Volkes Ende des Jahres, dem politischen Establishment nicht mehr Macht einzuräumen. Diese Abstimmungen seien durch die Bank ein Protest gegen die herrschenden Zustände und bescherten Politik, Wirtschaft und den Märkten ein hohes Maß an Unsicherheit gewesen.
Besonders in der zweiten Jahreshälfte 2016 seien die Experten von diesen politischen Turbulenzen ungeschoren geblieben, indem sie die Risikopositionen innerhalb ihrer Multi-Asset-Portfolios angepasst hätten. Dieser Ansatz habe sich unter dem Strich als günstig für ihre Strategie erwiesen, und sie hätten ihr jährliches Ertragsziel von etwa 5% erreicht. Gleichzeitig hätten sie einen positiven Kapitalzuwachs verbucht, und das Risiko habe sich konstant auf rund die Hälfte der Aktienmarktvolatilität belaufen. 2017 würden die Experten erneut auf ihren global diversifizierten Ansatz und strikte Risikokontrollen achten, um einen Ertrag um die Marke von 5% zu erzielen.
Sobald mehr Klarheit darüber herrsche, was die Präsidentschaft von Donald Trump für die US-Wirtschaft und die Weltwirtschaft mit sich bringe, würden die Experten besser beurteilen können, welche Anlagerisiken sie eingehen könnten und welche sie besser vermeiden würden. Im Augenblick fördere der Wahlsieg von Trump Spekulationen über höhere Staatsausgaben, tiefere Steuern und eine Handelspolitik nach dem Motto "Amerika zuerst!" All diese Maßnahmen würden die Inflation schüren, sodass die Inflationserwartungen gestiegen seien.
Die veränderten Inflationserwartungen hätten an den Anleihemärkten bereits erste Spuren hinterlassen. In den USA seien die Anleiherenditen zum Beispiel deutlich gestiegen, und dieser Trend könnte sich 2017 fortsetzen. Gleichzeitig hätten Anlagen in Schwellenländern einen Ausverkauf erlebt. Die Fundamentaldaten der Schwellenländer würden sich allgemein besser entwickeln, die Rohstoffpreise hätten sich stabilisiert. Der Sektor winke inzwischen mit attraktiven Renditen. Daher würden die Experten im Verlauf des Jahres selektiv das Schwellenländerrisiko erhöhen.
Sollte der designierte US-Präsident die oben genannten Maßnahmen in die Tat umsetzen, werde es noch mehr Anlagechancen für ertragsorientierte Anleger geben. An den Aktienmärkten seien die Kurse der voraussichtlichen Gewinner von Trumps Wirtschaftspolitik rasch in die Höhe geschnellt. Doch irgendwann werde die Wirklichkeit statt der Hoffnung wieder die Kurse bestimmen.
Die Bank von England werde höchstwahrscheinlich am Niedrigzinsniveau festhalten, da die Regierung den Austritt aus der Europäischen Union vorbereite. In diesem Umfeld würden die Zinsen auf Bankkonten ebenfalls niedrig bleiben. Die Inflationserwartungen könnten einen Anstieg der Anleiherenditen und Aktiendividenden bewirken. Doch im Allgemeinen werde es nur begrenzt Möglichkeiten geben, um mit traditionellen britischen Vermögenswerten einen soliden Ertrag zu erzielen.
Auf dem europäischen Kontinent gebe es einige interessante Chancen, aber auch hier sei die politische Unsicherheit groß. 2017 stünden einige Wahlen an, unter anderem in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden. Folglich hätten die Experten in all diesen Ländern das Risiko tendenziell verringert und würden dies im Jahresverlauf unter Umständen weiter tun.
Die Möglichkeiten in den USA, in Schwellenländern und Asien (einschließlich Japan) dürften sich unterdessen verbessern. In diesen Ländern seien bei konjunkturabhängigen Anlagen wie Banken und in jenen Sektoren, die von höheren Infrastrukturausgaben profitieren dürften, attraktive Renditen und Total-Return-Chancen zu finden.
Diese Anlagechancen würden nicht nur bei traditionellen Klassen wie Aktien oder Anleihen zu finden sein, sondern auch in anderen Klassen wie Immobiliengesellschaften und alternativen Anlagen. Sowohl bei der Titelauswahl als auch bei der geografischen Reichweite sei Diversifizierung entscheidend. (13.01.2017/fc/a/m)
2016 habe man eine dramatische Zunahme des Populismus erlebt. Zunächst bei dem Votum der britischen Wähler für einen Austritt aus der Europäische Union, später bei dem Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen. Nicht zu vergessen auch die Entscheidung des italienischen Volkes Ende des Jahres, dem politischen Establishment nicht mehr Macht einzuräumen. Diese Abstimmungen seien durch die Bank ein Protest gegen die herrschenden Zustände und bescherten Politik, Wirtschaft und den Märkten ein hohes Maß an Unsicherheit gewesen.
Besonders in der zweiten Jahreshälfte 2016 seien die Experten von diesen politischen Turbulenzen ungeschoren geblieben, indem sie die Risikopositionen innerhalb ihrer Multi-Asset-Portfolios angepasst hätten. Dieser Ansatz habe sich unter dem Strich als günstig für ihre Strategie erwiesen, und sie hätten ihr jährliches Ertragsziel von etwa 5% erreicht. Gleichzeitig hätten sie einen positiven Kapitalzuwachs verbucht, und das Risiko habe sich konstant auf rund die Hälfte der Aktienmarktvolatilität belaufen. 2017 würden die Experten erneut auf ihren global diversifizierten Ansatz und strikte Risikokontrollen achten, um einen Ertrag um die Marke von 5% zu erzielen.
Sobald mehr Klarheit darüber herrsche, was die Präsidentschaft von Donald Trump für die US-Wirtschaft und die Weltwirtschaft mit sich bringe, würden die Experten besser beurteilen können, welche Anlagerisiken sie eingehen könnten und welche sie besser vermeiden würden. Im Augenblick fördere der Wahlsieg von Trump Spekulationen über höhere Staatsausgaben, tiefere Steuern und eine Handelspolitik nach dem Motto "Amerika zuerst!" All diese Maßnahmen würden die Inflation schüren, sodass die Inflationserwartungen gestiegen seien.
Sollte der designierte US-Präsident die oben genannten Maßnahmen in die Tat umsetzen, werde es noch mehr Anlagechancen für ertragsorientierte Anleger geben. An den Aktienmärkten seien die Kurse der voraussichtlichen Gewinner von Trumps Wirtschaftspolitik rasch in die Höhe geschnellt. Doch irgendwann werde die Wirklichkeit statt der Hoffnung wieder die Kurse bestimmen.
Die Bank von England werde höchstwahrscheinlich am Niedrigzinsniveau festhalten, da die Regierung den Austritt aus der Europäischen Union vorbereite. In diesem Umfeld würden die Zinsen auf Bankkonten ebenfalls niedrig bleiben. Die Inflationserwartungen könnten einen Anstieg der Anleiherenditen und Aktiendividenden bewirken. Doch im Allgemeinen werde es nur begrenzt Möglichkeiten geben, um mit traditionellen britischen Vermögenswerten einen soliden Ertrag zu erzielen.
Auf dem europäischen Kontinent gebe es einige interessante Chancen, aber auch hier sei die politische Unsicherheit groß. 2017 stünden einige Wahlen an, unter anderem in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden. Folglich hätten die Experten in all diesen Ländern das Risiko tendenziell verringert und würden dies im Jahresverlauf unter Umständen weiter tun.
Die Möglichkeiten in den USA, in Schwellenländern und Asien (einschließlich Japan) dürften sich unterdessen verbessern. In diesen Ländern seien bei konjunkturabhängigen Anlagen wie Banken und in jenen Sektoren, die von höheren Infrastrukturausgaben profitieren dürften, attraktive Renditen und Total-Return-Chancen zu finden.
Diese Anlagechancen würden nicht nur bei traditionellen Klassen wie Aktien oder Anleihen zu finden sein, sondern auch in anderen Klassen wie Immobiliengesellschaften und alternativen Anlagen. Sowohl bei der Titelauswahl als auch bei der geografischen Reichweite sei Diversifizierung entscheidend. (13.01.2017/fc/a/m)


